Noch mehr Lavendel fürs Veedel

Noch mehr Lavendel fürs Veedel

Neues Grün Seit zehn Jahren gibt es das Baumpatenprojekt des Ehrenfelder Vereins für Arbeit und Qualifizierung (Eva e.V.). Katja Mildenberger, Projektleiterin, hatte zum runden Geburtstag beim Sommerfest für die Baumpaten ein kleines Präsent - Lavendel-Pflanzen, die sich immer gut als Verschönerung im Beet an einem Baum machen. An den Start vor zehn Jahren erinnert sie sich gut: "In der Platenstraße haben wir die ersten Baumpaten begrüßen können", erzählt sie. Das damals neue Angebot, mit einem Team von Langzeitarbeitslosen die gärtnerischen Vorarbeiten im Baumbeet auszuführen, ehe sich Anwohner ans Bepflanzen machen konnten, sprach sich schnell herum. "Auf diese Art wurde auch der Verein Eva endlich in Ehrenfeld populär", sagt sie. Als Verein, der Arbeitslose wieder in Jobs bringen sollte, wurde er bereits 1985 gegründet. Inzwischen ist das Begrünungsprojekt für die Straßenbäume eine wichtige Säule im Beschäftigungsprogramm.

Mehr als 100 Baumpatinnen und Baumpaten, die mit Eva e.V. in Kontakt stehen, gibt es im Stadtbezirk Ehrenfeld. Rund 20 kamen jetzt zum Fest im kleinen Saal des Vereins an der Herbrandstraße. Das gemeinsame Hobby brachte die Baumpaten schnell miteinander ins Gespräch. Brigitte Paulus ist seit dem Frühjahr Patin und hat gleich eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen. Sie pflegt ein Beet am Ehrenfeldgürtel auf dem Mittelstreifen zwischen Eichendorff- und Försterstraße.

"Sehr hilfreich war, dass das Team von Eva den Boden vorbereitet hat" sagt sie. Die Arbeit bereite vor allem deswegen große Freude weil es immer viel Lob von Passanten gebe. Probleme mit Müll habe sie nicht, obwohl täglich viele Menschen auf dem Weg von und zur Straßenbahnhaltestelle durch die Baumallee auf dem Ehrenfeldgürtel gehen. Momentan müsse viel Unkraut gejätet werden.

"Das Problem mit den Platanen kennen wir", pflichteten Dorothea und Peter Kaiser bei. Das starke Wurzelwerk der Bäume mache es schwer, den Boden aufzulockern. Auch hier war die Hilfe des Eva-Teams willkommen. Inzwischen wachsen Efeu, Nelken, Lavendel und Hornveilchen sowie das "Kraut der Unsterblichkeit" im Baumbeet an der Ottostraße. Damit das Beet besser gegen das Befahren durch Autos geschützt ist, wollen sie gern eine Einfriedung anlegen.

Auch in solchen Fragen steht der Verein Eva zur Verfügung. "Unsere Beratung ist kostenlos", sagt Katja Mildenberger. Weitere Baumpaten, die vor ihrer Haustür eine kleine blühende Oase anlegen möchten, werden gesucht. Sie können sich per E-Mail an den Verein wenden.

mildenberger@eva-ev.de...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta