Noch 43 Vermisste nach Schlammlawinen in Kalifornien

Nach den verheerenden Schlammlawinen in Kalifornien werden nach Behördenangaben noch dutzende Menschen vermisst

Nach den verheerenden Schlammlawinen in Kalifornien werden noch dutzende Menschen vermisst. "Wir suchen derzeit noch nach 43 Menschen und versuchen herauszufinden, ob sie tatsächlich vermisst werden", sagte der Sheriff des Landkreises Santa Barbara, Bill Brown, am Donnerstag (Ortszeit). Die Zahl ändere sich ständig. Wenige Stunden zuvor hatten die Behörden noch von acht Vermissten gesprochen.

Vermisst würden "Mütter, Väter, Großväter, Geschwister, die Liste ist lang", sagte Brown weiter. Viele, die derzeit noch unauffindbar seien, könnten noch ausfindig gemacht werden, doch könnte auch die Zahl der Toten weiter steigen, warnte der Sheriff. Bislang kamen nach Behördenangaben 17 Menschen bei der Unwetterkatastrophe ums Leben.

Die Erdrutsche waren durch einen heftigen Regensturm in der Nacht zum Dienstag ausgelöst worden. Schlammlawinen und Geröll richteten im Nobelort Montecito und anderen Orten im Landkreis Santa Barbara nordwestlich von Los Angeles schwere Verwüstungen an. Davon betroffen waren auch die Villen von US-Moderatorin Oprah Winfrey und Hollywoodstar Jeff Bridges.

Die Region war erst vor wenigen Wochen vom verheerenden "Thomas"-Feuer heimgesucht worden, dem zweitgrößten Waldbrand in der Geschichte Kaliforniens. Durch die von den Bränden verursachten Verwüstungen hatte der Boden die Wassermassen nicht mehr aufnehmen können.

Vor allem in Montecito hatten die Arbeiter am Donnerstag Probleme, die Straßen von dem hartnäckigen Schlamm zu befreien. Die Schlammmassen blockierten über 50 Kilometer auch weiterhin eine Schnellstraße, die Nordkalifornien mit dem Süden des US-Bundesstaats verbindet.