Noch 3 Tage: Heizen BMW und Daimler dem DAX ein?

Thomas Bergmann
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Am 27. Dezember eines Jahres ist für gewöhnlich die Nachrichtenlage äußerst mau. Es tummeln sich auch nur noch wenige Händler in Frankfurt, sodass außer den computergesteuerten Aufträgen wenig los ist an der Börse. Immerhin kommen dieses Jahr mit BMW, Daimler und Fresenius drei DAX-Konzerne mit positiven Nachrichten um die Ecke. Die US-Steuerreform habe positive Auswirkungen auf die Jahresbilanz.

1,7 Milliarden Buchgewinn

Zugegeben, die Nachrichten stammen bereits vom späten Freitagabend, doch nur die wenigsten Börsianer dürften darauf reagiert haben. Der Autobauer Daimler beispielsweise teilte mit, dass die Steuerreform in den USA eine "deutliche Auswirkung" auf das Konzernergebnis haben wird. Mehrere Tochtergesellschaften in den USA hätten einen Überhang zukünftiger Steuerverbindlichkeiten über zukünftige Steuerforderungen, deren Bewertung ein landesweiter Steuersatz von 35 Prozent zugrunde liegt. Die Reduzierung des Steuersatzes auf 21 Prozent erfordert eine Neubewertung dieser Nettoverbindlichkeit, so Daimler. Hieraus werde sich ein Steuerertrag von voraussichtlich 1,7 Milliarden Euro, der das Konzernergebnis des Jahres 2017 entsprechend erhöht.

Auch BMW rechnet mit einem "positiven Ertragsteuereffekt im Konzernabschluss", wobei die Schätzungen noch vage sind. Fresenius wiederum beziffert den Ertrag aus der von Trump besiegelten Steuerreform auf rund 90 Millionen Euro.

Zum Handelsstart liegt der DAX trotz der positiven Meldungen etwas unter dem Schlusskurs vom Freitag und damit weiterhin in der Schiebezone zwischen 12.900 und 13.200 Punkten. Angesichts der dünnen Nachrichtenlage dürfte auch kein neuer Meilenstein in dieser Woche erreicht werden. DER AKTIONÄR bleibt daher an der Seitenlinie.