„No Cops“: Fitnessstudio sperrt Polizisten aus

In einem Fitnessstudio im US-amerikanischen Atlanta sind nicht alle willkommen. (Bild: AP Photo/Leo Correa)

Ein Fitnessstudio im US-amerikanischen Atlanta verweigert Polizisten den Zutritt – und stößt damit auf jede Menge Kritik.

„Keine Polizisten“: Diese Hausregel, die auf einem Schild im Eingangsbereich des „EAV Barbell’s Club“ in großen Lettern zu lesen war, stieß auf Empörung in der Bevölkerung, wie der Sender „11 Alive News“ berichtete. „Tut was immer zum **** ihr wollt, korrekt, außer Cross-Fit Kultismus. Keine **** Polizisten“, stand auf dem Schild zu lesen.

Der Besitzer des Studios, Jim Chambers, versteht die Aufregung nicht. „In Wirklichkeit ging es nur um die Vulgarität auf diesem Schild, und das scheint die Leute zu stören“, so Chambers gegenüber „11 Alive News“. Das Schild wurde mittlerweile abgehängt – allerdings nicht, weil der Betreiber einen Fehler eingesehen hätte: „Ich wollte nicht, dass die anderen den Stress dafür abbekommen, auf den ich mich einzulassen bereit bin“, gibt sich der Betreiber des Studios an.

„Wir haben seit unserer Eröffnung eine explizite ‚Keine Polizisten’-Regel, und wir bieten auch aktiven Mitgliedern des Militärs keine Mitgliedschaften an“, so Chambers, selbst langjähriger Politaktivist. Für ihn seien das Schild und die Regelung ein politisches Statement eines multifunktionalen Raumes, der als Fitnesscenter, Gemeinschaftsort und Treffpunkt für Aktivisten in der Gegend fungiere. Chambers argumentiert, dass ein Großteil des Klientels des Fitnessstudios aus Minderheiten bestehe und diese sich mit der Anwesenheit von Polizisten nicht wohlfühlen.

Die Polizei von Atlanta nahm in Bezug auf die „Keine Polizisten“-Regel keine Stellung. Gegenüber dem Nachrichtensender erklärte ein Sprecher aber: „Wenn wir dort auf einen Notfall reagieren müssen, würde uns dieses Schild nicht davon abhalten, unseren Job gesetzestreu durchzuführen.“ „Wenn sie eine Genehmigung dafür haben, können sie machen, was sie wollen, aber wir brechen hier keine Gesetze“, kommentierte Chambers.