Nintendo vor den Zahlen – Was passiert mit der neuen Konsole?

Benedikt Kaufmann
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Nintendo: Keine Überraschungen – lohnt es sich dabeizubleiben?

Investoren scheinen das Vertrauen in die Nintendo Switch zu verlieren. Seit ihrem Hoch im Mai hat die Aktie bis zu 27 Prozent verloren. Zudem geht ein Top-Hedgefonds vor den Zahlen short.

Nintendo befindet sich aktuell in einem Abwärtstrend, von dem sich viele Investoren und Anleger verblüfft zeigen. Denn die neue Switch-Konsole ist ein regelrechter Verkaufsschlager und war in der Lage die operativen Gewinne des Konzerns massiv anzutreiben. Doch seit der Electronic Entertainment Expo Zweifeln einige Anleger an der Erfolgsgeschichte der Switch, da Nintendo auf der Videospiele-Messe nur ein schwaches Lineup an kommenden Veröffentlichungen zeugte.

„Bears make money“

Die schwache Kursperformance und die unsichere Switch-Zukunft in Verbindung mit den starken Kursanstiegen der vergangenen Jahre liefern Leerverkäufern ein aussichtsreiches Short-Ziel. So berichtet Bloomberg über die Short-Position von Melvin Capital. Der Hedgefonds verkauft knapp ein Prozent der Nintendo-Aktien leer.

„Bulls make money“

Doch vor den Zahlen haben auch die Bullen ein Wörtchen mitzureden – und haben aktuell klar die Überhand. Seit Juli kann Nintendo wieder leicht zulegen. Ebenfalls bullish ist das Gros der Analysten. Von 24 Analysten, die Nintendo covern, geben 21 eine Kaufempfehlung ab. Das durchschnittliche Kursziel liegt dabei bei 55.720 Japanischen Yen. Für das erste Quartal (bis 30.Juni) über das am 02.August berichtet wird, erwarten die Experten Umsätze von 1,44 Milliarden Dollar bei Gewinnen je Aktie von 1,50 Dollar je Aktie.

„Pigs get slaughtered“

Die Große Frage bleibt, wie sich die Switch verkauft hat und weiter verkaufen wird. Klar ist, darüber herrscht Unsicherheit vor den Zahlen. DER AKTIONÄR empfiehlt aktuell von der Aktie Abstand zu halten und Gewinne mitzunehmen.

Die erste Regel von Jim Cramer.