Nintendo verdoppelt dank der neuen Spielekonsole Switch seine Gewinnprognose

Käuferin einer Switch in Tokio

Mit der Spielekonsole Switch hat es Nintendo geschafft, an alte Erfolge anzuknüpfen: Der japanische Konzern erhöhte am Montag dank steigender Verkaufszahlen seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr um fast das Doppelte. Bis Ende März rechnet Nintendo unter dem Strich mit 85 Milliarden Yen (644 Millionen Euro) - nach zuletzt 45 Milliarden Yen. Beim Verkauf der Konsole im Ausland hilft auch der derzeit schwache Yen.

Die Switch war Anfang März in die Läden gekommen. Die Spielekonsole kann zu Hause, aber auch - mit wenigen Handgriffen umgewandelt - unterwegs benutzt werden. Nintendo macht damit nicht nur der Playstation von Sony und der XBox von Microsoft Konkurrenz, sondern auch den Smartphones.

Zehn Millionen Geräte wollte Nintendo zunächst bis März 2018 verkaufen - nun sollen es rund 14 Millionen werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zum Erfolg tragen auch beliebte Spiele wie das zuletzt veröffentlichte "Super Mario Odyssey" bei.

Nintendo steht unter Erfolgsdruck, dem Spielehersteller macht die Konkurrenz durch Smartphone-Apps schwer zu schaffen. Seit den besten Zeiten des Konzerns in den Jahren 2008 und 2009 sind Umsätze und Gewinne um rund drei Viertel gesunken. Im Geschäftsjahr bis Ende März 2017 konnte Nintendo den Gewinn vor Zinsen und Steuern zwar auf fast 103 Milliarden Yen im Vorjahresvergleich versechsfachen - Grund dafür war aber ein Einmal-Effekt: Der Konzern verkaufte seine Anteile an einer US-Baseball-Mannschaft.