Nintendo Switch Online hat „nur“ 4 Mio. Neukunden gewonnen

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Nintendo (WKN: 864009) hat im Laufe der letzten Woche ein neues Quartalszahlenwerk vorgelegt. Das ist unterm Strich so weit solide gewesen. Jedoch kämpfen auch die Japaner mit einer alternden Switch und einem insgesamt rückläufigen Markt. Inflation und eine gedämpfte Verbraucherstimmung könnten für einen Zeitenwechsel sorgen.

Trotzdem entwickelten sich die Umsätze und Ergebnisse von Nintendo weiterhin ziemlich solide. Das zeigt, dass der Konzern inzwischen mehr zu bieten hat, als das bloße Verkaufen der Hardware.

Auch Switch Online, der Gaming-Streaming-Service, ist ein solches Mehr. Blicken wir heute jedoch darauf, warum das Management lediglich vier Million neue Abonnenten im letzten Jahr vorweisen konnte.

Nintendo Switch Online: Nur 4 Millionen?!

Ja, in Summe konnte Nintendo Switch Online wirklich nur vier Millionen neue Spieler über das eigene Gaming-Streaming-Angebot erreichen. Noch vor einem Jahr und passend zum Herbstquartal verkündete das Management bei der Kommentierung der Zahlen, dass man 32 Mio. Abonnenten habe. Heute sind es 36 Mio. Spieler, die auf dieses Angebot setzen. Wir müssen nun wirklich kein Ass in Mathe sein, um die Differenz ermitteln zu können.

Das Management von Nintendo liefert in Teilen selbst eine Begründung. Einige Abonnenten hätten zuletzt ihre auslaufenden Mitgliedschaften nicht verlängert. Heißt übersetzt für mich, dass es unterjährig unterm Strich mehr Abonnenten gegeben hat. Aber bei welchem Streaming-Dienst ist das nicht der Fall? Zudem kommentierte man, dass man möglichst viel unternehme, um die Gaming-Streaming-Abonnenten bei Laune zu halten. Neuer Content zum Beispiel in jeder Hinsicht.

Sind vier Millionen Nettoabonnenten ein Gamechanger für die Investitionsthese? Wenn ja, dann vermutlich eher im negativen Sinne. Wobei wir durchaus auch auf mehr Feinheiten achten sollten. So zum Beispiel, dass es im letzten Jahr nach Aussage von Nintendo ein großes Interesse am Upgrade hin zu den Nintendo-64-Inhalten und dem Sega-Megadrive-Content gegeben hat. Konkret geben also die bestehenden Mitglieder inzwischen mehr Geld aus.

Wachstum in Zeiten nachlassender Konsumfreude

Mit lediglich vier Millionen neuen Abonnenten hat Nintendo nicht den großen Wurf gelandet. Wobei 36 Mio. Abonnenten mit tendenziell wiederkehrenden Umsätzen eine interessante Nutzerbasis sind. Trotzdem: Das Wachstum sollte mittelfristig anziehen, ein größeres Ökosystem wäre für den langfristigen Erfolg ein besserer Fingerzeig.

In Zeiten der Inflation dürften jedoch einige Verbraucher den Rotstift bei ihren Content-Ausgaben ansetzen. Vielleicht gilt das auch für dieses Angebot. Seien wir daher gespannt, was das Management uns zum nächsten Update präsentiert. Wobei es vielleicht auch ein weiteres Jahr dauert, bis wir überhaupt einen Einblick in diese Zahlen bekommen.

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Vincent besitzt Aktien von Nintendo. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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