Nina und Hannelore Hoger: Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie mit einem Trauma leben

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Wer kann sich besser in die Dynamik eines Mutter-Tochter-Dramas einfühlen als ein Mutter-Tochter-Duo? Der ZDF-Film 'Zurück ans Meer am Montagabend (4. Oktober) war daher mit Hannelore Hoger (79) und ihrer Tochter Nina (60) perfekt besetzt.

Hannelore Hogers Kindheitstrauma

Nina spielte Mara, die nach einer Entführung vor 20 Jahren an einer schweren posttraumatischen Belastungsstörung leidet. Ihre Mutter versucht, ihr zu helfen. Eine Situation, in die Hannelore Hoger sich einfühlen kann, wie sie im Gespräch mit 'Bild' berichtete. Der Star musste als kleines Kind selbst eine traumatische Zeit durchmachen. "Ich wurde als kleines Kind nach einer Pockenimpfung sehr krank und lag fast ein Jahr im Krankenhaus" erinnerte sich die gebürtige Hamburgerin. "Gegen den Willen der Ärzte hat mich meine Mutter aus dem Krankenhaus geklaut. Die Wärme und Zärtlichkeit meiner Eltern und Geschwister haben mich gerettet."

Nina Hoger will, dass Menschen sich Hilfe suchen

Oft unterschätzen Menschen, wie sehr sich ihre Vergangenheit auf ihr Leben auswirkt. "Ich denke, es gibt viele Menschen, die mit einem Trauma leben, ohne es wirklich zu wissen", erklärte Nina weiter. Zudem würden sich viele auch dafür schämen, wenn sie eine Situation nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Dabei sei es so wichtig, daran zu arbeiten, damit man das Trauma hinter sich lassen kann.

Dass beide Frauen sich so gut kennen, habe bei den Dreharbeiten definitiv geholfen, glaubt Nina Hoger. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit 19,3 % aller Zuschauer war 'Zurück ans Meer' der Abräumer des TV-Montags. Wer das Drama mit Nina und Hannelore Hoger verpasst hat, kann es in der Mediathek nachholen.

Bild: Annegret Hilse / SVEN SIMON/picture-alliance/Cover Images

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