Jetzt nimmt die AfD sich Behinderte vor - und es ist einfach eine Schande

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Die Fraktion der AfD.

Die AfD-Bundestagsfraktion nimmt in einer Kleinen Anfrage im Parlament Menschen mit Schwerbehindertenausweis ins Visier.

► Das Dokument enthält Mutmaßungen zu den Auswirkungen “inzestuöser Verhältnisse” innerhalb von Migrantenfamilien.

► In den sozialen Medien gab es viele schockierte Reaktionen. Ein Nutzer schrieb: “Bei einer ideologisch ähnlich ausgerichteten Partei endete das schon mal im Massenmord.”

Worum es geht:

Vier namentlich genannten AfD-Abgeordneten sowie der gesamten Bundestagsfraktion der Partei unter Führung von Alice Weidel und Alexander Gauland stellten die Anfrage am 22. März.

Mittlerweile sorgt die Kleine Anfrage in den sozialen Netzwerken für allgemeine Empörung.

Das Thema des sechs Fragen umfassenden Dokuments sind “Schwerbehinderte in Deutschland”.

Die AfD legt hier Zahlen des Statistikportals destatis.de vor, die besagen, dass im Jahr 2015 etwa 7,6 Millionen Menschen (9,3 Prozent der Gesamtbevölkerung) in Deutschland einen Schwerbehindertenausweis besessen hätten.

Das entspräche einer Steigerung von rund 67.000 Fällen zum Jahr 2013. Zwei Prozent dieser Schwerbehinderten seien Kinder und Jugendliche gewesen.

► Das wahre Anliegen der Rechtspopulisten wird schnell klar. So bringen die Anfragensteller an, dass “Behinderungen u.a. durch Heiraten innerhalb der Familie” entstünden und “60 Prozent der Todesfälle und Erkrankungen betroffener Kinder hätten vermieten werden können, wenn die Inzucht beendet würde.“

► Die beiden abschließenden Fragen, die bezüglich der Entwicklung des entsprechenden Bevölkerungsanteils seit 2012 nachhaken, werfen dann auch auf, wie viele dieser Fälle “einen Migrationshintergrund” und wie viele der in Deutschland lebenden Schwerbehinderten (Entwicklung seit 2012) “keine deutsche Staatsbürgerschaft” besäßen.

Die Reaktionen:

Sowohl auf Facebook als auch Twitter, wo die Seiten “AfD-Watch” und “Höcke Watch” die Anfrage am...

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