"Die Höhle der Löwen": Nils Glagau sagt Deal mit Proteinbier Joybräu ab

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Mit ihrem Proteinbier konnten Erik Dimter und Tristan Brümmer bei "Die Höhle der Löwen" Nils Glagau begeistern, der in das Startup investieren wollte. Doch nach der Show waren sie sich in vielen Themen uneinig...

Nils Glagau wollte 300.000 Euro in das Proteinbier-Startup investieren und im Gegenzug 25 Prozent der Unternehmensanteile.
Nils Glagau wollte 300.000 Euro in das Proteinbier-Startup investieren. (Bild: VOX)

In Deutschland wird neben Tschechien und Österreich am meisten Bier getrunken. Um genau zu sein: 95 Liter pro Kopf. 2015 waren es rund 106 Liter pro Kopf. Wie das Statistische Bundesamt beobachtet, ist der Bierkonsum in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Ein Grund: Verbraucher achten vermehrt auf ihre Gesundheit. Erik Dimter und Tristan Brümmer bieten eine gesunde Alternative an, die sie den Investoren in "Die Höhle der Löwen" nun präsentiert haben. 

Alkoholfreies Zitronen Proteinbier, Vitaminbier, Proteinbier Light: Dem Großteil der Löwen schmeckten die drei unterschiedlichen Biersorten des Startups. Sogar denen, die nicht so oft Bier trinken, wie etwa Judith-Williams. Löwe Nils Glagau entschied das Investment für sich und erhielt für 300.000 Euro und 25 Prozent der Unternehmensanteile den Zuschlag. Das Gründerduo verzichtete auf ihr ursprüngliches Angebot, nämlich 300.000 Euro für zehn Prozent der Anteile.

In vielen Themen waren sie sich uneinig

Doch der Deal platzte nach der Aufzeichnung der Sendung, wie Gründerszene erfuhr. Dies bestätigte Brümmer auf Anfrage. Demnach war sich das Gründerteam in den anschließenden Verhandlungen mit Glagau und seinem Team oft uneinig, etwa in Distribution, Logistik und Netzwerk. "Wir haben uns in der Sendung auf einen massiven Discount eingelassen, da wir uns viel von seinem Distributionsnetzwerk erhofft haben", erklärt Brümmer. Glagau äußert sich ebenfalls zum Scheitern der Gespräche: "Leider hat sich herausgestellt, dass mein Mehrwert über das reine Investment hinaus nicht von allen anerkannt wurde".

Um die entstandene Finanzierungslücke zu schließen, sammelten Brümmer und Dieter einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag von Business Angels ein. Für weiteres Geld setzen die Gründer zudem auf Blockchain-basiertes Crowdfunding: Ab Januar 2022 sollen dann etwa 2.000 private Investoren ab einem Betrag von 500 Euro in das Bier von Joybräu investieren können.

Tristan Brümmer und Erik Dieter haben Joybräu 2015 gegründet. Das Gründerduo arbeitete zuvor für eine Rederei im Ausland, als sie die Idee hatten, Bier für Sportler zu brauen – ohne Alkohol und dafür mit Proteinen und Vitaminen. Über zweieinhalb Jahre tüftelten sie mit einem Forschungsteam an einer Rezeptur. 2018 verkauften sie ihre ersten Flaschen. Derzeit beschäftigt Joybräu neun Mitarbeiter und plant für das kommende Jahr, weitere zehn Stellen zu besetzen. 

Im Video: "Die Höhle der Löwen" - Welche Start-ups nach der Show große Erfolge feierten

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