Nigerias Präsident findet nach langer Krankheit angenagtes Büro vor

Nigerias Präsident Buhari am Samstag in Abuja

Bei seiner Rückkehr von einer mehrmonatigen medizinischen Behandlung in London hat Nigerias Präsident Muhammadu Buhari ein schwer angeknabbertes Büro vorgefunden: Die noch nicht identifizierten Nagetiere hätten die Möbel und die Klimaanlage beschädigt, sagte Buharis Sprecher Garba Shehu am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Der 74-jährige Staatschef werde deshalb vorläufig nicht vom Präsidialamt in Abuja aus, sondern in seiner Residenz arbeiten.

Einzelheiten zu der Nager-Attacke seien ihm nicht bekannt, räumte Shehu ein. "Wichtig ist, dass die Arbeit erledigt wird." Dabei sei es von minderer Bedeutung, ob Buhari "im Schlafraum, im Salon oder im Vorzimmer des Salons" arbeite.

Die Reparaturen würden erledigt, auch wenn er nicht sagen könne, wie lange das dauern werde. Buhari habe auch in den vergangenen Jahren oftmals von seiner Residenz aus die Amtsgeschäfte erledigt.

Buhari war am Samstag aus London zurückgekehrt, wo er sich seit dem 7. Mai aufgehalten hatte. Einzelheiten zum Gesundheitszustand wurden nicht publik gemacht. Schon vor der Abreise nach London nutzte Buhari zumeist seine Residenz. An Kabinettssitzungen nahm er oftmals nicht teil, die Akten wurden ihm zugetragen.

Bei einer TV-Ansprache am Montag ging Buhari nicht weiter auf seine lange Abwesenheit ein, er sprach lediglich von einer "medizinischen Nachuntersuchung". Bei der Präsidentenwahl 2015 behaupteten Buharis Widersacher, er leide an Prostata-Krebs. Buhari bestritt dies.