Nigerias Präsident Buhari trifft sich mit freigelassenen Schülerinnen aus Dapchi

Schülerinnen aus Dapchi zu Besuch bei Nigerias Präsident

Nigerias Präsident Muhammadu Buhari hat am Freitag die 107 freigelassenen Schülerinnen aus Dapchi empfangen, die im Februar von der Islamistenmiliz Boko Haram entführt worden waren. Buhari versprach, dafür zu sorgen, dass auch das letzte noch vermisste Mädchen aus Dapchi und alle weiteren in Nigeria Verschleppten gerettet würden.

Boko Haram-Kämpfer hatten am 19. Februar insgesamt 113 Kinder, die meisten von ihnen Schülerinnen, aus einem Internat des nordnigerianischen Orts verschleppt. Am Mittwoch brachten die Dschihadisten nach Verhandlungen mit der Regierung 106 Mädchen und einen Jungen zurück. Der Verbleib der sechs restlichen Mädchen sei noch unklar, sagte Sicherheitschef Lawal Daura.

Nach Zeugenaussagen sollen fünf Mädchen bei der Entführung gestorben sein. Ein Mädchen, die einzige Christin, befindet sich noch in den Händen der Kidnapper - angeblich, weil sie sich weigert, zum Islam zu konvertieren. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um Leah sicher zurückzubringen", sagte Buhari.

Der Überfall in Dapchi weckte Erinnerungen an die Entführung von mehr als 200 Mädchen vor vier Jahren aus einer Schule der Stadt Chibok. Der Fall sorgte weltweit für Entsetzen. Seitdem konnten viele der Mädchen fliehen oder wurden gegen Lösegeld und im Austausch gegen inhaftierte Boko-Haram-Mitglieder freigelassen. Mehr als hundert von ihnen befinden sich aber weiterhin in der Gewalt der Extremisten.

Buhari rief die Menschen in Chibok dazu auf, nicht die Hoffnung zu verlieren. "Wir sind so entschlossen wie nie, unsere verbleibenden Chibok Töchter zurückzubringen", erklärte der Präsident.