Nigeria: Verband will rechzeitige Prämienlösung mit Rohr-Team

SID
Nigeria: Verband will rechzeitige Prämienlösung mit Rohr-Team

Bis Ende des Jahres will der nigerianische Fußball-Verband NFF die Prämiendiskussion in Absprache mit den Spielern gelöst haben. Dies kündigte der NFF am Freitag an. Es wird erwartet, dass alle 37 in der WM-Qualifikation eingesetzten Spieler an den rund 10,5 Millionen Euro Prämie partizipieren, die der Weltverband FIFA für das Erreichen der Endrunde ausgelobt hatte.
Zuvor hatte Nationaltrainer Gernot Rohr (64) seine Schützlinge gewarnt, vor der WM 2018 in Russland in einen Streik über Prämienzahlungen zu treten. "Das Thema Bonuszahlungen gehört immer wieder zu den typischen afrikanischen Problemen vor Weltmeisterschaften", hatte der gebürtige Mannheimer gesagt, "aber solche Vorkommnisse stören unsere Vorbereitung. Ich habe den Offiziellen und den Verbands-Präsidenten gesagt, dass solche Unstimmigkeiten unter allen Umständen vermieden werden müssen."
Bei der WM 2014 in Brasilien hatte es im Lager der Super Eagles heftige Dissonanzen über die Prämienzahlungen gegeben. Diese gipfelten in einem Trainingsstreik der Spieler. Schließlich musste der nigerianische Sportminister in einem Charterflugzeug nach Brasilien kommen und vier Millionen US-Dollar in bar unter den Spielern verteilen. Auch im Team Ghanas hatte es bei der WM 2014 Streitigkeiten über die Prämien gegeben.
Rohr vertritt die Überzeugung, dass Nigeria, der Olympiasieger von 1996 in Atlanta, durchaus im kommenden Jahr in die K.o.-Runde einziehen kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und sich sein Team ohne Ablenkung auf die Endrunde vorbereiten kann.