„Niemand kann dich vor einem Crash schützen, tue es selbst“: Aber wie?

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Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr

Vor einem Crash kann dich niemand schützen? Ja, ich würde sogar noch weitergehen. Es kann dich sogar niemand wirklich vorbereiten, was es bedeutet, einer volatilen Phase entgegenzutreten. Natürlich kannst du eine Menge an deinem Mindset arbeiten und lesen, was in einer größeren Korrektur wichtig ist. Was jedoch passiert, wenn viele Aktienkurse in den Keller rauschen, ist häufig dann doch noch etwas anderes.

Allerdings gibt es eine Einschränkung. In gewisser Weise kannst du dich selbst vor einem Crash schützen. Bleibt nur die Frage, wie das genau funktionieren soll. Riskieren wir heute einen Blick auf mehrere Faktoren. Sowie auch darauf, was es nicht bedeutet. Foolishen langfristig orientierten Investoren dürften mit Sicherheit ein paar Dinge einfallen.

Vor einem Crash schützen: Das ist ratsam

Man selbst ist bei einem Crash häufig des eigenen Glückes Schmied, und deshalb liegt es in Teilen an einem selbst, sich für eine volatile Phase zu wappnen. Das umfasst beispielsweise, dass man sein Portfolio überprüft, ob man sich mit den dahin enthaltenen Aktien weiterhin wohlfühlt. Falls das auf einige Aktien nicht mehr zutrifft und der unternehmensorientierte Gesamtmix nicht stimmt, ist es besser, die Reißleine zu ziehen. Dein Glaube an die Unternehmen dürfte in einer volatilen Phase erst recht auf die Probe gestellt werden, da hilft es kaum etwas, wenn er nicht wirklich vorhanden ist.

Eine zweite Möglichkeit, sich selbst vor einem Crash zu schützen, ist außerdem das Arbeiten an einem selbst. Wie gesagt: Zwischen Theorie und Praxis liegen natürlich Welten. Allerdings gilt es, sich zu vergegenwärtigen, was eine besonders ausgeprägte, volatile Phase denn eigentlich ist. Sowie auch, dass sie in der Regel einen normalen Background hat. Wenn wir einen Blick auf die vergangenen 20, 30 oder auch 40 Börsenjahre riskieren, so stellen wir fest: Börsencrashs hat es in diesen Zeitfenstern das eine oder andere Mal gegeben. Was in den Folgejahren stets passiert ist, ist, dass sich die breiten Märkte allesamt erholt haben. Das ist der Fokus, den man einnehmen muss. Normalität in einer extremen Phase hilft, durchzuhalten.

Zu guter Letzt kann es außerdem helfen, liquide Mittel zu halten, um sich vor einem Crash zu schützen. Cash hilft, dass man selbst in einer Korrektur abgesichert ist und nicht den Druck verspürt, in einem schwierigen Börsenzeitraum auch noch zu verkaufen. Zudem ist Cash wichtig, um aktiv in das Geschehen an den Märkten eingreifen zu können. Wer einen Crash für sich nutzen kann, um seine Einstandskurse zu vergünstigen, der könnte ebenfalls aufgeschlossener sein, was diese extreme Börsenphase angeht.

Was das nicht bedeutet

In gewisser Weise kann man selbst daher einige Dinge tun, um sich vor einem Crash zu schützen. Es gibt jedoch auch ein paar Sachen, die man nicht in Erwägung ziehen sollten. Beispielsweise den Versuch, eine volatile Phase zu timen. Oder auch mit Stop-Loss-Ordern zu arbeiten. Im schlechtesten Fall verpasst man ansonsten schließlich einen ordentlichen Teil der Performance. Wer unternehmensorientiert an seine Aktien und die dazugehörigen Unternehmen glaubt, der braucht solche Dinge nicht. Für mich ist das daher eigentlich der beste Schutzmechanismus.

Der Artikel „Niemand kann dich vor einem Crash schützen, tue es selbst“: Aber wie? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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