Niedersachsen: Sondersitzung im Landtag – Parteien in zwei verfeindete Lager zerfallen

SPD und Grüne sind erschüttert und verärgert, CDU und FDP siegesgewiss.

Alle waren sich einig, die da am Donnerstagvormittag im Niedersächsischen Landtag redeten, CDU, SPD, Grüne oder FDP: Geschichte werde gerade geschrieben, ein einmaliger Vorgang, bedeutsam und folgenreich. Nur, wie diese Geschichte ausgehen wird, die am vergangenen Freitag begann, als eine Grünen-Abgeordnete zur CDU wechselte und die rot-grüne Regierung in Hannover kippte, das weiß noch keiner. Nur fängt sie ziemlich hässlich an.

Der Landtag wird aufgelöst, am Donnerstag begannen die notwendigen Beratungen dafür mit heftigen Wahlkampfreden, die nichts Gutes erwarten lassen. Am 21. August ist Abstimmung, dann Schluss, eine Mehrheit ist sicher. Am 15. Oktober dürfen die Niedersachsen ein neues Parlament wählen.

Ein Blitz ist in den politischen Betrieb in Hannover gefahren, der Landtag ist in zwei verfeindete Lager zerfallen, die sich mittlerweile alle Arten von Schandtaten zutrauen: SPD und Grüne sind tief erschüttert und verärgert über den Verlust der Macht, vor allem darüber, wie es passierte. CDU und FDP wiederum sind bester Dinge und siegesgewiss. Sie werfen der Konkurrenz vor, sich in unsinnigen Verschwörungstheorien zu verlieren.

Etliche in rot-grüner Regierung gehen von Verschwörung aus

Jedenfalls: Die vergangene Woche hat den norddeutschen Politikbetrieb mächtig erschüttert. Sie begann mit dem Ende der Ein-Stimmen-Mehrheit und dem Gerede über „unmoralische Angebote“ seitens der CDU an die Grüne Elke Twesten. Zwei Tage danach ging es weiter mit einem Artikel in der Bild am Sonntag über angebliches Weichspülen einer Regierungserklärung von SPD-Ministerpräsident Stephan Weil durch den VW-Konzern. Seitdem brennt die Luft....Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung