Niedersachsen: Wie Menschen das letzte Gasthaus in ihrem Dorf retten wollen

Helen Hoffmann / dpa
 Torsten Söder, Vorstandsmitglied der Genossenschaft Kirchboitzer Zukunft steht vor dem Eingang der Wirtschaft
  • Bewohner eines kleinen Dorfs in Niedersachsen kämpfen für den Erhalt ihres Gasthauses
  • Ein weiteres Beispiel aus dem Bundesland macht vor, wie das gelingen kann

Maik Escherhaus will ein Gasthaus retten.

“Ich kann es nicht akzeptieren, dass wir diesen Mittelpunkt verlieren”, sagt der 40-jährige Mann, der mit seiner Frau und zwei Söhnen im niedersächsischen Dorf Handorf-Langenberg lebt.

Als klar war, dass es für die letzte im Ortsteil verbliebene Kneipe “Zum Schanko” keinen Nachfolger gibt, startete er mit zwei anderen Männern eine Aktion: Die Gründung einer Genossenschaft, um das Haus zu kaufen und über einen Pächter weiter zu betreiben.

Stammtisch, Kaffeeklatsch oder Vereinstreffen: Jahrzehnte war das Gasthaus Zentrum des dörflichen Miteinanders. Doch die Wirtshäuser verschwinden langsam.

Von den mehr als 70.000 Schankwirtschaften, die das Statistische Bundesamt noch 1994 verzeichnete, gibt es mittlerweile nicht einmal mehr die Hälfte. Escherhaus und seine Mitstreiter wollen das nicht hinnehmen. 

Hat das Gasthaus eine Zukunft? Die Menschen sind zuversichtlich

So sieht ihre Initiative aus: Bis 4. April können Bürgerinnen und Bürger Anteile von je 250 Euro für das Gasthaus zeichnen, für 200.000 Euro kann die Genossenschaft das Gasthaus dann kaufen.

Niedersachsen: Die Tür zum Dorfgemeinschaftshaus

“Wir brauchen 800 Anteile, bis das ganze Objekt übernommen werden kann”, sagt Escherhaus. Er ist zuversichtlich ist, dass es in Zukunft ein Dorfgemeinschaftshaus “Zum Schanko” geben wird.

“Wir haben einen herausragenden Zusammenhalt im Dorf. Viele haben den Wunsch, das zu erhalten”, betont der 40-Jährige. Räumlichkeiten für Stammtische, Vereine und geselliges Beisammensein seien enorm wichtig - auch die Kinder sollten später einen Treffpunkt haben. “Das muss klappen....

Weiterlesen auf HuffPost