Die Niederlande haben nach höchstrichterlichem Beschluss einen Prinzen mehr

Prinz Carlos hat drei jüngere eheliche Kinder

Die Niederlande haben nach höchstrichterlichem Beschluss einen Prinzen mehr: Der uneheliche Sohn des niederländischen Prinzen Carlos, Hugo Klynstra, darf künftig Namen und Titel seines Vaters tragen, urteilte das höchste Verwaltungsgericht am Mittwoch. Der 21-Jährige trägt demnach den Titel Königliche Hoheit, Prinz von Bourbon de Parma - ohne damit aber Mitglied des Königshauses zu sein.

Klynstras Vater Carlos ist Cousin des niederländischen Königs Willem-Alexander und Enkel der früheren Königin Juliana. Sein unehelicher Sohn hatte kurz nach seinem 18. Geburtstag beantragt, Namen und Titel seines Vaters zu tragen und sich künftig Prinz Carlos Hugo Roderik Sybren von Bourbon-Parma nennen zu dürfen. Sein Vater verweigerte sich diesem Wunsch, auch nachdem die Behörden Klynstras Antrag stattgegeben hatten. Es folgte ein Rechtsstreit durch alle Instanzen.

Prinz Carlos ist seit 2010 mit der Journalistin Annemarie Gualthérie van Weezel verheiratet, mit der er drei Kinder hat. Sein am 20. Januar 1997 geborener Sohn Hugo ging aus einer unehelichen Beziehung mit der Niederländerin Brigitte Klynstra hervor. Carlos hatte seine Vaterschaft nie bestritten, er erklärte aber nach der Geburt, sein Sohn sei auf "Wunsch der Mutter" zur Welt gekommen.

Das Gericht urteilte nun, dass die Umstände der Geburt laut dem niederländischen Adelsgesetz bei der Namensgebung keine Rolle spielten. Dies bedeute aber nicht, dass Klynstra automatisch Mitglied des Königshauses Bourbon de Parma werde. Dies sei "reine Privatsache des Königshauses".