Niederlande droht WM-Aus, Schweiz und Belgien auf Kurs

SID
Niederlande droht WM-Aus, Schweiz und Belgien auf Kurs

Der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft droht bei der WM 2018 in Russland die Zuschauerrolle. Oranje um Bayern-Star Arjen Robben geriet im wegweisenden Qualifikationsspiel in Paris gegen Frankreich mit 0:4 (0:1) unter die Räder und liegt in der Gruppe A drei Runden vor Schluss als Vierter bereits sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter.
Der Tabellenzweite Schweden hat nach dem 2:3 (2:2) in Bulgarien drei Zähler Vorsprung auf Robben und Co. Antoine Griezmann (14.), Thomas Lemar (73. und 88.) und Kylian Mbappé (90.+1) erzielten die Tore für Frankreich, der Niederländer Kevin Strootman sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (62.). Luxemburg setzte sich mit 1:0 (0:0) gegen Weißrussland durch. Beide Länder haben aber keine Chancen mehr auf eine Qualifikation. 
In der Gruppe B wahrte der Tabellenführer Schweiz auch dank des Ex-Frankfurters Haris Seferovic seine weiße Weste und hielt Europameister Portugal auf Abstand. Die Schweizer setzten sich in einer Regenschlacht in St. Gallen mit 3:0 (1:0) gegen Andorra durch und haben damit zumindest den zweiten Platz sicher. Seferovic erzielte zwei Tore (43.,63.). Für den 3:0-Endstand sorgte Stephan Lichtsteiner in der 67. Minute. 
Die Portugiesen besiegten die Färöer souverän mit 5:1 (2:1). Weltfußballer Cristiano Ronaldo überzeugte mit einem Dreierpack (3.,29.,65.). Zudem trafen William Carvalho (58.) und Nelson Oliveira (84.). Für die Färöer war Rogvi Baldvinsson (38.) erfolgreich. Ungarn mit dem deutschen Trainer Bernd Storck setzte sich mit 3:1 (2:1) gegen Lettland durch und wahrte die Mini-Chance auf den zweiten Platz.  
In der Gruppe H stehen die Belgier nach dem 9:0(6:0)-Kantersieg gegen Gibraltar vor dem Gruppensieg. Die Roten Teufel haben bei noch drei anstehenden Spielen sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten Griechenland. 
Die Griechen kamen gegen Estland nicht über ein 0:0 hinaus. Bosnien-Herzegowina verspielte auf Zypern eine Zwei-Tore-Führung und unterlag 2:3 (2:0). Damit verpasste Bosnien-Herzegowina den Sprung auf den zweiten Rang, auf den auch Zypern noch hoffen darf. 
Für die Belgier, die ab der 40. Minute in Unterzahl spielten, verbuchten 100-Millionen-Mann Romelu Lukaku von Manchester City (21./38./84.) und Thomas Meunier (18./60./67.) jeweils einen Dreierpack. Zudem trafen Dries Mertens (15.), Rotsünder Axel Witsel (37.) und Eden Hazard (45.). 
Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die acht besten Tabellenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere WM-Teilnehmer aus.