Niederländische Touristin in Kolumbien getötet

Bei einem tödlichen Angriff auf einen brasilianischen Drogenhändler in Kolumbien ist auch eine niederländische Touristin ums Leben gekommen.

27-jährige Touristin sitzt zufällig am Nachbartisch

Die Frau saß in einem Restaurant in der Stadt Leticia im Amazonasgebiet in der Nähe des Mannes, als Bewaffnete das Feuer auf ihn und seine Begleiter eröffneten.

Die Niederländerin war durch Schüsse verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben. Wie das niederländische Blatt «De Telegraaf» berichtete, handelte es sich um eine 27-Jährige, die laut Außenministerium als Touristin unterwegs war. Sie wurde offenbar zufällig in den Gewaltakt verwickelt: Sie saß mit zwei weiteren Niederländern einfach am Nachbartisch.

Von Interpol gesuchter führender Drogenhändler

Die kolumbianischen Behörden vermuteten einen aus dem Drogenkartell-Millieu rührenden Konflikt hinter dem Angriff am Mittwoch. Bei dem toten Brasilianer soll es sich laut «El Tiempo» um Celso Caldas de Lima, einen führenden Kopf in der organisierten Drogenkriminalität handeln,

Caldas de Lima war vor fünf Jahren im Zuge einer Anti-Drogen-Razzia festgenommen worden. Ihm wurde vorgeworfen, Kontakte zwischen dem grössten kolumbianischen Drogenkartell, dem Clan del Golfo, und dem brasilianischen Kartell La Familia do Norte hergestellt zu haben. Von Interpol wurde Caldas de Lima wegen Drogenhandels, Mordes und Erpressung gesucht. Die kolumbianische Polizei machte keine Angaben dazu, warum Caldas de Lima wieder auf freiem Fuss war.

Kolumbien ist der weltweit größte Produzent und Exporteur von Kokain, an der 1600 Kilometer langen Grenze zwischen Kolumbien und Brasilien sind zahlreiche Drogenbanden aktiv.

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