Niedergelassene Ärzte fordern schnellstmöglich allgemeine Impfpflicht

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Stethoskop und Tabletten (AFP/FRANCK FIFE)

Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (Virchowbund) plädiert für die schnellstmögliche Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus. Dies diene "dem individuellen Schutz, der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens und ist ein Zeichen der sozialen Verantwortung", erklärte der Bundesvorsitzende des Verbands, Dirk Heinrich, am Freitag. Dieses Zeichen habe insbesondere das medizinische Personal verdient, für das bereits eine Impfpflicht beschlossen wurde.

"Unsere medizinischen Fachangestellten, die Pflegenden und andere medizinische Berufe haben einen Anspruch auf die Solidarität der Gesellschaft", betonte Heinrich. "Man kann nicht ausgerechnet jene Gruppe im Regen stehen lassen, die im Notfall die schweren Verläufe von Ungeimpften behandeln." Das empfänden viele zu Recht als unsolidarisch. "Sie sind frustriert und spielen mit dem Gedanken, den Beruf zu wechseln."

Deshalb müsse der Bundestag so bald als möglich die allgemeine Impfpflicht beschließen: "Wir haben keine Minute Zeit zu verschenken." Die Aufhebung des Fraktionszwanges sei dabei nicht zielführend. "Denn jetzt geht es nicht mehr um die Diskussion über den besten Weg, sondern um eine klare und schnelle Entscheidung, hinter der sich die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung versammeln kann", so der Verbandschef.

Heinrich verwies darauf, dass bei der Einführung der Impfpflicht für das Gesundheitspersonal im Bundestag bewusst nicht der Weg der "Gewissensentscheidung" gegangen worden sei. Auch die Einführung eines Impfregisters dürfe kein Hemmnis sein: "In Deutschland ist so gut wie alles in Registern erfasst. Jeder kennt das örtliche Einwohnermelderegister, das Grundbuch-Register, das Handelsregister und viele andere bundesweite Verzeichnisse sind längst akzeptiert."

cha/cne

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