Nie wieder TV: Darum beendet Robert Atzorn seine Karriere so abrupt

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Ebenso überraschend wie leise nimmt ein TV-Star seinen Hut: Robert Atzorn verabschiedet sich von Bühne und Kamera. Das sind die Gründe.

Spätestens seit "Unser Lehrer Dr. Specht" in den frühen 90ern kennt in Deutschland so ziemlich jeder TV-Zuschauer Robert Atzorn (72). Auch in den vergangenen Jahren hatte der Mime mit "Nord Nord Mord" noch einen großen Fernseh-Hit. Trotzdem beendet der Star nun seine Karriere endgültig. Nicht einmal öffentliche Auftritte will Atzorn noch absolvieren - und auch keine Fanpost mehr beantworten, wie "goldenekamera.de" am Donnerstag berichtete. Seine letzte Folge von "Nord Nord Mord" am 15. Januar soll heimlich, still und leise auch seinen TV-Abschied bedeuten.

"Ich will nicht vor der Kamera sterben"

Ein außergewöhnlicher Schritt. Auch aus der Sicht von Atzorns Agentin Carola Studlar. "Nach dem Dreh der letzten Episode von 'Nord Nord Mord' zog sich Robert Atzorn mit einer Konsequenz zurück, die ich noch nicht erlebt habe", erklärte sie auf Anfrage der "Hörzu". Nichtsdestotrotz handelt sich aber auch um eine wohlüberlegte Entscheidung. Der Schauspieler habe seine Pläne intern so frühzeitig mitgeteilt, "dass jeder damit planen konnte".

Sorgen müssen sich die Fans nicht machen, wie Atzorn der "Bild" versicherte. "Für mich ist das Kapitel einfach beendet. Ich habe 50 Jahre gearbeitet. Es gibt auch noch etwas anderes im Leben - meine Familie, meine Enkel. Ich möchte nicht auf der Bühne oder vor der Kamera sterben. Jetzt ist es genug."

"Ein Leben ohne Druck"

Warum aber der plötzliche Abschied des beliebten Schauspielers? Atzorns Agentin gibt der "Hörzu" auch in dieser Frage einen Hinweis: Zwar habe es noch interessante Angebote für den TV-Star gegeben - "aber er will sich fortan nur noch seiner Familie und seinen Enkelkindern widmen, also seinem Privatleben. Atzorn führt nun ein Leben ohne Druck, ohne Termine, Interviews und Textlernen", erklärte sie. Offenbar ist es also nach vielen Jahrzehnten auf der Bühne und der Kamera einfach Zeit für den verdienten Ruhestand. Wir wünschen dafür alles Gute.

Dass er bei "Nord Nord Mord" aufhören würde, hatte Atzorn übrigens bereits im Sommer angekündigt. "Ich liebe das Format, aber Kriminalkommissare gehen in der Regel mit 65 in Pension, und um bei der Wahrheit zu bleiben, ich bin da schon lange drüber", sagte der frühere "Tatort"-Kommissar damals "goldenekamera.de". Auch nach dem vollständig Rückzug Robert Atzorns müssen die Zuschauer aber nicht auf das Schauspieltalent der Familie verzichten: Sohn Jens Atzorn (41, "Lena Lorenz") führt das Erbe vor der Kamera weiter.

Foto(s): imago/Future Image