Nicole Kidman fühlte sich bei Dreharbeiten zur neuen Serie erniedrigt

Nicole Kidman fühlte sich bei Dreharbeiten zur neuen Serie erniedrigt

Das aktuelle Projekt von Nicole Kidman ist nicht etwa ein neuer Film, sondern eine Serie. "Big Little Lies" wird von HBO produziert und beschäftigt sich mit dem Schicksal von 'Celeste Wright', die in ihrer Ehe körperlich misshandelt wird. Für Kidman keine leichte Erfahrung.

Im Interview mit dem "W Magazine" spricht die Australierin zum ersten Mal über den Dreh und die brutalen Szenen mit Serien-Ehemann Alexander Skarsgard. Der durfte keine Rücksicht auf Nicole Kidman nehmen und ging sie deshalb grob an. "Ich fühlte mich ungeschützt, verwundbar und extrem erniedrigt", so die Ehefrau von Sänger Keith Urban. "Ich erinnere mich daran, wie ich auf dem Boden des Badezimmers lag, als wir ganz am Ende die Szenen von Episode 7 gedreht haben. Ich lag einfach auf dem Boden und stand auch zwischen den Takes nicht auf. Ich lag da, auf gewisse Art gebrochen, und habe geweint."

Auch das Privatleben von Nicole Kidman wurde durch die intensive Arbeit an "Big Little Lies" beeinflusst: "Immer wenn ich nach Hause ging, schämte ich mich – genau diese Emotionen hat 'Celeste', darin waren wir uns sehr ähnlich." Eine belastende Situation, aber essenziell, um das Ehedrama realistisch darstellen zu können, wie Kidman weiß: "Ich habe es für die Rolle auf mich genommen, weil ich wusste, dass es wichtig war."

Die beklemmende Performance der Darsteller kommt an und Nicole Kidman liegt das Thema häusliche Gewalt sehr am Herzen: "Ich habe ganz erstaunliche E-Mails von Leuten bekommen, die meinten: 'Jetzt verstehe ich, warum die Frauen bleiben, warum Menschen bei ihrem Peiniger bleiben.' Wenn ich damit das Leben eines Einzigen verändern kann, dann ist das das Größte für mich."