Nichts mehr in Butter

Ein gutes französisches Croissant schmilzt im Mund – und das liegt nicht zuletzt an seinem hohen Butteranteil. Bisweilen machte sich das vielleicht auf der Waage bemerkbar, jetzt leidet auch der Geldbeutel.

Da Butter in Frankreich, Deutschland und Österreich knapp geworden ist, klettern die Preise stark in die Höhe.

Was tun? Viele Bäcker sind ratlos, vor allem mit Blick auf die Weihnachtszeit. Der französische Bäckermeister Stéphane Louvard sagt, “man kann den gestiegenen Butterpreis nicht aufs Croissant draufschlagen, denn es gibt Menschen, die wollen jeden Tag ihr Choco-Croissant essen. Daraus wird wohl noch ein Luxus-Artikel.”

Leere Supermarktregale in Frankreich, Österreich und Deutschland. Die Butter, die noch zu haben ist, kostet deutlich mehr: in Disountern 1,99 Euro statt 1,19 wie noch im April. Noch nie war in Deutschland ein 250g-Päckchen so teuer seit der Euro-Einführung.

Erstmal zahle ich monatlich für Butter mehr als für meinen Handytarif  Danke Deregulierung! Trotz enormer Agrarförderung! #butter #ama # pic.twitter.com/ffFupPBVrU— Christian Bartok (@BartokChristian) 19. Oktober 2017

Sahne, Milch und Quark kosten in Deutschland 30% mehr als im Vorjahr.

Das liegt zum einen an den Kühen, die im Sommer weniger Milch geben. Gleichzeitig gibt es eine sehr hohe Milchnachfrage aus dem Ausland, den USA und China. Außerdem ist tierisches Fett beliebter geworden. In der Küche kommen Sahne und Butter als Geschmacksträger häufiger in den Topf. Das spiegelt sich auch in der gesteigerten Käseproduktion wieder. Ein Trendwende ist also erst mal nicht in Sicht.

Wer hat, der kann. #Butter #Rolex pic.twitter.com/qYHb2Vw35c— 451, Lasse (@rainerschund) 23. Oktober 2017

Geschäftsidee no 3:

Vom Familienfest übrig gebliebene #Butter gegen Goldbarren + IPhones eintauschen! #AusGruenden #bestdrunkenidea  pic.twitter.com/xWNGwWcVDG— Mark Lion(Mit K) (@LIONwantsPEACE) 22. Oktober 2017