Nicht ohne BH: "Curvy Supermodel" muss Plakatkampagne für Bahn ändern

Nicht ohne BH: "Curvy Supermodel" muss Plakatkampagne für Bahn ändern

Schon vor dem Start von "Curvy Supermodel" gibt es Trubel um die Show: Die Deutsche Bahn wollte ein Werbemotiv für die RTL2-Sendung nicht auf ihren Werbeflächen erlauben. Der Grund: zu viel nackte Haut! Doch die Bahn und der Sender haben nun scheinbar einen Kompromiss gefunden.

Ab 17. Juli startet die Castingshow "Curvy Supermodel" auf RTL2. Logisch, dass der Sender vorab kräftig die Werbetrommel rührt. Unter anderem sollten Zuschauer mit einem aufreizenden Werbeplakat für die Show gewonnen werden. Auf dem betroffenen Bild bedeckten die Models ihre weiblichen Rundungen mit wenig Stoff, nämlich nur mit einem Höschen. Ihre Brüste versteckten die Ladys hinter ihren Händen – zu viel nackte Haut für die Offiziellen der Deutschen Bahn, wie "Bild" berichtet.

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Die Lösung: ein BH. Innerhalb kürzester Zeit fand ein neues Shooting statt. Bei der neuen Kampagne tragen die Mädels alle nun zweiteilige Unterwäsche. "Es freut mich, dass wir es geschafft haben, schnell ein neues Format zu kreieren – mit BH. Ich hoffe, dass der Kompromiss der Bahn nun reicht, damit das für viele Frauen sehr wichtige Thema 'Body Positivity' doch noch an alle geht", erklärte RTL2-Marketingchef Carlos Zamorano der Zeitung.

In der Öffentlichkeit sorgte die Ablehnung der Bahn für einen kleinen Shitstorm. Auch die Models zeigten sich nicht gerade erfreut. "Warum wird es als zu sexy angesehen, wenn kurvige Frauen sich nackt zeigen? Plakate von klassischen Models in solchen Posen hängen überall und keiner regt sich auf," fragte sich "Curvy Supermodel"-Teilnehmerin Aurelie. Kollegin Anja äußerte sich ähnlich kritisch: "Ich finde es übertrieben, dass die Motive ausgetauscht werden mussten."