Nicht nur Europa: In diesen Ländern hat der ESC die meisten Fans

Magnet für Feierlaunige und Popfans aus aller Welt: Der Eurovision Song Contest. (Bild: Getty Images)

Der Eurovision Song Contest ist ein Kultevent, das Anhänger in aller Welt hat. Neben Australien gelten unter anderem Länder wie Indien und Israel als besonders ESC-verrückt.

An diesem Samstag heißt es wieder einmal „Douze Points“: Dann rauschen schrille Sänger in noch schrilleren Kostümen über die Bühne, und Menschen auf der ganzen Welt verfolgen den Eurovision Song Contest zu Hause am Fernseher oder gemeinsam in Bars vor Großbildleinwänden. Insgesamt 180 Millionen Menschen schalten im Schnitt ein, wenn die Finalteilnehmer jedes Jahre ihre Songs präsentieren.

Neben den teilnehmenden Ländern wird der Song Contest aber auch in fernere Regionen übertragen, darunter Ägypten, Südkorea, Neuseeland, Kanada, Jordanien, Hongkong und Indien. In vielen dieser Länder hat der ESC zahlreiche Fans. Australien, ein Land, in dem sich der Gesangswettbewerb bekanntermaßen seit Jahren großer Beliebtheit erfreut, ist seit 2015 selbst zur Teilnahme berechtigt – eben weil man in Down Under seit jeher so scharf auf den Wettbewerb ist.

Der ESC begann als Schlager-Grandprix und ist heute ein Mega-Event. (Bild: Getty Images)

Doch warum hat der ESC immer mehr außer-europäische Fans? Laut BBC pilgern jedes Jahr hunderte Menschen aus Übersee zum Finale nach Europa, um live mit dabei zu sein, wenn der neue Sieger gekürt wird. Ein Grund ist die durch die Globalisierung und Technisierung voranschreitende Vernetzung der Welt. So wird etwa die Fußballbundesliga mittlerweile auch in den USA und China übertragen – und gewinnt dort Millionen neuer Fans, die in ihrem Urlaub oft nach Deutschland kommen, um Teams wie den FC Bayern live zu sehen. Umgekehrt begeistern sich immer mehr Europäer für amerikanische Sportarten wie Football, Basketball und Baseball.

In den USA begeistert man sich nicht nur für den FC Bayern München und den BVB: 2016 wurde der ESC dort das erste Mal übertragen. Auch dieses Jahr strahlt der US-Sender Logo TV das Finale am Samstag aus. In Asien ist der ESC teilweise so beliebt, dass es mittlerweile Pläne für ein Spin-off gibt. Unter dem Arbeitstitel „Eurovision Asia“ sollen Länder wie Indien, China und Südkorea die Chance bekommen, einen eigenen Wettbewerb auszurichten, wie das Portal pinknews.co.uk berichtet.

Wer das Finale des 63. Eurovision Song Contest, das am Samstag in Lissabon stattfindet, sehen will, kann dies von nahezu überall auf der Welt tun. Via Stream auf der offiziellen Webseite eurovision.de ist der Empfang weltweit möglich – Geoblocking gibt es bei der Übertragung nicht.

Nur China machte eine Ausnahme und bekommt nun die Quittung. Da zwei Männer sich bei der Performance umtanzten und Händchen hielten, wurde der irische Beitrag in China nicht gezeigt, ebenso der aus Albanien und Teile des Schweizer Beitrags. Der irische Act verherrliche Homosexualität und Albanien und die Schweiz hätten Tattoos zur Schau gestellt. Beides war in China nicht gern gesehen und daher zensiert worden. Nun reagierte der europäische Sendeverbund und verbietet die Übertragung des Finales in China komplett.