So viel Legionärs-Power steckt im deutschen WM-Kader

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So viel Legionärs-Power steckt im deutschen WM-Kader
So viel Legionärs-Power steckt im deutschen WM-Kader

Viel Legionärs-Power aus Nordamerika, Russland und Schweden - und viele Sieger-Gene aus berühmten Eishockey-Familien.

Bei der 84. Eishockey-Weltmeisterschaft in Lettland (ab heute, 21. Mai bis 6. Juni LIVE auf SPORT1) will das Team von Bundestrainer Toni Söderholm ordentlich für Furore sorgen (Alles zur Eishockey-WM 2021).

Mit dem ersten Gruppenspiel gegen Italien geht es heute los - wer mischt alles mit beim deutschem Team? (Eishockey-WM: Deutschland - Italien ab 15 Uhr LIVE im TV und im Stream)

Legionäre aus NHL, KHL, AHL und Schweden

Auch wenn Leon Draisaitl, Dominik Kahun und Tim Stützle fehlen, steckt im Kader viel Qualität: An der Seite der besten deutschen Spieler aus der Penny DEL stehen NHL-Crack Tobias Rieder, dazu die Top-Talente Moritz Seider und Lukas Reichel, die dort hinstreben.

Zusammen mit Routiniers wie Kapitän Moritz Müller, dem zweimaligen Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl oder Korbinian Holzer, der ebenfalls lange in der NHL aktiv war und mittlerweile in der KHL auf Puckjagd geht, will die DEB-Auswahl bei der Titelvergabe ein Wörtchen misprechen.

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SPORT1 stellt den DEB-Kader für die WM 2021 in Lettland vor:

Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft: WM-Kader - Torhüter:

Felix Brückmann (16. Dezember 1990 - Adler Mannheim): Der Goalie kommt in absoluter Topform zum DEB-Team. In der DEL-Hauptrunde 2021 glänzte er mit der besten Fangquote (93,59 Prozent) und dem niedrigsten Gegentorschnitt (1,53).

Matthias Niederberger (26. November 1992 - Eisbären Berlin): Beim Titelgewinn der Berliner war Niederberger ein sicherer Rückhalt. In der Hauptrunde gelangen ihm 5 Shutouts - mehr als jedem anderen DEL-Goalie. Auch in den Playoffs gelang ihm als einziger Torhüter ein Spiel ohne Gegentor.

Niklas Treutle (29. April 1991 - Nürnberg Ice Tigers): Der gebürtige Nürnberger gehört bereits seit Jahren zu den besten seiner Zunft in Deutschland. Zudem ist er der bislang einzige Nürnberger, der es in die NHL geschafft hat (2015/16: 2 Spiele für die Arizona Coyotes)

Verteidiger:

Dominik Bittner (10. Juni 1992 - Grizzlys Wolfsburg): Spätes Glück einer schwierigen Saison für den Verteidiger! Wegen einer Bauchmuskelverletzung absolvierte er nur 29 von 47 Hauptrundenspielen in der DEL. Aber er überzeugte mit den Wolfsburg Grizzlies und wurde dafür mit seiner ersten WM-Nominierung belohnt.

Marcel Brandt (8. Mai 1992 - Straubing Tigers): Der Verteidiger absolvierte die erfolgreichste Spielzeit seiner Karriere. Mit neun Toren und 20 Assists wurde der Dingolfinger zum DEL-Verteidiger des Jahres gewählt. Dazu war er mit 21 Minuten und 57 Sekunden pro Spiel der Dauerbrenner der Straubinger.

Leon Gawanke (31. Mai 1999 - Manitoba Moose): Der 21-Jährige wurde 2017 im Draft von den Winnipeg Jets ausgewählt und ist seit 2019 beim Farmteam Manitoba Moose aktiv. Die U20-WM 2018 schloss er als Führender der Plus/Minus-Wertung ab.

Korbinian Holzer (16. Februar 1988 - Awtomobilist Jekaterinburg): Er ist einer der absoluten Routiniers im DEB-Team. Neun Spielzeiten absolvierte er in der NHL für die Toronto Maple Leafs, Anaheim Ducks und Nashville Predators. Nun zeigt er in der KHL in Russland sein Können. Für den DEB hat er bereits 70 Einsätze auf dem Buckel.

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Jonas Müller (19. November 1995 - Eisbären Berlin): Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang hatte Müller maßgeblichen Anteil am Silbermärchen des DEB-Teams. Im Finale gegen Russland sorgte er gut drei Minuten vor dem Ende sogar für die 3:2-Führung und ließ Deutschland an der Sensation schnuppern.

Moritz Müller (19. November 1986 - Kölner Haie): Er ist der Kapitän und gehört seit vielen Jahren zum Führungskreis der Nationalspieler. Als älterster Spieler mit der Erfahrung von 158 Länderspielen ein wichtiger Ansprechpartner von Trainer Toni Söderholm.

Marco Nowak (23. Juli 1990 - Düsseldorfer EG): Der 30-Jährige absolvierte bereits weit über 500 DEL-Spiele und gehört seit Jahren zu besten Verteidigern der Liga. Trotzdem hat der gebürtige Dresdner erst acht WM-Spiele für Deutschland auf dem Konto. 2021 ist erst sein zweites WM-Turnier in der A-Nationalmannschaft.

Moritz Seider (6. April 2001 - Rögle BK): Trotz seiner jungen Jahre ist das Supertalent schon ein Leistungsträger bei Rögle BK. In der vergangenen Saison wurde er in der starken schwedischen Liga als Verteidiger des Jahres ausgezeichnet. Vor allem mit seiner Physis und unglaublichen Übersicht überzeugt er die Experten. SPORT1-Experte Rick Goldmann glaubt, dass er der WM seinen Stempel aufdrücken kann.

Fabio Wagner (17. September 1995 - ERC Ingolstadt): Bereits sein Vater Bernd Wagner war als Verteidiger in der Nationalmannschaft aktiv. In seiner ersten Profi-Saison 2013/14 wurde er zum Rookie des Jahres in der DEL gekürt.

Stürmer:

Lean Bergmann (4. Oktober 1998 - San Jose Sharks): Seit 2019 steht der Linkshänder bei den San Jose Sharks unter Vertrag und absolvierte seitdem 13 Einsätze in der NHL. Dazu kommt er in der American Hockey League (AHL) für die San Jose Barracuda, das Farmteam der Sharks, zum Einsatz. In der Saison 2018/19 wurde er als DEL-Rookie des Jahres nominiert, unterlag aber Moritz Seider.

Andreas Eder (20. März 1996 - Straubing Tigers): Der Stürmer wurde 2017 erstmals in die deutsche Nationalmannschaft berufen und nahm am Deutschland Cup teil, wo er zwei Spiele bestritt.

Markus Eisenschmid (22. Januar 1995 - Adler Mannheim): Bereits 2013 wurden die Scouts in Nordamerika auf Eisenschmid aufmerksam. Am Ende sicherten sich die Medicine Hat Tigers im CHL Import Draft die Dienste des Stürmers. Nach Stationen bei den Montreal Canadiens und deren Farmteam Rocket de Laval wechselte er 2018 in die DEL, wo er in seiner ersten Saison in 50 Spielen 20 Tore und 22 Assists verbuchen konnte.

Daniel Fischbuch (19. August 1993 - Düsseldorfer EG): In seiner sensationellen Saison 2019/20 – mit 48 Scorern punktbester Spieler der Nürnberg Ice Tigers – wurde er für den Deutschland Cup 2019 erstmals in das DEB-Team berufen.

Maximilian Kastner (3. Januar 1993 - EHC Red Bull München): Maximilian Kastner zog sich im letzten Hauptrundenspiel für den EHC Red Bull München einen Innenbandanriss zu und verpasste so die Vorbereitungsspiele gegen Tschechien. Trotzdem wollte Toni Söderholm nicht auf die Dienste des Stürmers verzichten.

Nicolas Krämmer (23. Oktober 1992 - Adler Mannheim): Der Linkshänder hat das Eishockey in die Wiege gelegt bekommen. Er ist der Neffe der Legende Gerd Truntschka, die mit 943 Assists die meisten Vorlagen der Eishockey-Bundesliga (1958 bis 1994) gab.

Tom Kühnhackl (21. Januar 1992 - Bridgeport Sound Tigers/AHL): Der Sohn von IIHF-Hall-of-Fame-Mitglied Erich Kühnhackl bestreitet seine erste WM - trotz seiner 29 Jahre. Verletzungen und seine konstanten Teilnahmen an den NHL-PLayoffs verhinderten jedoch bislang eine größere DEB-Karriere. Aber mit seinem Siegtor in der Olympiaqualifikation 2018 machte er erst den Silbercoup möglich - wegen einer Schulterverletzung war er nicht daran beteiligt.

Stefan Loibl (24. Juni 1996 - Adler Mannheim): Der 24-Jährige spielte seine erste Saison bei den Adler Mannheim und kam direkt in 34 Spielen zum Einsatz. Der gebürtige Straubinger kam dabei auf sechs Tore und 16 Vorlagen.

Marcel Noebels (14. März 1992 - Eisbären Berlin): Der Stürmer ist die personifizierte Torgefahr. In der Meistersaison der Eisbären war er mit 42 Scorerpunkten der effektivste Spieler der Hauptstädter.

John Peterka (14. Januar 2002 - EHC Red Bull München): Er ist Bestandteil des hochgelobten Jahrgangs 2002. Seinen ersten internationalen Einsatz im DEB-Trikot hatte er im Alter von 16 Jahren für die U18. 2020 wurde er an 34. Stelle von den Buffalo Sabres gezogen, spielt seit der Spielzeit 2020/21 allerdings leihweise beim EC Red Bull Salzburg. Bei der U20-WM zum Jahreswechsel war er fünftbester Scorer.

Leonhard Pföderl (1. September 1993 - Eisbären Berlin): Beim Spengler Cup 2018 erreichte er mit den Nürnberg Ice Tigers das Halbfinale und wurde in das All-Star-Team gewählt. Sein erstes großes Turnier für das DEB-Team waren die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang.

Matthias Plachta (16. Mai 1991 - Adler Mannheim): Auch bei Matthias Plachta ist Eishockey Familientradition. Bereits sein Vater Jacek war langjähriger DEL-Spieler. 2015 wagte er den Sprung nach Nordamerika und kam bei den Springfield Falcons und Wilkes-Barre/Scranton Penguins zu insgesamt 76 AHL-Einsätzen.

Lukas Reichel (17. Mai 2002 - Eisbären Berlin): Er ist der Benjamin im deutschen Team und gibt gegen Italien sein WM-Debüt. Seine Karriere hat aber schon rasant an Fahrt gewonnen. Beim NHL Draft 2020 wurde er an 17. Stelle von den Chicago Blackhawks ausgewählt. 2021 feierte er mit den Eisbären Berlin den deutschen Meistertitel. Er ist der Sohn des ehemaligen deutschen Nationalspielers Martin Reichel und Neffe des tschechischen Olympiasiegers und langjährigen NHL-Profis Robert Reichel.

Tobias Rieder (10. Januar 1993 - Buffalo Sabres): Der Stürmer der Buffalo Sabres bestreitet bereits seine fünften internationalen Titelkämpfe und gehört damit zu den Routiniers im deutschen Team. Der einzige aktuelle NHL-Stammspieler im DEB-Kader kam in dieser Saison auf fünf Tore und zwei Assists.

Frederik Tiffels (20.Mai 1995 - Kölner Haie): Der Stürmer kommt bereits seit 2017 im DEB-Team zum Einsatz. Sein wichtigstes Tor war das 4:3 im Penaltyschießen gegen Lettland im letzten Gruppenspiel. Dadurch zog Deutschland in das Viertelfinale ein.

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