NFL: Week 11: Pats dominieren in Mexiko - Saints sensationell

Die Saints sind einfach nicht zu stoppen! Auch gegen die Redskins in Week 11 hält die Serie, doch sie müssen lange zittern. Die Patriots dominieren die Raiders in Mexiko. Die Chiefs stolpern dagegen im Big Apple, während die Vikings das Top-Duell in der NFC gewinnen. Die Jaguars entgehen einer Blamage und die Buccaneers gewinnen das Nachholspiel aus Week 1. Die Bills blamieren sich hingegen nach allen Regeln der Kunst.

Die Saints sind einfach nicht zu stoppen! Auch gegen die Redskins in Week 11 hält die Serie, doch sie müssen lange zittern. Die Patriots dominieren die Raiders in Mexiko. Die Chiefs stolpern dagegen im Big Apple, während die Vikings das Top-Duell in der NFC gewinnen. Die Jaguars entgehen einer Blamage und die Buccaneers gewinnen das Nachholspiel aus Week 1. Die Bills blamieren sich hingegen nach allen Regeln der Kunst.

Seite 1: Pats dominieren in Mexiko - Peterman- und McDermott-Debakel

Teams in der Bye Week: Jets, Colts, 49ers, Panthers

Oakland Raiders (4-6) - New England Patriots (8-2)

Ergebnis: 8:33 (0:7, 0:10, 0:13, 8:3) BOXSCORE

  • Die Patriots-Offense-Maschine lief auch in Mexiko auf Hochtouren. Schon der erste Drive war nichts anderes als beeindruckend. In einem 7-Minuten-Drive aus der No-Huddle-Offense marschierte man das Feld für einen 15-Yard-Catch-and-Run-Score durch Dion Lewis herunter.
  • Tom Brady (30/37, 339 YDS, 3TD) zeigte sich dabei äußerst effektiv und begann das Spiel mit 11 erfolgreichen Pässen. So passierte er zum 15. Mal in seiner Karriere die 3.000-Yards-Marke in einer Saison. Vor ihm haben das nur Brett Favre (18) und Peyton Manning (16) geschafft.
  • Ein weiterer Mann, der von der Luft in Mexiko profitierte, war Stephen Gostkowski. Der erzielte zum Ende der ersten Halbzeit ein Field Goal aus 62 Yards. Dieses wäre aber auch locker aus 70 Yards gegangen. Die Höhenluft sollte auch bei den künftig häufiger vorkommenden Spielen in Mexiko einen Einfluss haben.
  • Und die Raiders? Die scheiterten Mal um Mal an der weiterhin stark verbesserten Patriots-Defense. Zumindest ein bisschen Hilfe bekam Derek Carr (28/49, 237 YDS, TD, INT) aber endlich vom Running Game. Hier lief man gerade in der ersten Halbzeit ordentlich und später insgesamt für 109 Yards. Auf der defensiven Seite gab es auch im zehnten Spiel keine Interception zu verzeichnen.

Los Angeles Chargers (4-6) - Buffalo Bills (5-5)

Ergebnis: 54:24 (10:7, 27:0, 10:3, 7:14) BOXSCORE

  • Es hätte wohl nicht schlimmer kommen können, für Rookie Nathan Peterman (6/14, 66 YDS) und das Bills-Coaching Staff. Etwas überraschend degradierte Head Coach Sean McDermott Tyrod Taylor unter der Woche, obwohl Buffalo mitten im Playoff-Rennen steckt. Dass die Idee nicht die beste war, zeigte sich in Los Angeles dann schon früh.
  • Peterman startete direkt mit einer Interception. Es sollte lange nicht die einzige bleiben. Der Playcaller warf im ersten Viertel noch zwei weitere Male in die falschen Hände. Zum Ende der ersten Halbzeit waren es dann schon fünf. Ein kleiner Vergleich: Peterman warf in 8 Passversuchen so viele Picks wie Taylor in 254.
  • Nach den offensiven Schlampigkeiten konnte die Bills-Defense dann keinen Widerstand leisten. Die zuletzt schon schwach aufspielende Einheit hatte zur Halbzeit eine unschöne Statistik parat. In den zwei Vierteln des ersten Durchgangs und den acht vorigen hatte man mit 115 Punkten so viele zugelassen, wie in den ersten 28 der Saison.
  • Im dritten Viertel erkannte McDermott seinen Fehler dann und setzte wieder auf Taylor (15/25, 158 YDS, TD - 4 CAR, 38 YDS, TD). Auch er ließ den Ball nach einem Hit von Joey Bosa fallen. Die Chargers kamen zu ihrem ersten sechs-Turnover-Spiel seit 1990.
  • Philip Rivers (20/32, 251 YDS, 2TD) profitierte von der vollkommen verunsicherten Truppe und setzte Wide Receiver Keenan Allen (12 REC, 159 YDS, 2TD) in Szene. Der hatte das fünfte Spiel seiner Karriere mit mindestens zwei Touchdown-Recepetions.
  • Schlechte Nachrichten gab es für die Bills aber noch weitere. Neuzugang Kelvin Banjamin musste das Spielfeld im ersten Drive mit einer Knieverletzung verlassen. Micah Hyde traf das gleiche Schicksal dann zum Start der zweiten Halbzeit.

Denver Broncos (3-7) - Cincinnati Bengals (4-6)

Ergebnis 17:20 (7:6, 0:7, 3:0, 7:7) BOXSCORE

  • Das Spiel begann in einer eigenartigen Sequenz. Nachdem ein Bengals-Drive mit einem geblockten Punt endete, kamen die Broncos bis tief in die Red Zone. Hier fing Dre Kirkpatrick einen Borck-Osweiler-Pass in der Endzone ab und returnierte ihn, bis der Corner den Ball an Denvers 14-Yard-Linie fallen ließ. Kirkpatrick sammelte den Ball dann aber selbst wieder an der 1-Yard-Linie auf. Es war mit 101 Yards die längste Interception in der Geschichte der Liga, die nicht in einem Pick-6 endete. Andy Dalton (15/25, 154 YDS, 3TD) warf daraufhin einen Touchdown-Pass auf Tyler Kroft. Der PAT wurde nicht verwertet.
  • Die Broncos antworteten daraufhin mit einem 75-Yard-Drive und einem Score von C.J. Anderson. Es war der erste Touchdown Denvers im ersten Viertel seit Week 4. Generell sah die Offense unter Brock Osweiler (23/42, 254 YDS, TD, INT) verbessert aus. Lange lief man aber zweier Turnover hinterher. Von einem statistischen Standpunkt waren die Broncos nämlich das bessere Team.
  • Die Bengals verbrachten ohne Rushing Game (49 YDS) viel zu wenig Zeit auf dem Platz und mussten am Ende nochmal zittern. Doch auch ohne eine guten offensiven Leistung hat man seine Playoff-Chancen eindeutig verbessern können. Die Broncos hingegen verlieren ihr sechstes Spiel in Serie.

Minnesota Vikings (8-2) - Los Angeles Rams (7-3)

Ergebnis: 24:7 (0:7, 7:0, 0:0, 17:0) BOXSCORE

  • Lange Zeit war die Partie offen, bis dann Adam Thielen das Play des Spiels im vierten Viertel lieferte. Nach einem Pass von Case Keenum ließ er seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung aussteigen und sprintete dann zu einem 65-Yard-Touchdown-Catch in die Endzone zum 21:7 für Minnesota.
  • Thielen überzeugte insgesamt mit sechs Receptions für 123 Yards und einem Touchdown. Auf dem Boden lief derweil Latavius Murray für 95 Yards für Minnesota.
  • Die Vikings-Defense hielt eine der besten Offenses der Liga deutlich in Schach: Die Rams erzielten nur 254 Yards - die Vikings hatten 451! Star-Running-Back Todd Gurley lief für ganze 37 Yards (TD).
Seite 2: JAX-D rettet Bortles - Hundley-Desaster

Chicago Bears (3-7) - Detroit Lions (6-4)

Ergebnis: 24:27 (10:0, 7:21, 0:0, 7:6) BOXSCORE

  • Dramatisches Ende im Soldier Field: Mit drei Sekunden auf der Uhr hatte Connor Barth die Chance zum Ausgleich für Chicago, doch sein 46-Yard-Versuch segelte deutlich vorbei.
  • Zuvor hatte Matt Prater zugunsten der Lions mit 1:40 Minuten zu spielen noch erfolgreich aus 52 Yards getroffen und damit den Endstand von 27:24 für Detroit hergestellt.
  • Der Fumble-Return-Touchdown von D.J. Hayden war Detroits siebter Non-Offensiv-Touchdown (5 Defense, 2 Special Teams) der Saison. Damit führen die Lions die NFL an.
  • Die Lions ließen defensiv zum zweiten Mal in Serie mehr als 200 Yards auf dem Boden (222 YDS) zu.

Cleveland Browns (0-10) - Jacksonville Jaguars (7-3)

Ergebnis: 7:19 (0:7, 7:3, 0:0, 0:9) BOXSCORE

  • Zweifelhafte Ehre für die Jaguars: Sie sind erst das zweite NFL-Team, das zwei aufeinanderfolgende Saisons mit 0-10 begonnen hat. Zuvor schafften dies nur die Tampa Bay Buccaneers in den Jahren 1976 und 1977. Im amerikanischen Sport "gelang" dies sonst nur den Edmonton Oilers in den Jahren 1983 und 1984 in der NHL.
  • Kurz vor der Pause verschoss Josh Lambo einen 41-Yard-Field-Goal-Versuch aufseiten der Jaguars. Es war sein erster vergebener Versuch überhaupt für Jacksonville.
  • Leonard Fournette spielte, nachdem er mit Knöchelproblemen lange fraglich war und erst kurz vor dem Spiel grünes Licht bekam. Er lief dann für 111 Yards.

Green Bay Packers (5-5) - Baltimore Ravens (5-5)

Ergebnis: 0:23 (0:0, 0:6, 0:7, 0:10) BOXSCORE

  • Die Packers lieferten eine historisch schlechte Vorstellung ab und kassierten ihren ersten Shutout seit 2006.

  • Die Packers gingen auch so schlecht wie lange nicht mehr mit dem Ball um: Erstmals seit 1990 gegen die Bears leisteten sie sich fünf Turnovers und sechs Sacks. Der Quarterback damals: Anthony Delwig.

  • Brett Hundley warf insgesamt drei Interceptions und verlor auch noch einen Fumble. Sein Passer Rating lag anschließend bei 43,6.

  • Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Linebacker Clay Matthews an der Leiste und kam nach der Pause nicht mehr aus der Kabine.

  • Die Ravens wiederum haben ihren dritten Shutout des Jahres hingelegt. Das gelang in den letzten 30 Jahren nur vier anderen Teams: den Redskins (1991), Ravens (2000), 49ers (2001) und Patriots (2003). Nur die 49ers gewannen danach nicht den Super Bowl!

Houston Texans (4-6) - Arizona Cardinals (4-6)

Ergebnis: 31:21 (0:0, 10:14, 7:7, 14:0) BOXSCORE

  • Tom Savage (22/32, 230) warf für zwei Touchdowns und leistete sich eine Interception. Durch den Erfolg schaffte er seinen ersten Sieg der Saison, seinen zweiten überhaupt als Starter in der NFL.
  • Bitter-süßer Auftritt für D'Onta Foreman. Der Rookie-Running-Back der Texans erzielte seine ersten zwei Touchdowns in der NFL überhaupt. Beim zweiten allerdings verletzte er sich wohl am Bein oder sogar der Achillessehne und musste raus.
  • Auf Seiten der Cardinals war es Ricky Seals-Jones, der seine ersten zwei NFL-Touchdowns fing. Der Tight End war ein Undrafted-Rookie-Free-Agent vor dieser Saison.
  • Cardinals-Wide-Receiver Larry Fitzgerald hat mit einem Touchdown früh im Spiel Geschichte geschrieben: Er überholte Tony Gonzalez auf der All-Time-Receiving-Liste und hat somit die fünftmeisten Yards in der Geschichte der NFL gefangen.
Seite 3: Giants-Upset - Saints mit Sensations-Comeback

Miami Dolphins (4-6) - Tampa Bay Buccaneers (4-6)

Ergebnis: 20:30 (7:3, 0:17, 6:0, 7:10) BOXSCORE

  • Nachdem Hurrikan Irma diese Begegnung zum Start der Saison unmöglich gemacht hatte, wurde die Partie nun in Week 11 nachgeholt.
  • Die Buccaneers führten zur Pause komfortabel mit 20:7, doch die Dolphins machten es nach und nach wieder spannend. Ein 61-Yard-Touchdown-Catch von Kenny Stills sorgte schließlich im vierten Viertel für den 20:20-Ausgleich. Anschließend jedoch gingen die Bucs wieder per Field Goal in Führung und machten durch eine Fumble-Recovery in der gegnerischen Endzone von Adarius Glanton Sekunden vor Schluss den Deckel drauf.
  • Jay Cutler erwischte einen rabenschwarzen Tag für Miami: Er spielte nur eine Halbzeit und warf drei Interceptions. Anschließend musste er mit einer Gehirnerschütterung das Spielfeld verlassen. Backup Matt Moore warf dann für 282 Yards und einen Touchdown, brachte sein Team damit wieder ran.

New York Giants (2-8) - Kansas City Chiefs (6-4)

Ergebnis: 12:9 OT (0:0, 6:3, 0:0, 3:6, 3:0) BOXSCORE

  • Die Story vor dem Spiel war aus Sicht der Chiefs Andy Reids großartige Bilanz nach Bye-Weeks. Die Pleite nun war erst die dritte (16-3) in seiner Karriere als Head Coach!
  • Besonders die Offense hatte große Probleme mit den Giants und schaffte es selbst in der Overtime nicht, auch nur einen einzigen Touchdown zu erzielen. Mehr noch: Sie leistete sich drei Interceptions. Eine davon ging sogar aufs Konto von Tight End Travis Kelce bei einem Trickspielzug.
  • Der Kelce-Pass war erst der zweite in diesem Jahr, der nicht von Alex Smith (2 INT) geworfen wurde. Und beide wurden vom Gegner abgefangen - Tyreek Hill hatte den ersten Pick gegen die Broncos in Week 8 geworfen. Auf der anderen Seite warf Running Back Shane Vereen ebenfalls eine Interception!
  • Die Chiefs glichen die Partie nach zähem Kampf erst mit einem Field Goal innerhalb der letzten zwei Minuten durch Harrison Butker aus. Die Giants wiederum gewannen die Partie letztlich durch ein 23-Yard-Field-Goal von Aldrick Rosas.

New Orleans Saints (8-2) - Washington Redskins (4-6)

Ergebnis: 34:31 OT (10:10, 3:7, 0:7, 18:7, 3:0) BOXSCORE

  • Die Saints schafften ein dramatisches Comeback im vierten Viertel nach klarem Rückstand. Alvin Kamara fig einen 18-Yard-Touchdown-Pass von Drew Brees. Anschließend gelang Kamara auch noch die 2-Point-Conversion zum Ausgleich. In der Overtime traf denn Will Lutz aus 28 Yards zum Sieg für New Orleans.
  • Die Saints haben nun ihre letzten acht Spiele in Serie gewonnen und sind erst das zweite Team überhaupt in der NFL, das nach einem 0-2-Start acht Spiele in Serie gewann. Das andere waren die Bears im Jahr 1947.
  • Den Redskins gehen allmählich die Running Backs aus. Nun erwischte es auch noch Chris Thompson, der nach der Verletzung von Rob Kelley den Start bekam. Er musste mit einer Verletzung am linken Bein abtransportiert werden. Rookie Samaje Perine (117 YDS) gelang derweil sein erster Touchdown in der NFL.
  • Mark Ingram überragte mal wieder auf dem Boden und lief für 134 Yards und einen Touchdown bei den Saints. Zudem fingen sowohl Coby Fleeners als auch Michael Thomas jeweils Pässe für 91 Yards.

Dallas Cowboys (5-5) - Philadelphia Eagles (9-1)

Ergebnis: 9:37 (6:7, 3:0, 0:16, 0:14) BOXSCORE

Analyse: Eagles nach Startschwierigkeiten weiter Spitze

Pittsburgh Steelers (8-2) - Tennessee Titans (6-4)

Ergebnis: 40:17 (10:7, 6:0, 7:10, 17:0) BOXSCORE

Analyse: Offense-Explosion! Steelers walzen über Tennessee

Seattle Seahawks (6-4) - Atlanta Falcons (6-4)

Ergebnis: 31:34 (7:14, 10:10, 6:7, 8:3) BOXSCORE

Analyse: Thriller! Falcons gewinnen Kracher in Seattle

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