NFL: Preseason Week 4: Böhringer! Offense und Catch zum Abschluss

Week 4 der Preseason steht in jedem Jahr im Zeichen der Backups und der Kämpfe um die letzten Kader-Plätze, ehe alle NFL-Teams dann von 90 auf 53 Spieler runter kürzen müssen. Die Zwischenstufe - der Cut auf 75 Spieler - gibt es nicht mehr, umso schärfer der Konkurrenzkampf. Dabei schrammen die Jets nur knapp am nächsten Desaster vorbei, Jacoby Brissett liefert eine Show, den Browns gelingt ein Shutout. Moritz Böhringer erhält schließlich doch mehr Zeit mit der Offense - mit gemischten Ergebnissen.

Week 4 der Preseason steht in jedem Jahr im Zeichen der Backups und der Kämpfe um die letzten Kader-Plätze, ehe alle NFL-Teams dann von 90 auf 53 Spieler runter kürzen müssen. Die Zwischenstufe - der Cut auf 75 Spieler - gibt es nicht mehr, umso schärfer der Konkurrenzkampf. Dabei schrammen die Jets nur knapp am nächsten Desaster vorbei, Jacoby Brissett liefert eine Show, den Browns gelingt ein Shutout. Moritz Böhringer erhält schließlich doch mehr Zeit mit der Offense - mit gemischten Ergebnissen.

Seite 1: Böhringer im Einsatz, Offensiv-Flaute in Atlanta und in Indianapolis

Minnesota Vikings (2-2) - Miami Dolphins (2-2) 9:30 (0:7, 6:16, 0:0, 3:7) BOXSCORE

  • Es war bislang eine schwierige Vorbereitung für Moritz Böhringer. Der Deutsche konnte sich zuletzt kaum für Snaps empfehlen, war in der Preseason nahezu komplett unauffällig - selbst sein Platz im Practice Squad ist längst nicht mehr sicher. Insofern war das letzte Preseason-Spiel für Böhringer ein besonders wichtiger Test, mit gemischten Ergebnissen.
  • Zunächst stand er erneut nur im Special Team auf dem Platz, später aber erhielt er auch Snaps mit der Offense, vor allem bei 3-Receiver-Sets. Dabei hatte er zunächst kaum eine echte Chance auf einen Catch, Quarterback Mitch Leidner (14/19, 129 YDS) scannte meist nur die andere Seite des Feldes. Das änderte sich, als Böhringer auch auf der rechten Seite aufgeboten wurde. Dabei sah er zumindest einige Targets, den einzig fangbaren Pass darunter fing er für sechs Yards Raumgewinn. Es war sein erster Catch auf einem NFL-Feld. Ansonsten waren zwei klare Overthrows sowie ein an der Line of Scrimmage abgefälschter Pass dabei. Insbesondere im Run-Blocking offenbarte Böhringer derweil noch deutliche Probleme.
  • Zu Beginn noch war das Receiving-Corps der Vikes deutlich besser besetzt: Laquon Treadwell und Michael Floyd starteten, genau wie Quarterback Taylor Heinicke (9/20, 93 YDS, TD). Der dominanteste Receiver aber war Cayleb Jones mit neun Receptions für 127 Yards sowie einem Touchdown. Terrell Newby (14 ATT, 34 YDS) erhielt die ersten Running-Back-Snaps.
  • Miamis Antwort darauf? Jakeem Grant! Mit vier Receptions für 141 Yards und einem Touchdown zerstörte er Minnesotas Secondary in der ersten Hälfte, zusätzlich dazu zog er noch mehrere Strafen.
  • So verhalf er dem sehr gut aufgelegten David Fales - neben Jay Cutler wurde auch Matt Moore geschont - zu einer beachtlichen Stat-Line (12/20, 193 YDS, 3 TDs). Kenyan Drake (8 ATT, 27 YDS, TD) hinterließ früh im Spiel erneut einen guten Eindruck.

Indianapolis Colts (2-2) - Cincinnati Bengals (1-3) 7:6 (0:0, 0:6, 0:0, 7:0) BOXSCORE

  • Viel gibt es nicht zu berichten aus einem vor allem offensiv mitunter grausamen Spiel. Bei den Colts war Scott Tolzien (4/5, 24 YDS), der den noch verletzten Andrew Luck mutmaßlich auch zum Auftakt der Regular Season vertreten wird, noch der solideste. Dahinter wurde es mit Stephen Morris (2/5, 51 YDS) und Phillip Walker (2/9, 29 YDS, TD, INT) mitunter wild. Walker brachte selbst ohne Pressure nur ein Viertel seiner Pässe an. Auch im Run Game konnte sich keiner der Cut-Kandidaten wirklich positiv hervortun.
  • Dazu kamen riesige Fumble-Probleme - die Colts hatten fünf eigene Fumbles. Alleine drei davon gingen auf das Konto von Rookie-Receiver JoJo Natson, Walker steuerte zwei weitere bei.
  • Die Bengals gaben A.J. McCarron (20/30, 216 YDS) aufgrund der Verletzung von Jeff Driskell nochmal eine ordentlich Einsatzzeit - und hatten ein deutlich besseres Run Game. Das lag vor allem an Jarveon Williams (27 ATT, 117 YDS). McCarron konnte insbesondere gegen Pressure glänzen.
  • Erstrunden-Pick John Ross steuerte einen 25-Yard-Run beim End-Around bei - trieb Bengals-Fans dann aber die Sorgenfalten auf die Stirn: Der pfeilschnelle Rookie musste mit einer Knieverletzung raus.

Atlanta Falcons (0-4) - Jacksonville Jaguars (2-2) 7:13 (0:7, 0:0, 0:6, 7:0) BOXSCORE

  • Ein Offensiv-Feuerwerk war es nicht gerade, das die Fans in Atlanta zum Abschluss der Preseason geboten bekamen. Starter suchte man auf beiden Seiten weitestgehend vergeblich, bei den Jags kam weder Blake Bortles noch Chad Henne zum Einsatz.
  • Stattdessen durfte sich Brandon Allen beweisen - und das eher mit ernüchternden Ergebnissen. Allen (22/31, 265 YDS, TD, 3 INT) hatte mit Atlantas Defense offensichtliche Probleme, warf in deutlich sichtbare Coverage. Cornerback Blidi Wreh-Wilson durfte in der eigenen Endzone einen spektakulären Pick abgreifen.
  • Leonard Fournette kam, obwohl er im Vorfeld noch öffentlich um ein paar Snaps gebeten hatte, nicht zum Einsatz - im Run Game gehörten Jonathan Grimes (16 ATT, 51 YDS) und Tim Cook (15 ATT, 58 YDS) die meisten Gelegenheiten. Positive Notiz für die Jags: Dede Westbrook (6 REC, 115 YDS, TD) setzte einer aus seiner Sicht sehr guten Preseason nochmals eine starke Leistung obendrauf.
  • Bei den Falcons war Marvin Hall (3 REC, 82 YDS) der auffälligste Spieler im Passspiel. Bei den Projekt-Quarterbacks konnte Matt Simms (11/15, 195 YDS) noch eher überzeugen - Alek Torgersen (1/7, 51 YDS, INT) hatte dagegen einen desolaten Auftritt.

Buffalo Bills (1-3) - Detroit Lions (2-2) 27:17 (10:0, 3:3, 7:0, 7:14) BOXSCORE

  • Bei den Bills startete Nathan Peterman wie erwartet in Abwesenheit des verletzten Tyrod Taylor und sah gut aus. Rollouts, sichere Pässe, auch in enge Fenster. Der Rookie (9/11, 81 YDS) wirkte verbessert. Auch Left Tackle Cordy Glenn erhielt einige Snaps
  • Die Bills konnten mit drei Rushing-Touchdowns aber vor allem im Run Game punkten: Joe Banyard, Jonathan Williams und Jordan Johnson fanden die Endzone. Alle drei erhielten auch je über zehn Run-Versuche. Williams, der mit einem sehr guten, geduldigen 21-Yarder punktete, stand etwas überraschend auch noch in der zweiten Hälfte auf dem Platz.
  • Und die Lions? Der frisch gebackene Rekordverdiener Matthew Stafford spielte wenig überraschend nicht, Rookie Brad Kaaya (12/20, 182 YDS, 2 TD, INT) durfte sich zeigen.
  • Ganz besonders auffällig aber: Rookie-Running-Back Tion Green, der nicht nur bei acht Runs 63 Yards erlief, sondern gleichzeitig die Lions auch mit vier Catches (87 YDS, TD) anführte.

New York Jets (2-2) - Philadelphia Eagles (2-2) 16:10 (3:0, 10:3, 0:0, 3:7) BOXSCORE

  • Die Jets sind zum Abschluss der Preseason an einer Katastrophe vorbei geschrammt: Nachdem der jüngst als Regular-Season-Starter verkündete Josh McCown bislang in der Preseason weitestgehend geschont wurde, ließ ihn Coach Todd Bowles in Week 4 der Preseason plötzlich spielen - und es passierte, was passieren musste: Nach einem Hit von Linebacker Joe Walker in die Rippengegend musste McCown raus, konnte nach einigen Minuten aber zurückkehren. Unerklärlicherweise tat er auch genau das. McCown (6/8, 57 YDS) hatte wenig später dann aber doch Feierabend.
  • In Abwesenheit des verletzten Bryce Petty durfte so Christian Hackenberg ran - und startete prompt mit einem 3&Out. Anschließend aber lief die Offense besser, Hackenberg (10/22, 105 YDS, TD) krönte einen 82-Yard-Drive vor selbst für Week 4 der Preseason auffällig leeren Rängen mit einem Touchdown-Pass auf Austin Seferian-Jenkins. Ansonsten hinterließ Elijah McGuire (5 ATT, 56 YDS) einen guten Eindruck.
  • Für Eagles-Running-Back Donnel Pumphrey war es eine weitere Chance, sich nach generell schwacher Saisonvorbereitung zu zeigen - das gelang dem Rookie allerdings erneut nicht. Bei sieben Runs erlief er nur zehn Yards. Der einzige Touchdown für Philadelphia kam durch den 41-Yard-Pass von Dane Evans (11/23, 110 YDS, TD, INT) auf Marcus Johnson.

Green Bay Packers (3-1) - Los Angeles Rams (2-2) 24:10 (7:0, 7:3, 3:0, 7:7) BOXSCORE

  • Wie vorher schon angekündigt, nutzten die Rams das letzte Preseason-Spiel nicht für weitere Snaps für Jared Goff, Todd Gurley und Co. in der neuen Offense. Stattdessen gehörte Dan Orlovsky (16/30, 149 YDS, TD, 2 INT) über die komplette Spielzeit die Bühne, im Run Game erhielt Justin Davis (17 ATT, 55 YDS) den Großteil der Arbeit.
  • Aufseiten der Packers durfte sich Aaron Rodgers' Backup Brett Hundley nochmals beweisen - und verabschiedete sich mit einem weiteren soliden Spiel aus der Saisonvorbereitung. Hundley (11/21, 99 YDS, TD; 1 ATT, 13 YDS, TD) hatte zwar einige Fehlwürfe, lieferte aber auch mehrere sehr gute Pässe.
  • Im Run Game durfte sich Rookie Jamaal Williams zeigen - bei elf Runs aber verzeichnete er nur 31 Yards.
Seite 2: Brissett-Show in New England, Bears-Shutout, Saints verlieren gegen Baltimore

Carolina Panthers (2-2) - Pittsburgh Steelers (3-1) 14:17 (7:0, 7:10, 0:0, 0:7) BOXSCORE

  • Wenig überraschend spielten beide Starting-Quarterbacks nicht - und auch die ersten Backups von Cam Newton und Ben Roethlisberger sahen nicht allzu viele Snaps: Pittsburghs Landry Jones (4/6, 28 YDS, INT) hatte dabei einen unschönen Abschied aus der Preseason, Derek Anderson (2/4, 10 YDS) erging es nur bedingt besser.
  • Bei den Steelers, bei denen Neuzugang Vance McDonald direkt zu seinem Debüt kam, übernahm Josh Dobbs Mitte des ersten Viertels für Jones. Dobbs (16/23, 212 YDS, TD) hinterließ dabei einen soliden Eindruck und wirkte verbessert.
  • Carolina ließ im Run Game Cameron Artis-Payne (8 ATT, 51 YDS) und Jalen Simmons (17 ATT, 54 YDS) den Großteil der Last schultern. Defensiv fiel Cole Luke (10 Tackles, Forced Fumble) nachhaltig auf.
  • Bitter bei den Panthers: Zweitrunden-Pick Curtis Samuel, der zwei Kick-Offs zurückgetragen hatte, musste mit einer Knöchelverletzung raus.

New England Patriots (1-3) - New York Giants (2-2) 38:40 (7:14, 7:20, 7:0, 17:6) BOXSCORE

  • Vor dem Spiel gab es Berichte aus Boston, wonach Jacoby Brissett ein möglicher Überraschungs-Cut-Kandidat sein könnte. Diese Debatten dürften sich nach seinem Auftritt gegen die Giants in Luft auflösen. Brissett (28/39, 341 YDS, 4 TD, INT; 4 ATT, 29 YDS, TD) hinterließ einen sehr guten Eindruck und legte mehrere sehr starke Drives aufs Parkett. Dabei zeigte er mehrere gute Deep Balls und Pässe in enge Fenster, Brissett legte einen guten Rhythmus und eine gute Pass-Genauigkeit an den Tag.
  • Haupt-Nutznießer von Brissett, der die komplette Partie durchspielte, war Receiver Devin Lucien (5 REC, 96 YDS, TD). Aber auch Rookie Austin Carr (3 REC, 48 YDS, TD) hatte erneut gute Momente, genau wie D.J. Foster (4 REC, 51 YDS). Foster kam in Abwesenheit des verletzten Julian Edelman auch erneut als Returner zum Einsatz.
  • Allerdings war nicht alles Sonnenschein für die Pats: Cyrus Jones verletzte sich, als er einen langen Pass verteidigen wollte, ohne Gegnereinwirkung am Knie. Erste Tendenzen deuten auf eine schwere Verletzung und das wahrscheinliche Saisonaus hin, die genauen Untersuchungen aber stehen noch aus.
  • Die beste Nachricht für die Giants gab es derweil schon vor Spielbeginn: Odell Beckham, der sich im Preseason-Spiel gegen Cleveland am Knöchel verletzt hatte, war beim Warmmachen dabei und absolvierte einige Übungseinheiten. Ansonsten: Geno Smith (10/11, 111 YDS, TD) sollte letzte Zweifel am Backup-Job beseitigt haben, im Run Game war Shaun Draughn (14 ATT, 54 YDS, TD) der auffälligste Mann. Ein Moment des Spiels gehörte D-Liner Kerry Wynn, der einen Dumpoff-Pass-Versuch abfing und zum Pick-Six zurücktrug.

Tampa Bay Buccaneers (1-3) - Washington Redskins (2-2) 10:13 (0:3, 0:0, 0:0, 10:10) BOXSCORE

  • Für Washingtons Nate Sudfeld war das letzte Preseason-Spiel die große Chance, sich als dritter Quarterback für den Kader zu empfehlen. Am Ende stand ein durchwachsenes Spiel ohne Touchdown und ohne Turnover (22/33, 228 YDS). Washingtons einziger Touchdown kam über den 41-Yard-Pick-Six von Harvey-Clemons zustande.
  • Bei den Bucs kam Backup-QB Ryan Fitzpatrick (2/7, 6 YDS) nur kurz zum Einsatz, der Rest des Spiels gehörte Sefo Liufau (16/28, 170 YDS, TD, INT).
  • Für Redskins-RB Mack Brown ging es mutmaßlich um einen Kaderplatz, sein Bewerbungsschreiben (18 ATT, 69 YDS, FUM) offenbarte Luft nach oben. Bei Tampa konnte Rookie Jeremy McNichols (10 ATT, 36 YDS) erneut nicht überzeugen.

Chicago Bears (2-2) - Cleveland Browns (4-0) 0:25 (0:0, 0:7, 0:12, 0:6) BOXSCORE

  • Chicagos Plan für den vorerst letzten Einsatz von Mitchell Trubisky war durchaus kurios: Offensichtlich wollten die Coaches dem Rookie Spielzeit geben - ihn aber keinem Risiko aussetzen. So bestanden die ersten drei Drives aus neun Handoffs und drei Three and Outs. Im Endeffekt kam Trubisky auf lediglich fünf Pässe (2/5, 10 YDS), Chicago blieb auch mit Connor Shaw (11/18, 119 YDS) ohne Punkte. Der fünfte Pass kam ganz am Schluss erst zustande, als Shaw verletzt raus musste. Mit dem letzten Play des Spiels kassierte Trubisky dann noch einen Sack.
  • Die Probleme in der Offense lagen auch an einem sehr schwachen Run Game: 2,6 Yards pro Run standen am Ende zu Buche, in der O-Line klappte nicht allzu viel. Die Bears kassierten im dritten Viertel zudem einen Safety. Außerdem bitter: Receiver Victor Cruz, der wohl ohnehin auf der Kippe stand, musste mit einer Verletzung raus.
  • Im Run Game konnten die Browns, bei denen der jüngst zum Starter erklärte DeShone Kizer nicht zum Einsatz kam, ebenfalls nicht punkten. Das Passspiel aber funktionierte deutlich besser: Cody Kessler (11/19, 144 YDS, TD) legte den ersten Touchdown auf (ein 27-Yarder auf Hall), Kevin Hogan (13/18, 180 YDS, 2 TD) ließ weitere Punkte folgen. Dabei gelangen den Browns vor allem beachtlich viele Big Plays im Passspiel.
  • Für Clevelands Defense war es der starke Abschluss einer sehr guten Preseason: Die Browns haben nunmehr in der gesamten Preseason nur 29 Punkte zugelassen - und in den letzten drei Spielen nicht einen Touchdown.

New Orleans Saints (2-2) - Baltimore Ravens (4-0) 13:14 (0:7, 7:7, 3:0, 3:0) BOXSCORE

  • Die Ravens gaben Ryan Mallett, der bislang eine sehr durchwachsene Preseason hatte, nochmals Snaps - in kurzer Einsatzzeit konnte Mallett (3/8, 19 YDS, TD) immerhin mit einem 1-Yard-TD-Pass auf Moore etwas Selbstvertrauen tanken. Die Anzeichen aber verdichteten sich über die letzten Tage, dass Joe Flacco bis zum Start der Regular Season tatsächlich fit wird.
  • Thad Lewis (8/13, 55 YDS) und Josh Woodrum (5/9, 71 YDS) erhielten nach Mallett beide Snaps.
  • Im Run Game ging es bei den Ravens tatsächlich noch um etwas, den Tagessieg hier konnte Bobby Rainey (9 ATT, 42 YDS, TD; 2 REC, 24 YDS) verbuchen. Taquan Mizzell und Lorenzo Taliaferro waren deutlich ineffizienter.
  • Bei den Saints durfte Center Max Unger nach überstandener Verletzung starten, um vor dem Regular-Season-Auftakt ein wenig Spielzeit zu sammeln. Im Run Game hatte New Orleans das ganze Spiel über immer wieder Erfolg, Daniel Lasco (5 ATT, 30 YDS) stach hier besonders heraus. Auch Rookie-Receiver Travin Dural (4 REC, 56 YDS) nutzte die Bühne.
Seite 3: Denver empfängt Arizona, KC vs. Tennessee, California-Duell

Houston Texans (1-2) - Dallas Cowboys (3-1) Abgesagt

  • Aufgrund der schweren Unwetter in Houston, welche die Stadt in einen absoluten Ausnahmezustand versetzt und viele Menschen das Zuhause gekostet haben, wurde das Preseason-Spiel zwischen den Texans und den Cowboys abgesagt.

Kansas City Chiefs (2-2) - Tennessee Titans (1-3) 30:6 (0:3, 13:0, 10:3, 7:0) BOXSCORE

  • Patrick Mahomes hatte schon die ganze Preseason über sein immenses physisches Potential gezeigt - das Spiel gegen Tennessee war da keine Ausnahme. Mahomes (9/16, 183 YDS, TD) zeigte einige absolut spektakuläre Pässe, hatte gleichzeitig aber technisch nach wie vor einige Schnitzer in seinem Spiel. So fehlte die Konstanz gegen Tennessees Backups, gleichzeitig verhalf er Receiver Demarcus Robinson zu einer sehr guten Stat-Line (3 REC, 127 YDS, TD).
  • Auch die anderen Chiefs-Quarterbacks präsentierten sich gut. Tyler Bray (6/8, 63 YDS, TD) und Joel Stave (2/2, 70 YDS, TD) ließen sich von der Titans-Defense nicht beirren. Kansas Citys Jehu Chesson gelang zudem ein Punt-Return-Touchdown über 76 Yards
  • Umgekehrt sah das bei den Quarterbacks schon anders aus: Matt Cassel (3/4, 35 YDS) stand nur kurz auf dem Platz, anschließend war jede Menge Sand im Getriebe - sowohl bei Alex Tanney (9/22, 101 YDS, INT) als auch bei Tyler Ferguson (3/10, 30 YDS). Immerhin positiv zu erwähnen: Running Back David Fluellen (19 ATT, 74 YDS), der auch als Returner eingesetzt wurde.

Denver Broncos (4-0) - Arizona Cardinals (2-3) 30:2 (3:2, 17:0, 3:0, 7:0) BOXSCORE

  • Bei den Cardinals - die 42 (!) Spieler nicht einsetzten - wurden neben den Startern auch zahlreiche Second-Teamer geschont. Das machte sich schnell bemerkbar. So fing sich Blaine Gabbert (5/10, 51 YDS) nach schwachem Beginn zwar, die Receiver aber halfen ihm mit mehreren Drops überhaupt nicht. Trevor Knight (2/12, 19 YDS, INT; 4 ATT, 25 YDS) hatte danach einen rabenschwarzen Tag und fiel vor allem durch Ungenauigkeiten auf.
  • Im Run Game erhielt Elijhaa Penny den Start, und zeigte dabei - begünstigt durch gutes Run-Blocking - mehrere gute Runs. Am Ende standen 77 Rushing-Yards bei 17 Versuchen. Vor allem auffällig aber war zum wiederholten Male Cap Capi, der sich seinen Platz als vierter Outside Linebacker verdient haben sollte. Capi verzeichnete zwei Tackles im Backfield, schrammte haarscharf an einem Punt-Block vorbei und sorgte für Pressure auf den Quarterback.
  • Aufseiten der Broncos durfte Kyle Sloter durchspielen, für den Quarterback war es die Chance, sich für die Zeit ohne den aktuell verletzten Paxton Lynch als Backup-QB zu empfehlen. Sloter (15/23, 220 YDS, TD) begann schwach und wirkte hinter einer wackligen Line in der Pocket teilweise verloren. Doch er steigerte sich merklich, ab etwa Mitte des zweiten Viertels hatte er das Ruder herum gerissen. Beeindruckend: Der 98-Yard-Touchdown-Drive.
  • Im Run Game hatte Rookie De'Angelo Henderson (6 ATT, 11 YDS) dieses Mal nicht seinen besten Tag. Juwan Thompson (9 ATT, 56 YDS) war hier am auffälligsten.
  • Defensiv startete der deutsche Pass-Rusher Kasim Edebali für Denver. Edebali sammelte in limitierter Einsatzzeit zumindest einen QB-Pressure.

San Francisco 49ers (2-2) - Los Angeles Chargers (1-3) 23:13 (3:0, 20:3, 0:3, 0:7) BOXSCORE

  • Die Inactive-Liste der 49ers stand, wie auch bei Arizona, sinnbildlich für Week 4 der Preseason. San Francisco schonte 29 Spieler, darunter Brian Hoyer, Marquise Goodwin, Pierre Garcon, Carlos Hyde, Eric Reid, Elvis Dumervil, Jimmie Ward, Joshua Garnett, DeForest Buckner, Joe Staley, Arik Armstead und Solomon Thomas.
  • Doch das störte die Niners augenscheinlich wenig: Zwar funktionierte das Passspiel weder mit C.J. Beathard (5/9, 31 YDS) noch mit Nick Mullens (7/10, 58 YDS, INT), umso explosiver aber waren die Runs: Beathard selbst eröffnete den Touchdown-Regen im zweiten Viertel mit einem TD-Run über 62 (!) Yards, gefolgt von einem 92-Yard-Punt-Return-TD von Rookie Victor Bolden. Rein auf das Run Game betrachtet gelangen San Francisco 5,9 Yards pro Versuch bei 34 Runs.
  • Bei den Chargers durfte Cardale Jones (18/24, 158 YDS, INT; 3 ATT, 26 YDS) über weite Strecken ran - mit gemischten Ergebnissen. Jones zeigte einige spektakuläre Würfe, leistete sich dann aber auch wieder grobe Schnitzer. Positiv auffällig dagegen Rookie-Running-Back Austin Ekeler, der die Chargers in Rushing- (8 ATT, 50 YDS) und Receiving-Yards (3 REC, 58 YDS) anführte. Der einzige Touchdown für L.A. kam durch einen Pick Six von Coleman zustande.

Oakland Raiders (0-4) - Seattle Seahawks (4-0) 13:17 (0:10, 7:0, 3:0, 3:7) BOXSCORE

  • O-Line- und Running-Back-Fragen standen bei den Seahawks im Vorfeld der Partie im Fokus - und so kam die Aufstellung nicht allzu überraschend. Seattle bot, abgesehen vom angeschlagenen Luke Joeckel, seine aktuelle Starting-Line auf und auch C.J. Prosise (3 ATT, 5 YDS; 1 REC, 3 YDS) erhielt insbesondere bei Third Down Snaps.
  • Ansonsten war das Run Game in der Hand der Backups, namentlich Alex Collins (6 ATT, 22 YDS) und J.D. McKissic (5 ATT, 15 YDS). Der effizienteste Rusher war Quarterback Trevone Boykin (4 ATT, 42 YDS; 13/21, 166 YDS, TD, 2 INT).
  • Nach Boykin kam auch Austin Davis noch zum Einsatz. Davis (10/16, 123 YDS, TD) begann schwach und brachte nur drei seiner ersten acht Pässe an den Mitspieler. Anschließend aber drehte er auf.
  • Bei den Raiders ging es unter anderem noch um den Backup-Quarterback-Spot - E.J. Manuel (9/14, 85 YDS, TD) sammelte dabei gegenüber Connor Cook (8/19, 88 YDS, INT) weitere Argumente. Nach dem Spiel bestätigte Coach Jack Del Rio, dass Manuel im Rennen um den zweiten Quarterback-Platz vor Cook ist.
  • Außerdem auffällig: Running Back George Atkinson, der bei nur neun Versuchen 60 Yards erlief und mehrere längere Runs verzeichnete. Rookie-Receiver Keon Hatcher konnte sich mit fünf Catches für 48 Yards und einem Touchdown empfehlen. Atkinson und Hatcher teilten sich auch die Return-Aufgaben.

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