NFL: Preseason Week 1: Cousins-Debüt stark - Lynch ausgepfiffen

Week 1 der Preseason endete an der Westküste: In Arizona debütierte Josh Rosen, mit Licht und Schatten. Deutlich besser lief es für Kirk Cousins - eher schlechter für die Broncos-Quarterbacks. Vorher hatte bereits Baker Mayfield ein glänzendes Debüt abgeliefert, auch Sam Darnold überzeugte, während Jon Gruden und Andrew Luck zurück sind. SPOX blickt im Schnelldurchlauf auf Week 1 der Preseason.

Week 1 der Preseason endete an der Westküste: In Arizona debütierte Josh Rosen, mit Licht und Schatten. Deutlich besser lief es für Kirk Cousins - eher schlechter für die Broncos-Quarterbacks. Vorher hatte bereits Baker Mayfield ein glänzendes Debüt abgeliefert, auch Sam Darnold überzeugte, während Jon Gruden und Andrew Luck zurück sind. SPOX blickt im Schnelldurchlauf auf Week 1 der Preseason.

Seite 1: Debüts für Darnold und Rosen, Grudens Comeback und Mayfield vs. Barkley

Den gesamten Preseason-Spielplan inklusive aller DAZN-Übertragungen gibt es hier im Überblick.

Denver Broncos (0-1) - Minnesota Vikings (1-0)

Ergebnis: 28:42 (0:14, 14:10, 7:3, 7:15) BOXSCORE

  • Die Vikings ließen gleich eine Vielzahl von Startern - teilweise verletzungsbedingt - draußen, darunter Mike Remmers, Linval Joseph, Pat Elflein, Anthony Barr und Dalvin Cook. Mit von der Partie dagegen war Minnesotas neuer Quarterback: Kirk Cousins (4/4, 42 YDS, TD) dirigierte einen nahezu makellosen Drive, unterstützt durch zwei lange Runs von Latavius Murray (4 ATT, 43 YDS) fand er Stefon Diggs, mit dem er bereits eine gute Chemie an den Tag legte und einen spektakulären Pass anbrachte, zum Touchdown. Das war es für die Starter.
  • Doch auch die Backups hatten - bei ihrer Rückkehr zum Ex-Team - trotz einiger Probleme der Backup-O-Line einiges zu bieten: Trevor Siemian (11/17, 165 YDS, 2 TD, INT) und Kyle Sloter (9/11, 69 YDS, TD) überraschten gegen Denvers zweite und dritte Garde. Größter Nutznießer: Rookie Roc Thomas, der drei Pässe für 102 Yards und zwei Touchdowns fing, darunter ein 78-Yard-Screen-TD.
  • Auch umgekehrt war es das Duell gegen die alten Kollegen, Case Keenum traf in seinem ersten Spiel für die Broncos, bei denen Von Miller nicht spielte, gleich auf sein ehemaliges Team. Das Ergebnis war nicht ganz so erfolgreich wie auf der anderen Seite: Minnesotas Starting-Defense dominierte, Denver begann mit zwei 3-and-Outs und die Broncos hatten ihr erstes First Down erst Mitte des zweiten Viertels. Keenum beendete das Spiel mit einer Completion bei vier Pässen, für fünf Yards.
  • Ein Lichtblick war dagegen Rookie-Running-Back Royce Freeman (4 ATT, 38 YDS, TD), für einen anderen Quarterback aber lief es noch viel schlechter als für Keenum: Paxton Lynch (6/11, 24 YDS, INT) hatte einen grausamen Abend und wurde von den eigenen Fans - nicht zu Unrecht - ausgepfiffen. Chad Kelly (14/21, 177 YDS, 2 TD, INT) konnte seine Aktien dagegen steigen lassen und Coach Vance Joseph bestätigte nach dem Spiel, dass Kelly jetzt möglicherweise Second-Team-Snaps im Training erhält. Für Lynch könnte die Zeit in Denver bald vorbei sein.

Arizona Cardinals (1-0) - Los Angeles Chargers (0-1)

Ergebnis: 24:17 (7:3, 0:0, 7:7, 10:7) BOXSCORE

  • Josh Rosen stand aufseiten der Cardinals naturgemäß im Fokus, und ganz ähnlich wie seine Rookie-QB-Kollegen bestätigte auch Rosen (6/13, 41 YDS) viele der Dinge, die man auf seinem College-Tape sehen konnte: Er bewegte sich gut gegen Pressure und zeigte seine bereits eindrucksvolle Beinarbeit und Balance in der Pocket. Auch las er die Defense immer wieder. Auf der anderen Seite hatte er auch einen schlimmen Pass, der eigentlich abgefangen hätte werden müssen.
  • Das Thema aber wurden schnell die Umstände: Nachdem die erste O-Line der Cards einen guten Eindruck hinterlassen hatte, sah die zweite Line - die zum Teil noch gegen die Chargers-Starter spielte - furchtbar aus. Rosen stand permanent unter Druck, selbst die Snaps kamen desolat und zusätzlich gab es zumindest einen Drop. Auch das Run Game funktionierte ohne die Starting-Line nicht: Als Rosen spielte, holten die Cardinals bei vier Runs zwei Yards. Arizona könnte hier für die Kadertiefe nochmals nachbessern, dieses Thema zog sich schon durchs Camp. Da das Run Game bei den Startern insgesamt so gut funktionierte, warf Sam Bradford bei seinem einzigen Drive nur einen Pass, eine 6-Yard-Completion.
  • Ansonsten sahen Cardinals-Fans einige der neuen Elemente unter den neuen Coaches: David Johnson eröffnete das Spiel mit zwei längeren Runs, ein Mal hinter einem Lead-Blocking Fullback, ein Mal mit zwei In-Line Tight Ends als Blocker. Die Defense spielte viel Zone Coverage. Hier enttäuschte Brandon Williams abermals, während Chris Campbell und Bene' Benwikere gute Eindrücke hinterließen. Das galt auch für Cap Capi mit drei Sacks und einem Forced Fumble.
  • Bei den Chargers derweil kamen unter anderem Philip Rivers und Keenan Allen gar nicht zum Einsatz - dafür überraschte L.A., indem Corey Liuget spät im zweiten und sogar zu Beginn des dritten Viertels mit den Backups spielte. Derweil durften ohne Rivers Cardale Jones (6/12, 50 YDS) und danach Geno Smith (14/23, 218 YDS, TD, INT) ran, beide aber hatten immer wieder deutliche Probleme mit ihren Reads, obwohl die Line ihnen zumindest anfangs Zeit verschaffen konnte. Smith lief dann erst spät in der zweiten Hälfte phasenweise heiß.
  • Für das Highlight aufseiten der Chargers, die sich gleich zwei Fumbles sowie eine Vielzahl an Strafen leisteten, sorgte Geremy Davis mit einem spektakulären Touchdown-Catch über Campbell. Auch Austin Ekeler (5 ATT, 22 YDS; 2 REC, 42 YDS) hinterließ einen guten Eindruck.

New York Jets (1-0) - Atlanta Falcons (0-1)

Ergebnis: 17:0 (7:0, 10:0, 0:0, 0:0) BOXSCORE

  • Die Jets sind auf bestem Wege, eines der wertvollsten Trade-Assets überhaupt in der NFL zu haben: Einen potentiellen Starting-Quarterback. Teddy Bridgewater, der im Camp bereits einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, kam nach Josh McCowns einzigem Drive ins Spiel - und der so lange verletzt ausgefallene Ex-Viking überzeugte.
  • Bridgewater bewegte sich gut in der Pocket, bewies gutes Timing beim Kurzpassspiel über die Mitte, seine Pässe kamen mit Antizipation und aus klaren Reads heraus. Hier sah man, genau wie bei mehreren Seam-Pässen zu den Tight Ends, die West-Coast-Wurzeln des neuen Offensive Coordinators Jeremy Bates. Bei zwei Scoring-Drives brachte Bridgewater sieben von acht Pässen für 85 Yards an, der Touchdown-Pass zu Crowell war eine Crossing Route durch den Running Back, die auf Timing und Yards nach dem Catch aufgebaut ist.
  • Wenn die Jets, bei denen Bilal Powell zu Beginn intensiv eingesetzt wurde, Bridgewater traden - dann auch deshalb, weil ihr Top-Pick Sam Darnold für mehr bereit ist. Gegen die Falcons jedenfalls war Darnold (13/18, 96 YDS, TD) sehr gut aufgelegt: Genau wie Bridgewater verteilte er den Ball gut, nahm wenn nötig die Checkdowns, ging durch seine Reads und präsentierte sich ruhig und mit guten Bewegungen in der Pocket. Vor allem das Kurzpassspiel half auch Darnold, Downfield lief bei den Jets generell nicht viel zusammen.
  • Und Atlanta? New Yorks First-Team-Run-Defense hatte früh einige sehr gute Plays und so war der Drive der Falcons-Starter - bei denen Julio Jones und Devonta Freeman überhaupt nicht zum Einsatz kamen - schnell vorbei. Es sollte das Thema dieses Spiels für Atlantas Offense bleiben.
  • In der Folge agierte Matt Schaub (9/9, 54 YDS) zwar ohne größere Fehler, Strafen taten Atlanta aber weiter weh und Atlanta bekam ebenfalls wenig Downfield hin. Grayson (3/10, 38 YDS) und Benkert (9/17, 125 YDS, INT). So blieb auch Atlantas Top-Pick Calvin Ridley (1 REC, -2 YDS) blass, am ehesten überzeugte Devin Gray (4 REC, 83 YDS) bei den Backups.

Oakland Raiders (1-0) - Detroit Lions (0-1)

Ergebnis: 16:10 (3:0, 10:7, 0:0, 3:3) BOXSCORE

  • Die Rückkehr von Jon Gruden nach Oakland war natürlich das große Thema rund um die Raiders - und auf dem Feld sah man dann auch gleich seine (Offense-)Handschrift: Mit Kurzpassspiel, Levels-Konzepten, Mesh/Wheel, Yards nach dem Catch und dergleichen war die West Coast Offense sichtbar, die zu Derek Carr (2/4, 11 YDS) gut passen sollte. Gleichzeitig baute Gruden auch früh einige Downfield-Shots ein.
  • Im Run Game zeigte Marshawn Lynch früh, dass er noch einiges an Geschwindigkeit im Tank hat - auch wenn ein langer Run wegen einer Strafe zurück gepfiffen wurde. Hier deuteten sich mit Outside-Zone-Runs einige Veränderungen im Blocking-Scheme an, gleichzeitig nutzte Gruden wie erwartet aber auch mehrere 2-Back-Formations und einen Fullback als Blocker. Doug Martin war bei nur einem Run für drei Yards nur kurz zu sehen.
  • Defensiv, natürlich ohne den sich im Holdout befindenden Khalil Mack, hatte Rookie Maurice Hurst mit einigen guten Szenen und offenbarte seinen schnellen Get-Off mehrmals. Auch PJ Hall zeigte sehr gute Ansätze, inklusive eines Sacks. Rookie-Kollege Arden Key spielte nicht.

  • Aufseiten der Lions, bei denen Ziggy Ansah und Matt Stafford nicht spielen, war Kerryon Johnson der große Star dieses Spiels: Bei sieben Runs verzeichnete er 34 Yards, dazu kamen vier Catches für 33 Yards - und ein Big-Play-Run, der wegen einer mehr als fragwürdigen Strafe zurückgepfiffen wurde. Johnson, der im Camp bisher schon einer der herausstechenden Spieler war, zeigte Explosivität, Geduld und gute Reads.
  • Ameer Abdullah indes wurde als Punt- und Kick-Returner eingesetzt und hatte einen kurzen, geduldigen Touchdown-Run unter anderem hinter dem Block von Rookie Frank Ragnow, der auf Left Guard startete. Abdullah könnte um seinen Kaderplatz kämpfen, eine gute Preseason, in der er auch Special-Team-Wert zeigt, ist für ihn dementsprechend wichtig.

New York Giants (0-1) - Cleveland Browns (1-0)

Ergebnis: 10:20 (3:7, 0:6, 7:0, 0:7) BOXSCORE

  • Das Duell der ersten beiden Picks im Draft stand an und gerade für Number-One-Pick Baker Mayfield stand extensive Spielzeit an. In New York sah das Oklahoma-Produkt über zwei Viertel auf dem synthetischen Grün und hinterließ dabei einen durchweg positiven Eindruck. Mayfield (11/20, 212 YDS, 2 TD) überzeugte mit guter Fußarbeit, traf die richtigen Entscheidungen, wann er die Pocket verlassen musste und brachte einige schwere Würfe an den Mann. Der Touchdown-Pass zu Tight End David Njoku dürfte ein erstes Anzeichen dafür sein, was Mayfield zu leisten im Stande ist.
  • Auf der anderen Seite versetzte Saquon Barkley (4 CAR, 43 YDS) die Giants-Fans direkt mit dem ersten Play in Extase. Barkley brach dabei nutzte eine Lücke in der zweiten Ebene und brach zur rechten Seite für 39 Yards aus. Dabei demonstrierte er zwar einerseits seine Explosivität und Endgeschwindigkeit, vielmehr aber die bereits gute Übersicht und Entscheidungsfindung. Daraufhin bekam der Erstrundenpick nur noch zwei weitere Carries.
  • Während Odell Beckham bei den Giants über das gesamte Spiel auf der Seitenlinie behalten wurde erinnerte gerade das Offensive-Line-Playing an das von letzter Saison. Trotz den 134 Yards im Running Game taten sich die Giants schwer darin, ihre Quarterbacks zu beschützen. Die neue 3-4 Defense wirkte gerade im Passing Game noch unsortiert.
  • Aufseiten der Browns wusste nicht nur einer der neuen Quarterbacks zu überzeugen. Auch der prädestinierte Starter in Week 1, Tyrod Taylor, zeigte eine gute Leistung und beendete das Spiel mit perfekter Ausbeute bei 5 Passversuchen für 99 Yards und einen Touchdown. Die Euphorie steigt in Cleveland langsam wieder an. Auch wenn selbst der 0-16-Saison 2017 vier Preseason-Siege vorausgegangen sind.
Seite 2: Tannehill gibt Comeback, Bortles überzeugt, Ärger in Buffalo

Den gesamten Preseason-Spielplan inklusive aller DAZN-Übertragungen gibt es hier im Überblick.

Cincinnati Bengals (1-0) - Chicago Bears (0-2)

Ergebnis: 30:27 (14:7, 9:7, 0:6, 7:7) BOXSCORE

  • Ein starker Andy Dalton wusste beim ersten Auftritt der neu-designten Offense der Bengals zu überzeugen. Cincinnati zeigte eine weitaus variablere Offense und deutete überraschend viel aus dem neuen Playbook an. Selbst ein Fake Punt wurde gecalled und hervorragend umgesetzt. Bei den Bengals hofft man in dieser Saison auf die Explosion von Joe Mixon und John Ross. Während Mixon bei wenig Snaps überzeugte sicherte sich Ross nur einen der fünf Pässe in seine Richtung und verantwortete eine Interception, als er auf seiner Route wegrutschte.
  • Moritz Böhringer kam bei den Bengals zwar zum Einsatz. Den einzigen Pass, der in seine Richtung flog konnte er aber nicht festmachen.
  • Die Bears bleiben auch beim zweiten Auftritt ohne Erfolg, während das Ergebnis jedoch zweitrangig ist, kann Wideout Kevin White weiterhin keine Aktien für sich sammeln. White lief Routes unsauber, schaffte keine Seperation zu den Verteidigern und zeigte keine gute Körpersprache. Auch Quarterback Mitch Trubisky wusste bei seinem einzigen Drive des Tages nicht zu überzeugen.

Jacksonville Jaguars (0-1) - New Orleans Saints (1-0)

Ergebnis: 20:24 (7:3, 6:7, 7:0, 0:14) BOXSCORE

  • Die Jaguars verzichteten beim Preseason-Auftakt auf einige Starter. Blake Bortles allerdings musste ran und wusste von sich zu überzeugen. Ganz im Sinne der Jaguars nämlich begannen die Hausherren die Partie mit einem 79-Yard-Drive, der über sieben Minuten Spielzeit andauerte. Bortles zeigte sich dabei ruhig und genau im Passspiel sowie beim Lauf in die Endzone für einen frühen Score. Leonard Fournette lief fünfmal für insgesamt 24 Yards und Dede Westbrook war das Number-1-Target mit 5 Wurfversuchen in seine Richtung.
  • Bei den Saints verbrachte nicht nur Drew Brees das gesamte Spiel an der Seitenlinie sondern auch First-Round-Pick Marcus Davenport. So rückte der Kampf um Brees' Backup-Spot in den Fokus. Taysom Hill überzeugte hierbei gerade durch seine starke Beinarbeit, die er immer wieder aufgrund einer schwachen Leistung der Reservisten der O-Line unter Beweis stellen musste. Aber auch im Passing Game wirkte Hill sicher und brachte 8 seiner 9 Pässe für 72 Yards an den Mann. Tom Savage spielte hingegen im ersten Spielabschnitt und brachte 10 von 14 Pässen an.

Miami Dolphins (0-1) - Tampa Bay Buccaneers (1-0)

Ergebnis: 24:26 (3:6, 7:10, 6:7, 8:3) BOXSCORE

  • Die Dolphins haben ihren Quarterback zurück. Nach der verpassten Saison 2017 kehrte Ryan Tannehill zum ersten Mal in einem NFL-Spiel zurück und sah einen Drive auf dem Grün. 4 seiner 6 Passversuche gingen an den Mann. Weitaus größere Spielanteile erhielt derweil Brock Osweiler. Der Ex-Bronco und -Texan wusste aber trotz extensiver Spielzeit und 21 Passversuchen nicht zu überzeugen.
  • Im Kampf um den Running-Back-Spot erhielt Kalen Ballage die meisten Carries. Ballage hatte einige sehr gute Runs, bei denen erst sicher geglaubten Tackles ausweichen und dann seinen Speed in Szene setzen konnte. Ballage lief zehnmal und fing drei Pässe für insgesamt 60 Yards während Kenyan Drake nur drei Carries sah.
  • Bei den Bucs startete wie zu erwarten der Starter in Week 1, Ryan Fitzpatrick. Die Bucs-Offense wirkte von der ersten Minute an determiniert und akkurat. Zwar trieb Fitzpatrick Head Coach Dirk Koetter wohl mehrmals bei Scrambles in den Wahnsinn, bei denen er mit dem Kopf voraus zu Boden ging, doch zeigte der Veteran insgesamt eine sehr ordentliche Vorstellung. Dies gilt es auch über Jameis Winston und Ryan Griffin zu sagen. Die Bucs-Offense überquerte 399 Yards.
  • Auf der defensiven Seite spielte die Bucs viele Snaps mit Vernon Hargreaves im Slot oder auf Nickel. Ein Bild, das sich voraussichtlich durchsetzen wird während Ryan Smith Outside-Cornerback spielt und um den Pkatz neben Brent Grimes mit zwei Rookies streiten wird. Zusammengezuckt dürften Bucs-Fans wieder einmal in Sachen Kicking sein. Neuzugang Chandler Catanzaro setzte gleich den ersten PAT-Versuch daneben.

Philadelphia Eagles (0-1) - Pittsburgh Steelers (1-0)

Ergebnis: 14:31 (0:7, 14:15, 0:6, 0:3) BOXSCORE

  • Auch der Super-Bowl-Champion startete Donnerstag-Nacht in die neue Saison und sowohl Carson Wentz als auch Nick Foles verbrachten das gesamte Spiel auf der Bank. Nate Sudfeld bekam den Start und warf zwei Touchdown-Pässe sowie zwei Picks.
  • Bei den Steelers teilten Josh Dobbs und Rookie Mason Rudolph den größten Workload auf. Dobbs fand JuJu Smith Schuster für einen spektakulären 71-Yard-Touchdown. Rudolph komplettierte 7 seiner 12 Passversuche und stellte Head Coach Mike Tomlin zufrieden.
  • Für Diskussionen sorgten wieder einmal Hymnen-Proteste. Während Malcolm Jenkins während der National-Hymne aufs Knie ging blieben einige der Eagles-Spieler in der Kabine. Aktuell ist die neue Hymnen-Regelung der NFL außer Kraft.

Buffalo Bills (0-1) - Carolina Panthers (1-0)

Ergebnis: 23:28 (7:7, 10:0, 0:7, 6:14) BOXSCORE

  • Eigentlich hätten alle Augen auf das Debüt von Bills-Quarterback Josh Allen gerichtet sein müssen, doch ein Ereignis vor dem Spiel sorgte bereits für große Aufmerksamkeit. Hier nämlich ging Cam Newton auf seinen Ex-Teamkameraden Kelvin Benjamin zu um ihn wegen seiner kontroversen Aussagen im Hinblick auf sein Ex-Team zu konfrontieren, doch hatte der Receiver wenig Interesse an einer Unterhaltung.
  • Beide allerdings ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Benjamin fing gleich beim ersten Drive vier Pässe für 59 Yards und einen Touchdown aus der Hand von Nathan Peterman. Newton antwortete mit einer guten Leistung und 6 von 9 erfolgreichen Pässen für 84 Yards.
  • Rookie Allen übernahm das Zepter Under Center bei den Bills im zweiten Durchgang. Hier stellte er ein ums andere Mal seinen starken Arm unter Beweis. Immer wieder allerdings auch starke Ungenauigkeiten. Allen warf einen enorm harten Touchdown-Pass in ein engen Fenster zu Ray-Ray McCloud. Dieser hätte gut und gerne aber auch verteidigt werden können.

Baltimore Ravens (2-0) - Los Angeles Rams (0-1)

Ergebnis: 33:7 (17:0, 6:0, 3:0, 7:7) BOXSCORE

  • Joe Flacco spielte nur eine einzige Serie und doch war es genug für ihn, um zu zeigen, warum es keine Diskussion darüber geben sollte, dass er die Nummer Eins in Baltimore ist. Zumindest in dieser Saison. Flacco spielte einen einzigen Drive, wirkte dabei sehr souverän und schloss ihn mit einem Touchdown-Pass ab. Flacco trotze einem Second-and-25 mit einem 30-Yard-Pass zu Newcomer Michael Crabtree.
  • Auch die Kontrahenten Robert Griffin und Lamar Jackson machten einen positiven Eindruck. Griffin beendete das Spiel nach von 5 von 7 erfolgreichen Passversuchen und einem Tocuhdown während Rookie Lamar Jackson (7/18, 119 YDS, TD-Run) gerade bei Scrambles mit mehr Selbstbewusstsein auftrat als noch vor einer Woche.
  • Die Rams schonten Jared Goff und Todd Gurley während sich Aaron Donald weiterhin im Streik befindet. Mit Sean Mannion auf Quarterback und Malcolm Brown hinter ihm sprangen in der ersten Halbzeit nicht mehr als 45 Offensive-Yards und drei First Downs heraus.
Seite 3: Luck ist zurück, Niners schlagen Dallas, Griffin stark, Guice verletzt sich

Den gesamten Preseason-Spielplan inklusive aller DAZN-Übertragungen gibt es hier im Überblick.

New England Patriots (1-0) - Washington Redskins (0-1)

Ergebnis: 26:17 (0:10, 3:7, 7:0, 16:0) BOXSCORE

  • Tom Brady und Alex Smith saßen beim Auftakt ihrer Teams nur auf der Bank. Die Patriots könnte in Free Agent Ralph Webb einen neuen Running Back gefunden haben. Der größte Schocker aber kommt für die Redskins.
  • Hier verletzte sich nämlich Second-Round-Running-Back Derrius Guice am Knie, als er am Ende eines 34-Yard-Runs zu Boden gebracht wurde. Guice hatte Probleme, aus eigener Kraft aufzustehen und wird nun im Rahmen einer Kernspintomographie evaluiert. Er selbst gab zunächst vorsichtige Entwarnung.
  • Webb lief für die Patriots gleich viermal in die Endzone. Zweimal waren es Two-Point-Conversions, doch hat der Free Agent in jedem Fall sein Statement gesetzt. Backup-QB Brian Hoyer brachte 16 seiner 23 Passversuche für 144 Yards an den Mann.

Green Bay Packers (1-0) - Tennessee Titans (0-1)

Ergebnis: 31:17 (7:7, 0:3, 7:0, 17:7) BOXSCORE

  • Auch Aaron Rodgers verbrachte das erste Preseason-Spiel auf der Bank und beobachtete seine Team-Kameraden bei einem souveränen Erfolg, bei dem sich alle drei Backup-Kandidaten die restliche Spielzeit fair aufteilten. Neuzugang DeShone Kizer bekam den Start und durfte bis tief ins zweite Viertel spielen. Seine Performance allerdings bot noch Verbesserungspotenzial. Besser machte es Brett Hundley, der mehrere schwierige Würfe treffen konnte.
  • Equanimeous St. Brown beendete seinen Tag mit 4 Receptions über 61 Yards. Der deutschstämmige Wideout hatte ein ordentliches Debüt.
  • Das Debüt für Marcus Mariota unter seinem dritten Head Coach in der erst vierten Saison. Mariota muss wieder ein neues Offensive Scheme lernen und durfte in Wisconsin für einen Drive ran. In der Secondary der Titans bekam Kenny Vaccaro sofort den Start. Vaccaro wurde nach dem Kreuzbandriss von Jonathan Cyprien verpflichtet und soll die Rolle neben Kevin Byard ausfüllen.

Kansas City Chiefs (0-1) - Houston Texans (1-0)

Ergebnis: 10:17 (0:7, 7:7, 0:3, 3:0) BOXSCORE

  • Ein sehr ruhiger Auftritt von Chiefs-Second-Year-QB Patrick Mahomes bei der Niederlage zum Jahres-Auftakt. Mahomes versuchte das Spiel zu kontrollieren und nahm wenig Risiko. Sein Arbeitstag war nach zwei Drives und 5 von 7 sieben Pässen für 33 Yards beendet. In die Richtung von Neuzugang Sammy Watkins hat Mahomes nicht einmal geworfen.
  • Noch ruhiger als der Auftritt von Mahomes war der des Spielers, der im Vorjahr zwei Picks nach Mahomes gezogen wurde. Rückkehrer Deshaun Watson nämlich kam für einzige Serie auf das Feld und spielte dabei nur einen einzigen Pass. Brandon Weeden übernahm für Watson und führte die Texans zu aufeinanderfolgenden Touchdown-Drives.

Seattle Seahawks (0-1) - Indianapolis Colts (1-0)

Ergebnis: 17:19 (7:3, 0:6, 3:3, 7:7) BOXSCORE

  • Große Änderungen gab es in diesem Sommer in Seattle. Eine der wenigen Konstanten ist Russell Wilson. Der durfte für einen Drive auf das Grün im ausverkauften Century Link Field und brachte 4 seiner 5 Passversuche an den Mann. Rookie Rashaad Penny lief bei 8 Versuchen für magere 16 Yards.
  • Weitaus aufregender war das Debüt von Shaquem Griffin. Der einhändige Linebacker sprühte bei seinem NFL-Debüt nur so vor Spielfreude und beendete seine ersten vier Snaps mit vier Tackles. Am Ende waren es ein Spiel-Höchstwert von 8 Tackles.
  • Das Comeback von Andrew Luck verlief erwartet ruhig. Luck brachte 6 seiner 9 Pässe für 64 Yards an und musste ein ums andere Mal intensiven Kontakt von einer erfrischend aggressiven Seahawks-Defense hinnehmen. Eine Bewährungsprobe für die in der Vergangenheit stark lädierte Schulter.

San Francisco 49ers (1-0) - Dallas Cowboys (0-1)

Ergebnis: 24:21 (0:7, 7:7, 3:7, 14:0) BOXSCORE

  • Zwar erwischte Jimmy Garoppolo nicht den besten Start unter seinem neuen Arbeitskontrakt, doch bereiten den 49ers nach dem Jahres-Auftakt gegen Dallas ganz andere Dinge sorgen. Gleich sechs Spieler verletzten sich im ersten Durchgang. Unter anderem Tight End George Kittle und Running Back Matt Breida. Beide könnten nach Angaben von Kyle Shanahan längere Zeit ausfallen. Garoppolo beendete seinen Arbeitstag indes nach nur 3 von 6 erfolgreichen Pässen.
  • Besser sah das aus, was Dak Prescott ablieferte. Der nämlich scheint keine großen Anpassungs-Probleme zu haben, dass Dez Bryant und Jason Witten nicht mehr da sind und warf gleich mal einen herrlichen 30-Yard-Touchdown-Pass in die Hände von Rookie Michael Gallup. Gallup hat nicht die schlechtesten Chancen auf den ersten Receiver-Spot bei den Boyz, konnte am Donnerstag allerdings keine weiteren Aktien sammeln.
  • Aufseiten der Niners beendete ein enttäuschter Jerrick McKinnon seinen ersten Arbeitstag in neuer Uniform mit -4 Yards bei 3 Laufversuchen. Seine einzige Reception setzte er in 7 Yards Raumgewinn um. Richard Sherman muss aktuell aufgrund einer Oberschenkelverletzung pausieren. Dem Deutschen Marn Nzeocha gelangen zwei Tackles.

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