NFL: Power Ranking: Wer stürmt in die Playoffs?

Week 13 steht vor der Tür und damit wird auch schon das letzte Viertel der Regular Season eingeleitet! Das dritte SPOX Power Ranking der laufenden Saison gibt die finale Einschätzung für das Playoff-Rennen: Wer konnte sich gegenüber dem Power Ranking vor vier Wochen steigern? Wer muss seinen Playoff-Traum begraben? Besonders stark in der Spitze vertreten ist die NFC South, das Top-Quartett teilen sich AFC und NFC brüderlich.

Week 13 steht vor der Tür und damit wird auch schon das letzte Viertel der Regular Season eingeleitet! Das dritte SPOX Power Ranking der laufenden Saison gibt die finale Einschätzung für das Playoff-Rennen: Wer konnte sich gegenüber dem Power Ranking vor vier Wochen steigern? Wer muss seinen Playoff-Traum begraben? Besonders stark in der Spitze vertreten ist die NFC South, das Top-Quartett teilen sich AFC und NFC brüderlich.

Seite 1: Von Indianapolis bis Denver

32. Indianapolis Colts (aktuelle Bilanz: 3-8)

Platzierung im vergangenen Ranking: 30

Viel gibt es nicht, das man Colts-Fans für die verbleibenden fünf Wochen noch an die Hand geben kann - die Verletzung von Cornerback Rashaan Melvin ist nur der jüngste von vielen personellen Rückschlägen in der Defense, die im Pass-Rush weiter sehr zahnlos daherkommt. Offensiv ist kein Team in Pass-Protection anfälliger, das Passing Game hat zunehmend weniger gute Phasen oder selbst Momente als in den ersten Spielen von Jacoby Brissett und im Run Game sind wenige Teams ineffizienter. T.Y. Hilton kann noch immer mal ein Spiel an sich reißen, so wie vor einigen Wochen gegen Houston. Die Colts aber sind aktuell in fast allen Mannschaftsteilen massiv inkonstant, und das nicht nur aufgrund der regelmäßigen Einbrüche in den zweiten Hälfte von Spielen.

31. Miami Dolphins (4-7)

Platzierung im vergangenen Ranking: 29

Für Dolphins-Fans muss sich die laufende Saison mehr und mehr anfühlen wie ein Alptraum. Als möglicher Playoff-Kandidat im August ging es mit der Verletzung von Ryan Tannehill stetig bergab. Und heute? Die Offensive Line ist im Run-Blocking desolat, die Pass-Defense nicht nur auf dem Linebacker-Level ein riesiges Problem und weder Cutler noch Moore helfen der Offense irgendwie weiter. Die Entscheidung, Jay Ajayi weg zu traden, macht die Offense bislang nicht - wie teilweise erhofft - flexibler und dass jetzt Damian Williams aufgrund einer Schulterverletzung vorerst ausfällt, hilft natürlich wenig. Die defensive Front kann Gegnern noch immer Probleme bereiten, das bekamen die Patriots am Sonntag trotz des deutlichen Sieges zu spüren. Dennoch gilt: Den Dolphins steht im Frühjahr womöglich ein größerer Umbruch bevor.

30. Cleveland Browns (0-11)

Platzierung im vergangenen Ranking: 31

DeShone Kizer hat inzwischen auch regelmäßig einige positive Szenen, nach wie vor aber ist es schwer vorstellbar, dass ein Head Coach und Play-Caller seinem Rookie-Quarterback über das Scheme weniger Hilfe geben könnte, als Hue Jackson das in diesem Jahr macht. Das Run Game hat sich einigermaßen gefangen, defensiv sieht man mehr und mehr, warum Myles Garrett ein guter Nummer-1-Pick war. Generell bringt die Front trotz einiger Verletzungen (Ogbah, Collins) noch immer viel Qualität mit - wenn aber, wie gegen Cincinnati am Sonntag, die Run-Defense bröckelt, ist die ganze Defense extrem anfällig. Mit der Secondary nämlich werden die Browns in dieser Saison nicht viele Matchups gewinnen.

29. New York Giants (2-9)

Platzierung im vergangenen Ranking: 24

Der Auftritt in Washington zu Thanksgiving war ein offensiver Offenbarungseid. Die Giants haben keinerlei Kreativität im Passing Game, Evan Engram kämpft mit Drops und die Running Backs können nichts kreieren. Und all das, obwohl sich die Offensive Line tatsächlich einigermaßen stabilisiert hat. New York steht ein schwieriger Schlussspurt bevor, und was man dabei von der Defense bekommt, scheint eine Wundertüte zu sein: Nach desolaten Auftritten gegen die Rams und die 49ers wirkten die Giants in Washington gegen eine stark angeschlagene Redskins-Offense wieder verbessert, doch wie verlässlich ist das? Für Nummer-1-Cornerback Janoris Jenkins jedenfalls ist die Saison verletzungsbedingt beendet. Die Tatsache, dass McAdoo mit der Demontage von Eli Manning ein weiteres großes Fass aufmacht und wir jetzt Geno Smith sehen, kostet New York nochmals Plätze. In New York könnte der Umbruch schon vor dem Saisonende weiter gehen.

28. San Francisco 49ers (1-10)

Platzierung im vergangenen Ranking: 32

Kurz war das ungeplante Debüt für Jimmy Garoppolo gegen Seattle - kurz aber gefüllt mit jeder Menge Hoffnung. Die Niners haben sich im Run Game deutlich stabilisiert, während defensiv die Front bereits Gegner dominieren kann. Offensiv, wo sich der Ausfall von Pierre Garcon definitiv bemerkbar macht, sieht man die Handschrift von Kyle Shanahan generell schon immer wieder aufblitzen. Die Gemeinsamkeit all dieser einzelnen Punkte? Es sind eher Momentaufnahmen, San Francisco hat noch nicht die Qualität und die Konstanz, um all das dauerhaft umzusetzen. Das Potential aber ist, das wird immer deutlicher, in einzelnen Teilen definitiv vorhanden. Jetzt wird jede weitere Bewertung vorerst maßgeblich von den endlich anstehenden Auftritten von Garoppolo als Starter abhängen.

27. Chicago Bears (3-8)

Platzierung im vergangenen Ranking: 27

Der Ausfall von Leonard Floyd tut einem bisher sehr gefährlichen Pass-Rush weh und sollte die Secondary noch verwundbarer machen. Insgesamt aber haben die Bears nach wie vor eine der ligaweit stabileren Defenses, in den vergangenen Wochen - das Spiel gegen die Eagles mal ausgeschlossen - sah auch die Offensive Line besser aus. Mitchell Trubisky zeigt bereits einen ansehnlichen Deep Ball, vor allem das Kurzpassspiel und die generelle Präzision muss aber noch enorm verbessert werden. Dann wird das Passspiel auch statistisch deutlich effizienter daherkommen, als das aktuell (6,3 Yards pro Pass, 10 Touchdowns, 9 Interceptions) der Fall ist. Mit dem eigenen Run Game aber haben die Bears eine offensive Identität, die dem Rookie in seiner Entwicklung noch viel helfen wird und in Kombination mit der Front kann Chicago Gegnern das Leben schwer machen. Noch aber sind die Defizite, und damit ist neben Trubiskys Entwicklung in allererster Linie das Receiving-Corps gemeint, aber zu signifikant für größere Sprünge.

26. Tampa Bay Buccaneers (4-7)

Platzierung im vergangenen Ranking: 25

Die Kombination aus mangelndem Pass-Rush und Problemen in der Secondary ist wohl nur in Oakland vergleichbar groß. Die Bucs bekommen schon das ganze Jahr über keinen Druck auf gegnerische Quarterbacks, die 15 Sacks bisher (Liga-Tiefstwert) sind nur eine von vielen Statistiken, die das bestätigen. Die Folge: Lediglich Indianapolis lässt mehr Yards pro Pass zu (8,2) als Tampa Bay (8,1). Offensiv zeigt Ryan Fitzpatrick die Hochs und Tiefs, die man von ihm erwarten kann und Mike Evans wird trotz aller Probleme auch dieses Jahr wohl die 1.000 Yards knacken. Das größere Problem aber ist die Tatsache, dass die Bucs einerseits ihr Run Game überhaupt nicht ins Rollen bringen und andererseits kaum ein ernsthaftes Downfield-Element in ihrem Spiel haben. Immerhin: Winstons Comeback steht am Sonntag bevor. Angesichts des bisherigen Saisonverlaufs sollten die Bucs aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Schulterverletzung handelt, allerdings vorsichtig sein. Für Demar Dotson und Ali Marpet ist die Saison nämlich seit einigen Tagen beendet, die O-Line wird also eher anfälliger.

25. Denver Broncos (3-8)

Platzierung im vergangenen Ranking: 18

Man kann es nicht anders sagen: Die Offense der Denver Broncos ist ein einziges Chaos. Die Pass-Protection ist desolat, die Running Backs machen aus solidem Run-Blocking zu wenig. Das Quarterback-Karussell dreht sich von Trevor Siemian zu Brock Osweiler zu Paxton Lynch und jetzt wieder zurück zu Siemian - zwar weil Lynch verletzt ist, sein Auftritt gegen Oakland und die mehr als schlagbare Raiders-Defense gibt Broncos-Fans aber wenig Hoffnung, in Lynch tatsächlich den Quarterback der Zukunft gefunden zu haben. Das Problem bei all dem: Die Defense hat im Laufe der Saison ebenfalls abgebaut. Niemand anderes als die Broncos-Defense hat bisher die meisten Touchdown-Pässe zugelassen, und das obwohl der Pass-Rush noch immer zu den ligaweit besseren gehört. Immerhin die Run-Defense gehört ebenfalls noch in die NFL-Elite, das jedoch reicht angesichts der zahlreichen Probleme in Mile High nicht.

Seite 2: Von New York bis Cincinnati

24. New York Jets (4-7)

Platzierung im vergangenen Ranking: 26

Die Jets machen dieser Tage tatsächlich Spaß! Ja, Gang Green hat jetzt fünf der letzten sechs Spiele verloren, ist dabei aber mitnichten das vor der Saison von Jets-Fans befürchtete Kanonenfutter. New Yorks Offense - aufgebaut um Spread-, Air-Raid- und Run-and-Shoot-Elemente - bereitet Defenses vielmehr fast wöchentlich Probleme, auch die Panthers bekamen das am Sonntag zu spüren. Mit Robby Anderson und Jermaine Kearse verfügen die Jets tatsächlich über ein interessantes Receiver-Duo, insbesondere Anderson begeistert teilweise und Josh McCown spielt eine der vielleicht besten Spielzeiten seiner Karriere. Trotz einer noch immer äußerst anfälligen Offensive Line. Defensiv hat sich die Front in den vergangenen Wochen gesteigert, Rookie Jamal Adams ist längst ein Führungsspieler geworden. Die Jets schienen vor drei Monaten noch im kompletten Rebuild-Modus zu sein, vor dem Start des letzten Saisonviertels müssen die Verantwortlichen in New York äußerst zufrieden mit den Entwicklungen der laufenden Saison sein.

23. Green Bay Packers (5-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 22

Eigentlich könnte man es an dieser Stelle ganz kurz halten: Kein Aaron Rodgers - keine Chance. Zumindest wenn wir von höheren Ambitionen sprechen. Der Auftritt gegen Pittsburgh am Sonntagabend muss Packers-Fans dennoch Mut machen, zumindest was die Play-Designs und den Game-Plan von Coach Mike McCarthy angeht. Brett Hundley dagegen zeigt noch immer große Schwächen, wenn er innerhalb eines Plays mehr auf sich gestellt ist - vor allem weil er den Ball zu lange hält und scheinbar häufig auf die perfekte Lücke wartet. Dazu kommt die Tatsache, dass den Packers verletzungsbedingt die Running Backs ausgehen und die Pass-Defense noch immer zu anfällig für Big Plays und zu harmlos im Pass-Rush ist. Die allgemeinen Schwächen im Kader werden ohne Rodgers nach wie vor aufgedeckt, trotzdem könnte Green Bay angesichts des Schedules mit Außenseiter-Playoff-Chancen in die letzten drei Saisonspiele gehen.

22. Oakland Raiders (5-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 21

Nach wie vor eine enttäuschende Saison für Oakland, daran ändert auch der Sieg über ein Broncos-Team, das seine ganz eigenen Probleme hat, nichts. Die Raiders, die nach zehn Spielen ohne Interception (!) gerade ihren ersten Pick verzeichnen konnten, haben eine anfällige Secondary, einen trotz Khalil Mack äußerst enttäuschenden Pass-Rush, ein auch durch merkwürdiges Play-Calling inkonstantes Run Game und ein nicht selten zu vorhersehbares Passing Game. Oaklands Passing Game gehen die Downfield-Elemente ab, das liegt einerseits an Carrs Problemen mit längeren Pässen, andererseits aber auch an Drops und dem generellen Scheme der Offense. Dass Amari Cooper jetzt eine Gehirnerschütterung erlitten hat und Michael Crabtree gesperrt wurde, macht die Situation nicht wirklich besser. Die Offensive Line ist dabei im oberen Drittel anzusiedeln, aber ein gutes Stück weit weg von der Dominanz der vergangenen Saison und die Run-Defense gehört nicht nur in der Metrik von Football Outsiders ins untere Liga-Viertel.

21. Arizona Cardinals (5-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 28

Bruce Arians verdient für seinen Coaching-Job derzeit viel Anerkennung. Ohne die beiden besten Offensive Linemen und mit einer weiterhin extrem anfälligen Line, ohne David Johnson und mit dem dritten Quarterback ist die Cardinals-Offense dennoch konkurrenzfähig - die Jaguars bekamen das am Sonntag zu spüren. Arians hat für Gabbert die Offense umgebaut, deutlich mehr kurze Pässe gerade zu den Tight Ends prägen das Spiel. Defensiv sorgen Budda Baker und Tyrann Mathieu in den vergangenen Wochen für Begeisterung in der Wüste, während Chandler Jones die NFL auf dem geteilten ersten Platz in Sacks sowie auf dem alleinigen ersten Platz in Tackles for Loss anführt. Auch ohne seinen Pass-Rush-Partner Markus Golden neben sich, während Fitzgerald noch immer einer der produktivsten Slot-Receiver ist. Cardinals-Fans dürfen inzwischen berechtigte Hoffnung haben, dass er noch eine Saison dranhängt. Für Arizona ist es verletzungsbedingt in vielerlei Hinsicht eine verlorene Saison und Spiele wie die Pleite in Houston werden, wenn die Leistungsträger auch nur einen leichten Abfall haben, in den verbleibenden Partien noch mehrfach vorkommen. Doch das Team zeigt aktuell, dass es definitiv einige sehr gute Bausteine für die nächsten Jahre hat.

20. Houston Texans (4-7)

Platzierung im vergangenen Ranking: 9

Texans-Fans werden sich noch eine ganze Weile lang fragen, was hätte sein können. Was wäre möglich gewesen, hätten sich nicht mit J.J. Watt, Whitney Mercilus und natürlich Deshaun Watson drei der vier wichtigsten Spieler dieses Teams verletzt? Stattdessen werden mit Tom Savage die eklatanten Probleme in der Pass-Protection gnadenlos aufgedeckt, während die Defense weiter die drittmeisten Yards pro Pass (7,9) zulässt. Beachtlich ist, wie teuer sich die Front um Jadeveon Clowney auch ohne Watt und Mercilus noch verkauft - insbesondere gegen den Run sind wenige Teams so stark wie Houston. Das eigene Run Game dagegen ist ein anderes Thema. Die Texans sind unter dem Strich ein Team, das unter anderem mit Clowney und DeAndre Hopkins nach wie vor riesige individuelle Qualität hat, die Spiele entscheiden kann und das sieht man auch Woche für Woche auf Tape. Die Defizite aber im restlichen Kader sind insgesamt, und das ist wenig überraschend, zu groß, um die drei großen Ausfälle aufzufangen.

19. Tennessee Titans (7-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 20

Die Titans bleiben eine der Enttäuschungen der laufenden Saison. Beziehungsweise, man muss es anders formulieren: Tennessees Offense bleibt eine der Enttäuschungen der laufenden Saison. Die Defense hat sich sogar halbwegs stabilisiert, das Run Game aber ist nicht ansatzweise auf dem dominanten Level der Vorsaison und Marcus Mariota spielt seine bisher schlechteste NFL-Saison. Das geht in gewissem Maße auch Hand in Hand, ist doch Mariota einer der besten Play-Action-Quarterbacks - ohne dieses Element fällt er allerdings deutlich zu weit ab. Die Line ist in Pass-Protection anfälliger geworden und der Offense generell fehlen die Speed-Elemente, was dazu führt, dass Rookie-Cornerback Adoree' Jackson vereinzelt in der Offense eingesetzt wird. Trotz alledem hat Tennessee das Potential, im riesigen Mittelfeld der AFC am Ende einen Wildcard-Platz zu belegen. Auch wenn das Titans-Tape aktuell mitnichten ein Playoff-Team zeigt.

18. Buffalo Bills (6-5)

Platzierung im vergangenen Ranking: 12

Wenn es an die Endabrechnung und die AFC-Wildcard-Plätze geht, könnte der genauso unsinnige wie kurzzeitige Quarterback-Tausch Buffalo teuer zu stehen kommen. Beim Sieg in Kansas City am Sonntag war wieder einmal perfekt sichtbar, was Taylor bedeutet: Er wird das Team nicht tragen, liefert aber genügend entscheidende Plays und macht so wenige gravierende Fehler, dass er dem Team um sich herum eine Chance gibt. Die Run-Defense bleibt dabei ein großes Fragezeichen, der gute Auftritt gegen die Chiefs war eher dem schlechten Auftritt der KC-Offense, als dem guten Spiel der Bills-Defense geschuldet. Immerhin agierte Buffalo dabei aber innerhalb seiner Schemes und Zuständigkeiten diszipliniert. Auch die Offensive Line bereitet weiter Sorgen, in einem völlig offenen AFC-Mittelfeld aber gehören die Bills weiter zu den Playoff-Kandidaten.

17. Cincinnati Bengals (5-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 19

Die Bengals sind eines dieser Teams, das auch nach elf Spielen noch immer irgendwo im Nirgendwo einzuordnen sind. Ja, die Offensive Line ist noch immer schlecht, insgesamt betrachtet sogar eine der schlechtesten in der gesamten NFL. Und ja, die Waffen neben A.J. Green fehlen Cincinnati auch in dieser Saison überdeutlich. Aber: Pass-Rush und Pass-Defense insgesamt haben sich deutlich gesteigert, vor allem jedoch konnte man bei Andy Dalton einen klaren Trend nach oben feststellen. Dalton ist seit dem Wechsel des Offensive Coordinators merklich verbessert, vor allem mit Pressure kommt er besser klar. Jetzt müsste Cincinnati nur endlich das Run Game mit Joe Mixon konstant hinbekommen, so wie es gegen Cleveland am Sonntag mal der Fall war. Dann wäre auch eine bessere Platzierung möglich.

Seite 3: Von Dallas bis Carolina

16. Dallas Cowboys (5-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 10

Sicher, ohne die Verletzungen von Tyron Smith und Sean Lee sowie ohne die Suspendierung von Ezekiel Elliott blicken die Cowboys möglicherweise auf einen ganz anderen Saisonverlauf. Doch das ist hypothetisch, in der Realität wurden die Problemzonen knallhart aufgedeckt: Die Pass-Protection ist längst nicht so gut, wie es vielleicht den Anschein hatte. Die Defense bekommt ohne Lee massive Probleme insbesondere bei Pässen in der Mitte des Feldes, aber auch die Run-Defense schwächelt. Das Play-Calling ist eindimensional und hilft Dak Prescott wenig und das Receiving-Corps ist deutlich schlechter, als die Namen vermuten lassen würden. Dass Prescott selbst ohne Frage ein Tief durchläuft, hilft natürlich wenig. Dallas hat noch immer die Möglichkeiten, um im letzten Saisonviertel nach oben zu blicken. Weitere Ausrutscher sind dafür aber verboten und die Coaches müssen sich dafür anpassen. Dass das so auf Knopfdruck funktioniert, darf durchaus bezweifelt werden.

15. Baltimore Ravens (6-5)

Platzierung im vergangenen Ranking: 23

Die Ravens sind ein Team, dessen Bewertung angenehm einfach ist. So lange Nose Tackle Brandon Williams in der Defensive Line auf dem Platz steht, ist es eine äußerst gute Defense. Dann wird der Run gut verteidigt, was dahinter für mehr Flexibilität sorgt und die erfahrene Secondary entlastet sowie mehr Aggressivität erlaubt. Dann sieht man Auftritte wie in Green Bay und in der Schlussphase gegen die Texans, wenn die Defense schlechte Offenses komplett dominiert. Die eigene Offense auf der anderen Seite ist ähnlich kurz beschreibbar: Joe Flacco ist in diesem Jahr einer der konservativsten und schlechtesten Quarterbacks der NFL und versucht kaum mal einen tiefen Pass. Falls doch ist er dabei viel zu ungenau. Das Run Game ist solide, nicht mehr, mit Danny Woodhead ist aber zumindest ein potentieller X-Faktor- und Matchup-Spieler endlich zurück.

14. Kansas City Chiefs (6-5)

Platzierung im vergangenen Ranking: 3

Es ist ein enormer Absturz, den Kansas City über die vergangenen Wochen hingelegt hat. Von der kreativsten, von Big Plays geprägten Offense hin zu einem Team, dessen offensive Plays zunehmend durchschaut wurden und das inzwischen regelmäßig von gegnerischen Defenses dominiert wird. Die ohnehin schon das ganze Jahr über in Pass-Protection anfällige Offensive Line hat auch im Run-Blocking nachgelassen, was Kareem Hunt das Leben merklich schwer macht. Defensiv waren die Chiefs schon auch während der Siegesserie anfällig, das setzt sich nunmehr fort. Vor allem die Run-Defense ist wacklig, aber auch der Pass-Rush ist abgetaucht. Das größte Fragezeichen ist jetzt dennoch Alex Smith. Nach seinem furiosen Start in die Saison hat entweder sein Arm signifikant nachgelassen, oder aber er vertraut den Downfield-Konzepten nicht mehr. In jedem Fall können Defenses die Chiefs-Offense ohne irgendwelche exotischen Schemes verteidigen, nicht selten genügt eine simple Cover-2. Das muss sich dringend ändern, sonst ist die einst schon sicher geglaubte Division-Krone auf einmal weg.

13. Washington Redskins (5-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 17

Washington erlebt in puncto Verletzungen und Ausfälle ein absolutes Seuchenjahr, vor allem das vorzeitige Saisonaus von Chris Thompson - bislang eine Art Fokus der Offense - tut weh, ähnlich wie die anhaltenden Knieprobleme von Left Tackle Trent Williams. Damit steht Kirk Cousins, der eine sehr gute Saison spielt, noch stärker im Fokus. Das gilt umso mehr, da die eigene Defense im Mittelmaß feststeckt. Vor allem in der Run-Defense ist noch deutlich Luft nach oben, immerhin das eigene Run Game läuft mit Perine besser. Und so sind die Redskins auf genau einem Level mit Detroit: Ein Team, das an einem guten Tag fast jedem Gegner Probleme bereiten kann - das gleichzeitig aber weder die Konstanz noch die individuelle Qualität in der Spitze hat, um das auch regelmäßig zu tun. Und so endet die Saison für Washington mutmaßlich mit besseren Auftritten als mindestens ein AFC-Playoff-Team - allerdings ohne Playoff-Chance in der extrem stark besetzten NFC.

12. Detroit Lions (6-5)

Platzierung im vergangenen Ranking: 15

Letzte Woche kam innerhalb meiner Kolumne die Leser-Frage auf, wie ich die Lions einschätze - und darauf greife ich jetzt zurück. Detroit ist kein gutes Team, Detroit ist kein schlechtes Team. Es ist ein Team im (oberen) grauen Mittelmaß, und das hat Gründe: Die Lions haben massive Probleme in der Run-Defense, noch größer sind die Sorgenfalten im eigenen Run Game. Detroit schafft es seit Jahren nicht, Matthew Stafford ein Run Game zur Seite zu stellen, was zumindest dieses Jahr auch an desolatem Run-Blocking liegt. Wenn der dann, wie an Thanksgiving gegen Minnesota, einen schlechten Tag hat, geht die Lions-Offense schnell den Bach runter. All das führt unter dem Strich dazu, dass Detroit schwer zu greifen ist, vor allem aber inkonstant auftritt und in den Playoffs - sollte es dazu kommen - mit den Schwergewichten nicht mithalten kann.

11. Seattle Seahawks (7-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 4

Sehr bittere Saison für die Seahawks. Die Verletzungen von Kam Chancellor, Cliff Avril und Richard Sherman lassen die Defense stark verwundbar zurück - vor allem die Pass-Defense ist gebeutelt. Seattles Front spielte schon in Bestbesetzung nicht auf dem gewohnten ultra-dominanten Level, inzwischen wird es immer schwieriger, mit der Defense Spiele zu gewinnen. Auf der anderen Seite des Balls hängt indes viel zu viel an Russell Wilson. Das liegt vor allem daran, dass hinter der schwachen Offensive Line keinerlei Run Game zustande kommt. So wirken die Spielzüge nicht selten etwas unstrukturiert, die Seahawks lassen häufiger offensiv keine klare Identität erkennen. Immerhin: Die Wilson-zu-Jimmy-Graham-Connection ist in dieser Saison richtig heiß gelaufen. Seattle hat noch immer einen Top-5-Quarterback, ein Top-5-Linebacker-Duo, den besten Free Safety und einiges an Qualität im Receiving-Corps und der Defensive Line. Die Schwachstellen und Problemzonen werden jedoch größer.

10. Jacksonville Jaguars (7-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 11

Die vergangenen Wochen haben überdeutlich gemacht, was wir eigentlich alle schon über Jacksonville wussten: Die Jaguars 2017 sind ein Team, das eine herausragende Defense mit enormer individueller Qualität auf allen drei Ebenen aufbietet und so Woche für Woche Spiele gewinnen kann. Sie sind aber auch ein Team, das quasi immer Probleme bekommen wird, sobald eine Partie bedingt durch den Spielverlauf in die Hände von Blake Bortles gelegt wird. Umso alarmierender ist da der Zustand des eigenen Run Games: Leonard Fournette verzeichnete seit der Bye Week 1,9, dann 4,0 und schließlich bei der Pleite in Arizona am Sonntag 2,1 Yards pro Run. Teams konzentrieren sich immer aggressiver auf den Run, weil sie davon ausgehen können, dass Bortles sie zumindest nicht konstant dafür bestraft. Und so ist es für Jacksonville fast unabdingbar, mit einer eigenen Führung im Rücken zu spielen. Geraten die Jags mit zwei Possessions in Rückstand, wird das gegen nahezu jeden Gegner ein großes Problem sein. Erst recht in den Playoffs, welche die Jaguars allein angesichts der schwachen Konkurrenz innerhalb der Division trotz alledem nach wie vor erreichen sollten.

9. Carolina Panthers (8-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 16

Gerade als es schien, als hätte Carolina in die Spur gefunden und vor allem offensiv mit einem kreativeren Run Game, mehr geplanten Quarterback-Runs und besserem Play-Calling, das die Stärken von Christian McCaffrey besser zur Geltung bringt, alles für einen starken Schlussspurt bereitet - da kommt ein Spiel wie das gegen die Jets daher. Die Panthers gewannen das Duell in New York frisch aus der Bye-Week zwar, doch war es einmal mehr eine Erinnerung daran, wie zermürbend inkonstant Cam Newton sein kann. Die defensive Front ist nach wie vor glänzend besetzt, in der Secondary aber gibt es schon seit Wochen Schwachstellen und individuelle Fehler. Gegen die Jets wurde das mehrfach bestraft. Carolina ist noch immer auf Playoff-Kurs, muss sich in einigen zentralen Bereichen aber dringend stabilisieren, um dort auch mehr als nur ein nettes Wildcard-One-and-Done-Team zu sein.

Seite 4: Die Top-8: Zwei Mal L.A., zwei Mal NFC South - eine starke Spitzengruppe

8. Los Angeles Chargers (5-6)

Platzierung im vergangenen Ranking: 14

Sind die Chargers das Team, dass sich im letzten Saisonviertel noch in die Playoffs kämpft? Die vergangenen Wochen jedenfalls geben mehr als nur Grund zu dieser Annahme! L.A. verfügt über das aktuell beste Pass-Rush-Duo der Liga und kombiniert das mit einem sehr guten Cornerback in Casey Hayward. Philip Rivers spielt eine gute Saison, die Pass-Protection ist stabil. Plötzlich gibt es mit Austin Ekeler eine ernsthafte zweite Option neben Melvin Gordon im Backfield und Keenan Allen in Topform ist eine absolute Macht. Wenn es den Chargers jetzt noch gelingt, Hunter Henry konstanter in die Game Plans zu involvieren, wird diese Offense so richtig unangenehm. L.A. hatte in den ersten Wochen der Saison - wieder einmal - einige Spiele leichtfertig verschenkt, sonst würden die Chargers in der allgemeinen Sichtweise schon jetzt ganz anders dastehen. Die aktuelle Form spricht in jedem Fall eine völlig andere Sprache als die Bilanz.

7. Los Angeles Rams (8-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 7

Wirklich, wirklich beeindruckender Auftritt der Rams-Defense gegen die Saints am Sonntag. Wenn L.A., nachdem die Front in der Vorwoche noch von den Minnesota Vikings dominiert wurde, defensiv wieder konstant mit dem 4-Men-Rush agieren kann, stehen Wade Phillips viele Türen für kreative Play-Designs und Game Plans offen. Die Offense von Sean McVay gehört weiterhin zur ligaweiten Scheme-Elite, gegen die Saints klappten auch die Downfield-Elemente wieder deutlich besser. Die Offensive Line spielt auf einem extrem hohen Niveau, Todd Gurley lässt die Katastrophen-Saison 2016 zunehmend komplett vergessen und die Secondary tritt in Coverage diszipliniert auf. Wenn die Rams es schaffen, sich defensiv auf diesem Level zu stabilisieren und offensiv noch mehr Alternativen haben, wenn die Line einer dominanten Front gegenüber steht, muss man mit L.A. im Januar tatsächlich ernsthaft rechnen.

6. Atlanta Falcons (7-4)

Platzierung im vergangenen Ranking: 13

Über einige Wochen hatte es sich bereits angedeutet, inzwischen kann man mit Sicherheit sagen: Die Falcons-Offense ist zurück. Nicht zurück auf dem historischen Level, das sie in der Vorsaison unter Shanahan hatte. Das aber konnte auch niemand erwarten. Allerdings sieht man wieder mehr Elemente der Shanahan-Offense, das Downfield-Game ist aggressiver und das Run Game klappt immer besser - obwohl Devonta Freeman zuletzt ausfiel. Matt Ryan spielt eine sehr gute Saison, Julio Jones hatte gegen die Bucs schließlich auch sein Monster-Spiel. Und defensiv? Der Pass-Rush gefällt immer besser, das Cornerback-Corps ist tief. Wie man es auch dreht und wendet, angesichts der Lernprozesse in der noch immer jungen Defense sowie bei Offensive Coordinator und Play-Caller Steve Sarkisian sollte der Trend der Falcons in den ausstehenden fünf Wochen weiter nach oben gehen.

5. New Orleans Saints (8-3)

Platzierung im vergangenen Ranking: 8

Eigentlich hatte ich die Saints auf dem dritten Platz gesehen - doch gegen die Rams wurde wieder deutlich, wie stark die Defense von Marshon Lattimore abhängt. Der gibt New Orleans enorme defensive Flexibilität, andere Möglichkeiten im Pass-Rush und verlieht der Defense insgesamt ein ganz anderes Gesicht. Im Big Easy müssen sie hoffen, dass Lattimore nicht länger ausfällt. Darüber hinaus haben die Rams defensiv die Line of Scrimmage mit ihrer Front dominiert, womit ich ebenfalls nicht gerechnet hatte. Nach einem Spiel sollte man dennoch nicht überreagieren: New Orleans hat in diesem Jahr eine der besten Lines, egal ob im Run-Blocking oder in Pass-Protection. Alvin Kamara sollte der klare Favorit auf den Offensive Rookie des Jahres sein, gemeinsam mit Mark Ingram bildet er ein herausragendes Running-Back-Duo. Die offensive Balance ist eine große Stärke dieses Teams, gleichzeitig ist Drew Brees noch immer ein Top-5-Quarterback (auch hier betrachte ich das Rams-Spiel als Ausrutscher). Kommen die Saints mit all ihren Schlüsselspielern fit in die Playoffs, sind sie ein ernsthafter Super-Bowl-Kandidat.

4. Pittsburgh Steelers (9-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 2

Wenn die Steelers alle ihre PS auf die Straße bringen, sind sie das vielleicht gefährlichste, talentierteste Team in der Liga: Eine Top-5 Offensive Line, eine Top-5 Defensive Line, der beste Wide Receiver in der NFL, der beste Running Back in der NFL und in Rookie JuJu Smith-Schuster einer der produktivsten Slot-Receiver der laufenden Saison (392 Yards aus dem Slot heraus, davon 182 nach dem Catch). Das große Problem mit den Steelers ist allerdings, dass sie zu häufig noch Durchhänger haben, die jüngsten Beispiele waren die Beinahe-Pleite in Indianapolis sowie der defensiv fahrige, teilweise fast etwas überhebliche Auftritt gegen die Packers am Sonntagabend. Es spricht für die immense Qualität im Kader, dass Pittsburgh solche Spiele trotzdem gewinnt. Eine große Baustelle mit Blick schon in Richtung Playoffs: Das Run Game muss effizienter werden. Defensiv wird insbesondere gegen die Patriots - erst in Week 15 und dann möglicherweise erneut in der Postseason - viel davon abhängen, wie groß die Bereitschaft und die Fähigkeit innerhalb des Teams ist, Man Coverage zu spielen. Die starke Front jedenfalls gibt den Steelers so viel defensive Flexibilität wie schon lange nicht mehr.

3. Minnesota Vikings (9-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 6

Dieses Vikings-Team macht aktuell viel Spaß, und das nicht mehr nur aufgrund der exzellenten Defense. Mit Stefon Diggs und Adam Thielen verfügt Minnesota über das derzeit beste Wide-Receiver-Duo in der NFL, zwei extrem präzise Route-Runner, welche die Offense-Designs von Pat Shurmur perfekt auf den Platz übertragen. Die beinhalten unter anderem viele einander kreuzende Routes und aufeinander aufbauende Laufwege, was das Verteidigen schwerer macht und Quarterback Case Keenum klare Reads gibt. Es ist ein maßgeblicher Grund dafür, dass Minnesota bei 7,6 Yards pro Pass steht - auch weil Keenum dem Scheme vertraut und dementsprechend Mut zu Risiko-Pässen hat. Die Offensive Line ist zudem deutlich verbessert und Keenum einer der besten Quarterbacks, wenn es darum geht, in der Pocket mit Pressure umzugehen. Und die Defense? Minnesota kann die Box extrem aggressiv bespielen und macht so Kurzpassspiel, Run Game und Screens enorm schwer. Die schweren Formationen an der Line of Scrimmage verstecken zudem Rusher und Blitzer, Harrison Smith und Xavier Rhodes gehören in die Top-5 auf ihrer jeweiligen Position. So lange Keenum auf diesem Level spielt, ist Minnesota ein Super-Bowl-Kandidat.

2. New England Patriots (9-2)

Platzierung im vergangenen Ranking: 5

Tom Brady 2017 spielen zu sehen ist in sich gesehen schon eine Sensation: Pocket-Movement, sein daraus resultierendes Verhalten gegen Pressure und den Blitz, die Genauigkeit, die plötzliche Big-Play- und Downfield-Aggressivität - Brady spielt eine herausragende Saison, er ist der beste Quarterback der laufenden Spielzeit. Dass sich passend dazu die Offensive Line über die vergangenen Wochen deutlich gesteigert hat, Brandin Cooks perfekt in die Offense passt, Rob Gronkowski fit ist und die Running Backs eine erwart große Rolle spielen, hilft bei alledem natürlich. Defensiv lässt sich festhalten, dass sich die Secondary stabilisiert hat, ganz besonders Gilmore fällt dabei auf. Von Anfang an war klar, dass die Secondary die Defense entscheidend prägen muss - nach und nach sehen wir mehr davon. Die Defense insgesamt ist mit den teilweise wilden Auftritten in den ersten Wochen überhaupt nicht mehr auch nur ansatzweise vergleichbar. Pass-Rush und vor allem die Run-Defense bleiben dennoch ernsthafte Probleme, die in den Playoffs noch schwerwiegendere Faktoren werden könnten. Die Verletzung von Dont'a Hightower hat eine ohnehin dünne Einheit noch anfälliger gemacht. Im Special Team muss man abwarten, wie schwer der Ausfall von Nate Ebner wiegt. So lange Brady und die Offense so konstant auf diesem extrem hohen Level spielen, werden die Pats allerdings weiter mögliche Problemzonen ausgleichen können.

1. Philadelphia Eagles (10-1)

Platzierung im vergangenen Ranking: 1

Die Patriots und die Eagles stehen nochmals ein wenig vor dem Rest der sehr starken Spitzengruppe, Philly verdient sich unter anderem aufgrund der Tiefe im eigenen Kader die Pole Position. In der Offense greift aktuell jedes Rädchen ineinander: Das Scheme und das Play-Calling sind herausragend, Carson Wentz ist einer der besten Passer auf die mittleren Distanzen, das Running-Back-Corps ist genau wie das Receiving-Corps tief und vielseitig und die Line selbst ohne Jason Peters noch immer eine der ligaweit stabilsten. Das erlaubt es Philly regelmäßig, schlechte Teams komplett zu überrennen - und dann gibt es für diese Teams keinen Weg zurück in die Partie. Dafür sorgt die Defensive Line, eine absolute Elite-Einheit. Keine Front verteidigt den Run besser, die Tatsache, dass die Eagles konstant mit vier Spielern Druck erzeugen können, gibt in der Coverage dahinter jede Menge Freiheiten. So ist es kein Zufall, dass nur Jacksonville weniger Yards pro Pass zulässt als Philadelphia (6,3). Mit der Rückkehr von Ronald Darby hat die Secondary nochmals eine deutliche Qualitäts-Spritze erhalten, mit Rookie Sidney Jones könnte mit Blick auf die Playoffs noch eine weitere folgen. Bei all der hohen Qualität in der NFC in diesem Jahr - die Eagles sind das Team, das es zu schlagen gilt.

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