NFL: Mitchell holt zum Rundumschlag gegen Kollegen und Goodell aus

Mike Mitchell von den Pittsburgh Steelers setzte am Mittwoch zu einem verbalen Rundumschlag an und kritisierte die Liga, die Kollegen und den Commissioner. Hauptkritikpunkt des Safetys waren Themen wie Spielerbestrafungen, das CBA und die aktuellen Regeln des Spiels.

Mike Mitchell von den Pittsburgh Steelers setzte am Mittwoch zu einem verbalen Rundumschlag an und kritisierte die Liga, die Kollegen und den Commissioner. Hauptkritikpunkt des Safetys waren Themen wie Spielerbestrafungen, das CBA und die aktuellen Regeln des Spiels.

Nach dem mitunter überharten Spiel der Steelers gegen die Cincinnati Bengals am Montagabend, nachdem mehrere Spieler auf beiden Seiten mit Kopfverletzungen im Krankenhaus gelandet waren und George Iloka und JuJu Smith-Schuster sperren davontrugen, machte Mitchell seinem Frust freien Lauf.

Ein Aufreger dabei war, dass Iloka und Smith-Schuster ebenso ein Spiel gesperrt worden - Ilokas Sperre wurde in Berufung zu einer Geldstrafe reduziert - wie Patriots-Tight-End Rob Gronkowski, der einen Bills-Spieler nach Ende eines Spielzugs attackiert hatte. "Smith-Schuster und Iloka machten Football-Plays in einem Football-Spiel während des Spielzugs, genauer gesagt bevor abgepfiffen wurde. Gronkowskis Aktion hingegen war ein am Boden liegender Spieler nach dem Pfiff. Ich verstehe, dass die Liga auf Player-Safety achtet, aber sagen Sie mir nicht, dass dies dieselben Verstöße waren."

Er präzisierte seine Aussagen und sagte: "Meine wahre Beschwerde geht nicht an die NFL, sondern an meine Kollegen. Wie konnten wir diesem CBA zustimmen? Es gibt keine Konstanz in der Art und Weise, wie wir bestraft werden. In einer Woche wirst du für ein Foul mit einer Geldstrafe belegt, in der nächsten für dieselbe Aktion gesperrt. In einer Woche ist ein Kampf auf dem Platz ein Platzverweis, in der nächsten eine Spielsperre."

Damit nicht genug, Mitchell nahm sich auch noch ESPN-Experte und Ex-Quarterback Matt Hasselback vor: "Erst nehmt Ihr unser Geld, aber jetzt kommen auch noch Arschlöcher wie Matt Hasselbeck daher und nennen mich einen schmutzigen Spieler und bewerten meinen Charakter, obwohl wir uns nie begegnet sind."

Mike Mitchell: Lasst uns Flag-Football spielen

Eine Lösung für die aktuellen Probleme hat Mitchell etwas provokant aber auch parat: "Gebt uns einfach ein paar Flaggen und wir gehen dann raus und versuchen, diese Flaggen abzureißen. Denn wir spielen keinen Football. Dies ist kein verdammter Football. Als ich sechs Jahre alt war, habe ich Charles Woodson, Rod Woodson, Sean Taylor und Jack Tatum gesehen. Das waren Hitter. Das war Football. Das jetzt ist kein Football. Du musst die Risiken kennen, wenn du dich für Football entscheidest. Niemand will gelähmt sein, niemand will Kopfverletzungen bekommen."

Aber Mitchell räumte auch ein: "Aber lassen Sie uns Football nicht zu einem gefährlichen, barbarischen Spiel machen. Ich habe damit das Erbe meiner Familie verändert. Bevor ich gedraftet wurde, hatte ich 368 Dollar auf meinem Konto. Das ist keineswegs mehr der Fall heutzutage. Ich habe das Erbe meiner Familie mit dem schönen Spiel Football für immer verändert. Also lassen Sie es uns nicht zu einem bösen, schmutzigen Spiel machen. Es ist Football. Es ist nichts anderes als UFC. Dies ist ein Kampf-, ein Kontaktsport. Es wird Verletzungen geben. Es ist wie es ist. Wenn du nicht verletzt werden willst, dann komm nicht raus auf den Platz. Dies ist für echte Männer. Es ist ein Männer-Spiel."

Außerdem forderte er von seinen Kollegen: "Wir müssen einen besseren Job als Spieler machen, wenn wir das nächste CBA unterschreiben. Wir müssen auch eine bessere Führung bekommen von demjenigen, der diese Liga anführt, denn alle von Fans, Eigner und Spielern sind von Roger Goodell enttäuscht. Wir können keinen Typen haben, der Bestrafungen einfach so verteilt wie es ihm gerade passt. Es muss feste Richtlinien dafür geben, wie wir das machen, was wir machen." Goodell indes verlängerte gerade erst seinen Vertrag als NFL-Commissioner.

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