NFL: Medien: Bridgewater-Lager rechnet mit auslaufendem Vertrag

Nach wie vor ist nicht ganz klar, ob der Vertrag von Teddy Bridgewater bei den Minnesota Vikings tatsächlich ausläuft - oder ob das letzte Vertragsjahr aufgrund der verletzungsbedingten Zwangspause des Quarterbacks wiederholt wird. Im Bridgewater-Lager gibt es aber offenbar wenig Zweifel.

Nach wie vor ist nicht ganz klar, ob der Vertrag von Teddy Bridgewater bei den Minnesota Vikings tatsächlich ausläuft - oder ob das letzte Vertragsjahr aufgrund der verletzungsbedingten Zwangspause des Quarterbacks wiederholt wird. Im Bridgewater-Lager gibt es aber offenbar wenig Zweifel.

Das vermeldet zumindest Pro Football Talk unter Berufung auf interne Quellen. Demnach gehe das Bridgewater-Camp davon aus, dass die Vertragssituation "kein Problem" darstellen wird.

Die Situation ist gelinde gesagt kurios: Ursprünglich ging man davon aus, dass Bridgewater automatisch für ein weiteres Jahr an die Vikings gebunden ist, da er die ersten sechs Spiele in seinem letzten Vertragsjahr auf der PUP-Liste ("Physically Unable to Perform") verbracht hatte. Die dazu passende Regel besagt, dass das letzte Vertragsjahr für diesen Fall im Prinzip für ein Jahr auf Eis gelegt wird.

Nach und nach häuften sich allerdings Meldungen, wonach dieser Umstand nur dann eintritt, wenn er die komplette letzte Saison vor Ablauf seines Vertrags auf der PUP-Liste verbringt. Das Collective Bargaining Agreement scheint relativ deutlich die "6-Spiele-Theorie" zu vertreten, darin heißt es in Artikel 20:

"Jeder Spieler, der auf der PUP-Liste platziert wird, erhält sein in Paragraph 5 genanntes volles Gehalt. Sein Vertrag wird nicht ausgesetzt, während er auf der PUP-Liste ist, außer er ist im letzten Vertragsjahr. Der Vertrag des Spielers wird dann ausgesetzt, wenn er noch beim sechsten Regular-Season-Spiel seine Football-Leistungen nicht vollbringen kann." Diese Definition würde auf Bridgewater zutreffen.

Vikings: Was passiert mit Bridgewaters Vertrag?

Die Vikes selbst hatten sich Anfang Februar zu keiner definitiven Aussage hinreißen lassen. "Was die Wiederholung des letzten Vertragsjahres angeht, das ist keine Vikings-Entscheidung, das ist eine NFL- und Spieler-Union-Entscheidung", erklärte Minnesotas Geschäftsführer Rick Spielman bei ESPN.

Noch im Mai hatte er gegenüber PFT Live betont: "Wir kennen die Regel sehr gut. Wir verstehen jeden Aspekt, der da mit rein fließt. Aber aus vertraglichen Gründen möchte ich das nicht weiter kommentieren. Es gibt allerdings spezifische Regeln und die sind uns bewusst."

Teddy Bridgewaters Vertrag: Eine Entscheidung muss her

Bisher zumindest hat die Liga keine klare Aussage getätigt - und so läuft allen Beteiligten die Zeit davon. Am 14. März beginnt das neue Liga-Jahr und somit auch die Free Agency. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, könnte Bridgewater oder das Team dagegen Berufung einlegen, wofür ebenfalls Zeit eingeplant werden muss.

Für alle Beteiligten ist das eine absolut kritische Entscheidung. Für den 26-Jährigen geht es darum, ob er ab Mitte März den Markt testet oder ob er automatisch für eine weitere Saison bei den Vikings bleibt. Minnesota auf der anderen Seite hätte, sollte das letzte Vertragsjahr essenziell wiederholt werden, Bridgewater für 1,3 Millionen Dollar Basis-Gehalt unter Vertrag - während die Deals von Case Keenum und Sam Bradford auslaufen wäre das ein enormer Boost.

Bridgewater übernahm in Minnesota früh in der 2014er Saison als Starter und spielte dann die komplette 2015er Spielzeit. Unmittelbar vor dem Start 2016 verletzte sich der 25-Jährige dann schwer am Knie, es dauerte bis spät im Vorjahr, ehe er wieder spielen konnte.

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