NFL: Kolumne: Packers im richtigen Moment in Topform

Die Conference Championship Games stehen fest - und in seiner wöchentlichen Kolumne blickt SPOX -Redakteur Adrian Franke auf den Weg dorthin: Wie überzeugte die Packers-Offense gegen Seattle? Woran kann man den Titans-Aufschwung festmachen? Und worauf kommt es in den Championship Games an? Zunächst aber: Der komplette Wahnsinn von Kansas City.

Die Conference Championship Games stehen fest - und in seiner wöchentlichen Kolumne blickt SPOX-Redakteur Adrian Franke auf den Weg dorthin: Wie überzeugte die Packers-Offense gegen Seattle? Woran kann man den Titans-Aufschwung festmachen? Und worauf kommt es in den Championship Games an? Zunächst aber: Der komplette Wahnsinn von Kansas City.

Seite 1: Chiefs-Offense: Wenn ein Videospiel Realität wird

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Die Chiefs-Offense: Wenn ein Videospiel Realität wird

Was am Sonntag in Kansas City passierte, war schlicht und ergreifend absurd. Die Chiefs legten das größte Comeback der eigenen Franchise-Geschichte hin, kein Team in den letzten acht Jahren hatte einen 0:21-Rückstand zum Ende des ersten Viertels noch aufgeholt und KC wurde das erste Team aller Zeiten, das ein Playoff-Spiel mit 20 Punkten Vorsprung gewinnt, nachdem man mit über 20 Punkten hinten gelegen hatte.

Rekorde purzelten links und rechts, und nach dem 0:24-Rückstand mit einem Start direkt aus dem Lehrbuch für Katastrophen gewannen die Chiefs 51:31. Zwischenzeitlich erzielten Patrick Mahomes und Co. Touchdowns bei sieben aufeinanderfolgenden Drives. Am Ende war buchstäblich das Touchdown-Feuerwerk im Arrowhead Stadium aufgebraucht.

"51 Punkte in drei Vierteln, oder?", versicherte sich Guard Stefen Wisniewski anschließend. "Es war lächerlich." Receiver Tyreek Hill wurde nach der Partie gefragt, ob er schon jemals in einem Spiel dabei war, in dem ein Team 41 Punkte in Serie aufgelegt hatte, ohne dass der Gegner zwischendurch punkten konnte. Seine Antwort? "Ja. In Madden. Aber nein, noch nie in der Realität."

"Es war, als hätten sie in ein Wespennest gestochen"

Vielleicht beschreibt das die Chiefs-Offense dennoch am besten: Es ist eine Videospiel-Offense, die zum Leben erwacht ist. Und es ist vielleicht die einzige Offense der Liga, die sich nicht einmal von einem furchtbaren ersten Viertel aus der Ruhe bringen lässt. Und die weiß, wozu sie in der Lage ist. Als Houston gerade ein 31-Yard-Field-Goal gekickt und auf 24:0 erhöht hatte, sagte Wisniewski zu den anderen Offensive Linemen auf der Bank: "Wir machen heute 50 Punkte."

"Ja, das habe ich gesagt", bestätigte er später gegenüber The Athletic. "Ich weiß einfach, was wir leisten können und es war noch jede Menge Zeit. Statt die Köpfe hängen zu lassen waren wir angestachelt. Ehrlich, es war ein wenig, als hätten sie in ein Wespennest gestochen."

Und Wisniewski war nicht der einzige. "Die zentrale Botschaft, die ich den Jungs vermittelt habe, war: 'Lasst uns etwas Großes machen. Jeder denkt, dass das hier durch ist'", blickte Mahomes auf seine Reaktion zurück, als KC den Ball nach dem Field Goal zurückerhielt. Receiver Sammy Watkins gab zu: "Einige Male dachte ich, dass wir raus sind. Travis (Kelce, Anm. d. Red.) kam zu mir und hat gesagt: 'Mann, schau nicht so. Achte auf deine Körpersprache.' Ich habe mir dann gesagt: 'Okay, er weiß etwas, das ich nicht weiß.' Danach bin ich positiver geblieben."

Doch was macht diese Offense eigentlich aus? Hier eignet sich ein kurzer Stats-Einstieg:

Die Chiefs hatten mehr Big Plays als auch nur ansatzweise eine andere Offense am Wochenende. Kein Quarterback warf für mehr Yards pro Pass als Mahomes (9,2), der gleichzeitig als einziger Quarterback keinen einzigen Sack einstecken musste. Und das obwohl Kansas City quasi ohne Run Game agieren und einem riesigen Rückstand hinterherrennen musste, also konstant in offensichtlichen Passing-Situationen war.

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Laut Next Gen Stats hatte Mahomes die zweithöchste Expected Completion Percentage, ein Wert, der unter anderem basierend darauf, wie nahe ein Verteidiger ist, wie nahe der Pass-Rush beim Quarterback ist und in welcher Spielsituation sich die Offense befindet, ausdrückt, wie viele Completions vom Quarterback erwartet werden.

Anders gesagt: Mahomes musste trotz der Spielsituation vergleichsweise wenige komplizierte Würfe anbringen. Zusätzlich warf er für die zweitwenigsten Air Yards pro Pass - dass er trotzdem die meisten Yards pro Pass verzeichnete, unterstreicht, wie viel die Chiefs auch nach dem Catch an Schaden anrichten. Zum Vergleich: Russell Wilson warf den Ball gegen die Packers im Schnitt fast vier Yards weiter das Feld runter.

Ein anderer Faktor hierbei: Kansas City kann jeden Bereich des Feldes aus jeder Formation attackieren. Seit 2016, als Next Gen Stats anfing, diesen Wert zu messen, ist Mahomes der einzige Quarterback, der in einem Spiel einen Touchdown zu Spielern aus jeder Aufstellung (Slot, Tight, Wide und Backfield) geworfen hat. Für Mahomes war es bereits das zweite Mal, dass ihm dieses Kunststück gelang.

Die vielen Matchup-Probleme der Chiefs-Offense

Dass die Chiefs Teams tief attackieren und allein mit ihrem Speed Defenses vor riesige Probleme stellen können, ist kein Geheimnis. Gegen Houston aber zeigte KC einmal mehr, wie gefährlich sie auch sind, wenn das Feld komprimiert wird - in der Red Zone.

Hier wird die Arbeit für Offenses deutlich schwieriger. Es gibt viel weniger Spielraum, Defenses können aggressiver werden und verteidigen hier in der Regel deutlich anders als im restlichen Feld.

Die Szene hier zeigt das Play direkt vor dem zweiten Chiefs-Touchdown:

Die Chiefs sind besser als die allermeisten Offenses darin, mit Pre-Snap-Motion und Play Action Teams vor Probleme zu stellen. Kansas City kreiert so jede Menge Misdirection-Elemente, bringt die Defense also in die eine oder andere Seite in Bewegung - und allein aufgrund des individuellen Speeds in dieser Offense ist das für Defenses ein riesiges Problem.

Allein was bei diesem Play alles im Backfield passiert, dürfte Defensive Coordinators Albträume bescheren. Es gibt zunächst die At-Snap-Motion von Sammy Watkins (Nummer 14) nach innen, zu dem Mahomes einen kurzen Tap-Pass antäuscht. Zusätzlich zieht der Running Back nach innen und ist ein weiteres sich bewegendes Element nach links, das die Defense registriert.

Entgegen dieser Bewegungen zieht Mahomes auf die andere Seite raus aus der Pocket - wo er wieder direkt eine Receiving-Option in Travis Kelce hat, der sich ebenfalls hinter der Offensive Line auf die andere Seite bewegt hat. Ein simples Mittel, das dem Offense-Spieler einen freien Release und eine offene Route gibt, während der Gegenspieler auf der anderen Seite dennoch durch den Traffic seiner Mitspieler hindurch navigieren muss.

Das Gegenstück dazu sind die Rub-Route-Effekte, die Kansas City auf der anderen Seite der Line of Scrimmage kreiert, wie dann etwa beim zweiten Touchdown:

"Mesh" ist ein klassisches Air-Raid-Konzept, das Mahomes bestens aus seinen College-Jahren unter Kliff Kingsbury kennt und das längst ein ganz fester Bestandteil der Chiefs-Offense ist.

In diesem Konzept laufen zwei Receiver Underneath aufeinander zu und dann nur um wenige Zentimeter aneinander vorbei, sodass Verteidiger in Man Coverage um einen Mitspieler herum navigieren müssen. Das sorgt für potenziell große Coverage-Probleme und bringt die Geschwindigkeit der eigenen Waffen noch besser zur Geltung. Kansas City erweitert das gerne noch um weitere Crosser, etwa wie hier aus dem Backfield, um zusätzliche Problemzonen für die Defense zu schaffen.

Und das ist ein permanentes Thema mit der Chiefs-Offense: Wie kann man Räume kreieren und den Receivern dabei helfen, sich von ihrem Gegenspieler zu lösen? Auch der erste Touchdown ist dafür eine gute Illustration:

Hier laufen die Chiefs eine kurze Wheel-Route aus dem Backfield, heißt: Der Running Back läuft erst Richtung Seitenlinie und ändert dann die Richtung auf die Endzone zu.

Auch das ist ein Konzept, das man in der Chiefs-Offense regelmäßig sieht, und auch hier wieder ist das Thema: Wie kann man es dem primären Target für dieses Play möglichst einfach machen?

Die Chiefs kombinieren die Wheel Route hier mit zwei Hindernissen für den Verteidiger, der den Running Back decken muss (blau markiert): Die Route des Tight Ends sowie der kurze Crosser des Slot Receivers sind jeweils Hindernisse, welche der Linebacker umschiffen muss, ehe er den Running Back in der Route verfolgen kann. Das dauert viel zu lange.

Alle fünf Mahomes-Touchdown-Pässe kamen in der Range von 0 bis 10 Yards nach der Line of Scrimmage, wo er insgesamt zwölf von 17 Pässen anbrachte. So sehr man KC mit den Big Plays verbindet, diese, maßgeblich durch das Scheme geöffneten, Plays sowie das Attackieren der Mid-Range im Passspiel - das sind der konstante Motor dieser Offense.

Kansas City hat nahezu perfekte Umstände (Coaching, Quarterback, Waffen, Offensive Line), damit fast kein Rückstand zu groß und keine Situation zu aussichtslos ist. Es ist die spektakulärste Offense der Liga - und doch werden viele mit Blick auf das Championship Game darauf hinweisen, dass Tennessee über Derrick Henry versuchen wird, die Offense möglichst lange an der Seitenlinie zu halten.

Das mag auch ein Teil der Rechnung sein, doch das Problem mit der Chiefs-Offense, verglichen mit allen anderen Offenses in der Liga, ist, dass kein anderes Team so oft und so schnell punkten kann. Tennessee hat in diesen Playoffs gezeigt, dass die Titans selbst wenige gravierende Fehler begehen und sich nicht selbst schlagen, und die Titans haben KC in dieser Saison bereits geschlagen.

Doch es scheint schwer vorstellbar, dass dieses Chiefs-Team mit ähnlicher Formel bezwungen werden kann wie bisher die Patriots und Ravens.

Seite 2: Die Packers-Offense: LaFleur und Rodgers in Bestform

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Die Packers-Offense: LaFleur und Rodgers in Bestform

Ich gebe es offen zu, diese Packers-Offense hatte mir im Vorfeld der Playoffs Bauchschmerzen bereitet. Im letzten Drittel der Regular Season gab es ein gutes Spiel in Minnesota und das Giants-Spiel, aber ansonsten?

Weder gegen Washington, noch gegen Chicago und erst recht nicht gegen die Überreste der Lions in Woche 17 bekleckerte man sich mit Ruhm. Gegen die 49ers in Woche 12 war man sang- und klanglos untergegangen. Head Coach Matt LaFleur hatte in dieser Phase nicht seine besten Spiele, Aaron Rodgers' Accuracy und Reads wackelten bedenklich und während gleichzeitig die Defense inkonstanter auftrat, bekam man nicht den Eindruck, dass die Offense das Team tragen kann.

Umso besser ist die Nachricht nach dem Seahawks-Spiel: Rodgers und LaFleur hatten jeweils eines ihrer besten Spiele dieser Saison!

Ob das jetzt eine Trendwende ist? Das wird sich zeigen, die Packers hatten ihr schlechtestes Offense-Spiel (und vermutlich Spiel insgesamt) in jenem Woche-12-Duell in San Francisco. Doch bis dahin war ich vor allem äußerst positiv überrascht und phasenweise begeistert von dem, was das Tape der Packers-Offense zeigte.

Bakhtiari: Rodgers? "Hoffe, die Leute zweifeln weiter an ihm"

"Es war unser letztes Heimspiel für diese Saison, und wir haben so eine besondere Beziehung zu unseren Fans", gab sich Rodgers nach der Partie schon fast überraschend emotional. "Die Jungs, die schon anderswo gespielt haben, wissen, wie besonders es hier ist - es ist eine andere Verbindung. Es gibt keinen Teambesitzer, tausende Leute haben einen Anteil. Aber die Leute haben das Gefühl, dass sie in uns investiert haben. Und sie sind über zwei schwierige Jahre an unserer Seite geblieben."

Rodgers war nahezu perfekt aus einer sauberen Pocket - und die hatte er hinter einer der besten Offensive Lines der Liga regelmäßig. Nur bei neun von 30 Dropbacks konnten die Seahawks ihn unter Druck setzen; ohne Druck brachte Rodgers 73 Prozent seiner Pässe für 10,9 (!) Yards pro Pass an und warf beide Touchdowns.

Für einige in Green Bay war der wirklich gute Auftritt des 36-Jährigen Grund genug, die Rodgers-Kritiker zu adressieren. "Ich bitte euch, macht einfach so weiter", forderte Left Tackle David Bakhtiari. "Ich hoffe, dass die Leute weiter an ihm zweifeln. Wenn du einen großartigen Spieler hast, und der dann noch das Gefühl hat, dass er etwas beweisen muss - das ist brandgefährlich."

Weiter fügte Bakhtiari hinzu: "Ich meine, ihr kennt ihn doch. Ihr wisst, zu was er in der Lage ist. Als ich gesehen habe, wie er früh im Spiel diese Plays aufgelegt hat, habe ich mir gesagt: 'Jap, das wird eines dieser Spiele. Er wird den Blitz erkennen und die Löcher in der Coverage finden.' Und wenn das passiert - viel Glück."

Packers: Play Action Passspiel exzellent choreografiert

Man könnte an dieser Stelle kurz einhaken und erwidern, dass Rodgers eben dieses "wozu er in der Lage ist" über die letzten Jahre zu selten abgerufen hat. Gegen Seattle war das anders, und das lag maßgeblich auch am Game Plan und an den Play-Designs von LaFleur. Der gesamte Game Plan war unheimlich in sich stimmig und gut aufeinander aufbauend, das wurde vom ersten Drive an deutlich.

Um zu verdeutlichen, wie die Plays aufeinander aufbauen und wie LaFleur Rodgers offene und möglichst einfache Würfe kreierte, habe ich drei exemplarische Szenen ausgesucht - es hätte noch viel, viel mehr Material dafür gegeben.

Das hier war das erste Play from Scrimmage am Sonntagabend, und es ist wichtig, um die Formationen und Play-Designs zu verstehen, auf denen die Offense basiert. Matt LaFleur stammt aus der Shanahan-Schule, und genau wie auch bei Sean McVay ist das Outside Zone Run Game der Ausgangspunkt für viele Designs.

Kurz zusammengefasst: Die Bewegung der Offensive Line im Zone Blocking lässt sich exzellent auch im Play Action Passspiel für Rollouts verwenden, und so entstehen sehr effiziente weil sehr schwer lesbare Run Fakes. Auch der Motion-Spieler zur Backside des vermeintlichen Runs (Adams, blauer Laufweg, beschäftigt so den blau markierten Backside-Verteidiger) wurde ein Thema, das Green Bay früh einführte und dann immer wieder in verschiedenen Kombinationen nutzte.

Vor allem Rollouts lassen sich mit dem Outside Zone Blocking exzellent kombinieren. Das war generell ein Trend, drei der vier Quarterbacks, die in der Divisional-Runde gewonnen haben, haben in ihrem Spiel am Wochenende über 36% Play Action gespielt. Rodgers war dabei einer der gefährlichsten Quarterbacks, seine Yards pro Pass gingen bei Play Action um 4,5 hoch, Rodgers legte 118 Yards und einen Touchdown allein via Play Action auf.

Und es wurde schnell deutlich, wie Green Bay Plays kombinierte.

Die hier gezeigte Szene macht das überdeutlich. Es ist der Play Action Pass kurz vor Ende des ersten Viertels - und es sind ganz ähnliche Strukturen: Zone-Blocking, der Spieler der sich hinter der Formation in die entgegengesetzte Richtung bewegt, der vertikale Laufweg des isolierten Receivers, der weg von der Formation steht.

Nur dieses Mal täuscht Rodgers die Ballübergabe an und rollt dann auf seine linke Seite aus der Pocket, wo die Crossing-Routes dann hinlaufen. Green Bay hat auch noch ein zusätzliches Element eingebaut, mit dem Tight End, der erst nach innen blockt und sich dann in eine kurze Comeback-Route zurück ins Zentrum löst.

Der übergreifende Name für diese Art Play-Design ist "Waggle": Waggle entstammt der alten und noch immer einflussreichen Wing-T-Offense (hier gibt's mehr Infos, wer sich dazu weiter einlesen will) und im Kern geht es darum: Basierend auf den Run Formationen nach außen den Quarterback in die entgegengesetzte Richtung rausrollen und dann mehrere Crossing-Routes auf die Rollout-Seite laufen lassen.

Ursprünglich aufbauend auf einem Power Blocking Scheme, gibt es schon seit einer Weile Offenses, die Waggle auf dem Outside Zone Run Game aufbauen.

Um zu unterstreichen, wie die Packers daran festhielten - das hier war direkt das nächste Play:

Wieder haben wir eine tiefere und eine kurze Crossing-Route, um Rodgers zwei Optionen nach seinem Rollout auf seiner Seite zu geben. Doch statt das mit der vertikalen Route zu kombinieren, setzt sich der Motion-Spieler dieses Mal in Richtung des Run Fakes in Bewegung.

Diese Ghost Motion hilft als zusätzliche Ablenkung für die Defense dabei, dass Adams - der sich dann entgegen der Motion hinter der Line of Scrimmage bewegt, in der Flat komplett offen ist. Der Defensive Back auf der Seite macht erst einige Schritte nach innen, dann kommt Adams mit Tempo auf ihn zu, und er muss die Richtung ändern.

Gute Route-Kombinationen - Revanche in San Francisco?

Das Outside Zone Blocking in Kombination mit darauf aufbauenden Passing Designs war ein ganz elementarer Schlüssel zu Green Bays Sieg. Auch der 40-Yard-Touchdown von Adams baute ganz direkt darauf auf.

Ein anderer war die Tatsache, dass Rodgers mehrere kritische Pässe in enge Fenster eindrucksvoll anbrachte. Er musste nur wenige enge Fenster treffen, wenn er es musste, saßen die Pässe aber. LaFleurs Ideen griffen und Rodgers konnte darüber hinaus Plays kreieren. Das war der Schlüssel zu einer der besten Offense-Leistungen der Packers in dieser Saison.

Und Green Bay zeigte auch sehr gute Route Designs, gleich der erste Touchdown der Partie wäre hierfür das Musterbeispiel:

Die Packers täuschen ein Pick Play an, womöglich eine Slant-Flat-Kombination. Was dann passiert ist ein bisschen offen für Interpretation, da wir die Coverage-Regeln der Seahawks nicht sicher kennen. In jedem Fall aber ist zu sehen, dass der Slot-Verteidiger nach außen und der Outside-Corner nach innen arbeitet - beide aber sichtbar auf dem falschen Fuß erwischt, als sie realisieren, dass die Routes nicht wie erwartet verlaufen.

Woran man das sieht? Der Slot-Verteidiger hält die Augen auf dem Slot-Receiver auch nachdem er nach außen gezogen ist, und Flowers, der zunächst außen postiert war und erst denkt, dass er Adams bei einer Slant-Route nach innen verfolgen muss, zieht zurück und verteidigt nach hinten, noch bevor Rodgers zum Release ansetzt. Eine simple Idee, die aber die Zuteilungen in der Defense kräftig durcheinanderwirbeln kann.

Sogar die "Aaron Rodgers ändert zu viele Plays"-Debatte hätte nach dem Spiel ein Thema sein können. "Ja, das war ein Audible", verriet LaFleur im Gespräch mit Michael Silver mit Blick auf das erste kritische Third Down beim letzten Drive mit 2:19 auf der Uhr von der eigenen 22-Yard-Line. Rodgers war etwas aufgefallen und er hatte Adams' Route geändert - aus dem 3x1-Set zu seiner rechten Seite brach Adams die Slant kurzerhand ab und wandelte sie in eine Fade Route um.

Rodgers hatte das Spiel damit in seine Hände gelegt und musste einen extrem schwierigen Pass anbringen - und der saß. "Ich wusste es nicht, bis der Ball in der Luft war", führte LaFleur weiter aus. Und lobte: "Das war ein fantastischer Call von Aaron. Ich hatte einen schnellen Pass gecalled, er sah die Man Coverage und änderte es in den darauf aufbauenden Double-Move. Wir hatten auf die Art vor zwei Wochen gegen Detroit schon einen Touchdown erzielt. Und das ist so fantastisch bei einem Spieler wie ihm: Er sieht und erkennt so viel und ich vertraue ihm komplett, dass er die richtige Entscheidung trifft."

Jetzt wartet die wiedererstarkte 49ers-Defense, die Green Bay vor einigen Wochen verprügelte und die Packers-Offense zu ihrer schlechtesten Saisonleistung gebracht hatte. "Sie haben uns damals blamiert", weiß auch LaFleur, und San Francisco ist ohne Frage der Favorit.

Doch wenn Green Bay nochmal LaFleur und Rodgers in Topform bekommt, ist mit diesem Packers-Team nicht zu spaßen.

Seite 3: Die Schlüsselduelle für die Conference Championship Games

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Die Schlüsselduelle für die Conference Championship Games

AFC Championship Game:

No. 2 Kansas City Chiefs vs. No. 6 Tennessee Titans (So., 21.05 Uhr )

Schlüsselmatchup: Titans-Pass-Defense vs. Mahomes und Reid.

Was sonst sollte hier stehen? Nach diesem absurden Spiel der Chiefs-Passing-Offense gegen Houston, in dem diverse Rekorde gebrochen wurden, und in dem die gesamte Feuerkraft dieser Offense eindrucksvoll zu sehen war? Wenn Mahomes so spielt wie am Sonntag und dann die Receiver auch die Bälle tatsächlich fangen, ist es eine absolute Herkulesaufgabe. Mahomes und Andy Reid zerpflücken die allermeisten Zone Coverages, haben eine zu hohe individuelle Qualität im Receiving-Corps für die meisten Defenses in Man Coverage und zusätzlich dazu ist Mahomes jetzt fit genug, dass er selbst laufen kann, wenn er gegen Man entsprechende Looks bekommt.

Titans-Fans werden jetzt darauf hinweisen, dass die Titans in Woche 10 schon einmal einen Shootout gegen Kansas City gewonnen haben, 35:32 hieß es damals. Und das ist fair, doch weise ich da dringlich darauf hin, dass die Chiefs-Offense auf einem völlig anderen Level im Vergleich zu dieser Phase der Saison spielt, und das nicht nur aufgrund dieser Explosion gegen Houston. Und, klar, Tennessee hatte in den entscheidenden Momenten auch das Glück, das man dann in solchen Spielen braucht. Das vermasselte Field Goal der Chiefs ganz am Ende etwa fällt in diese Kategorie, als die Chiefs einen schwerwiegenden Kommunikationsfehler zum Snap hatten.

Tennessee hat eindrucksvoll gezeigt, wie dieses Team in den Playoffs gewinnt. Ein extrem physisches Run Game - das auch gegen die Chiefs punkten sollte - in Kombination mit starker Defense und wenigen bis gar keinen eigenen gravierenden Fehlern. Damit diese Formel gegen Kansas City aufgeht, muss die Defense ein exzellentes Spiel abliefern und Kansas Citys Passing Offense stoppen. Gelingt das nicht, glaube ich nicht, dass die Titans mithalten können.

NFC Championship Game:

No. 1 San Francisco 49ers vs. No. 2 Green Bay Packers (Mo., 0.40 Uhr )

Schlüsselmatchup: 49ers Coverage vs. Davante Adams.

Das Regular-Season-Duell dieser beider Teams war eine waschechte Abreibung für die Packers. San Francisco gewann mit 37:8, es war das einzige Saisonspiel, in dem Green Bay in den einstelligen Punkten blieb. Zwei maßgebliche Faktoren dabei: Die Niners konnten Rodgers auffällig konsequent unter Druck setzen und zu (vor-)schnellen Pässen zwingen, während Davante Adams gleichzeitig über weite Strecken zumindest mal limitiert wurde.

Wie sah das konkret aus? Adams sah zwölf Targets, eine ganze Menge - dabei sprangen 43 Yards heraus, eine ziemlich schlechte Ratio. Ein Grund dafür war die Tatsache, dass Rodgers den Ball viel schneller loswerden musste: Sein Regular-Season-Schnitt waren 2,74 Sekunden mit dem Ball in der Hand - gegen San Francisco warf er den Ball im Schnitt nach 2,38 Sekunden, ein immenser Unterschied. Hielt er den Ball 2,5 Sekunden oder länger, brachte er nur acht von 14 Pässen an und kassierte alle fünf Sacks. Und man könnte argumentieren, dass San Franciscos Defense aktuell wieder besser spielt als in Woche 12. Green Bays Offense hatte ein sehr gutes Spiel gegen Seattle, eines der besten Spiele der Packers-Offense in den letzten Wochen. Jetzt wartet eine völlig andere Gegner-Kategorie.

Natürlich wird ein anderer kritischer Faktor darin liegen, ob und wie gut die Packers das Run Game der 49ers stoppen können. Oder ob sie bessere Antworten auf das Play Action Passspiel haben als im letzten Duell gegeneinander. Doch wenn Green Bays Offense nicht deutlich, deutlich besser spielt als im ersten Duell, ist es überspitzt gesagt gar nicht so wichtig, was San Francisco offensiv macht, solange die Niners hier nicht völlig implodieren. Dann werden die 49ers genügend punkten.

Seite 4: Titans, Chiefs stoppen, Tight Ends, Vikings - eure Fragen

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Titans, Chiefs stoppen, Tight Ends, Vikings - eure Fragen

BeastmodeSZN: Woran liegt der Aufschwung der Titans? Nur an dem QB-Tausch oder gab es auch andere Veränderungen, die nicht gleich auffallen?

Ich habe mich das natürlich auch gefragt, und zunächst einmal: Diese Titans-Saison verdient jede Menge Lob. Und das ganz konkret beginnend damit, dass man nicht in die Saison ging mit der Idee, dass man Mariotas Psyche schützen müsste und keinen möglichen Konkurrenten ins Team holen dürfte. Nein, Tennessee erkannte, dass Mariota nicht nur verletzungsanfällig ist, sondern eben auch mit seinen Leistungen stagniert und tradete für Tannehill. Das sollte ein dringender Hinweis an einige andere Teams (Bears!) sein.

Für die Titans funktionierte das natürlich perfekt. Tannehill spielte eine herausragende Regular Season, die so natürlich auch die Titans-Verantwortlichen niemals kommen sehen konnten - aber sie haben sich zumindest eine Chance darauf gegeben, das Ruder auf der wichtigsten Position nochmal im Laufe der Saison in eine andere Richtung drehen zu können.

Als Tannehill in Tennessee übernahm, standen die Titans bei 2-4 und kaum jemand räumte ihnen überhaupt Playoff-Chancen ein. Doch mit Tannehill passierten zwei auffällige Dinge: Tennessee entwickelte ein vertikales Passspiel, ohne dabei aufkosten der Accuracy und Effizienz im Kurzpassspiel zu agieren.

Sicher, Sacks und die selbstverschuldeten QB-Pressures blieben mit Tannehill die zentrale negative Storyline, doch während Mariota Sacks kassierte und dabei offene Receiver liegen ließ, brachte Tannehill gleichzeitig eine immense Anzahl an Big Plays an und traf eben auch die engen Fenster Underneath und in der Mid-Range.

Die Titans haben seit Woche 13 kein Field Goal gekickt und konnten über Wochen eine perfekte Bilanz in der Red Zone vorweisen. Seit Tannehill startet, hat Tennessee einen Touchdown bei 34,6 Prozent der eigenen Drives hingelegt (zweitbeste Quote in der NFL) und die meisten Red-Zone-Touchdowns ligaweit erzielt (31). Nur ein einziges Mal kickte Tennesse in der Red Zone ein Field Goal.

Wenn man es kritisch sehen will, dann sind viele der Aspekte, die Tennessees Aufschwung elementar ermöglicht haben, schwer aufrecht zu erhalten; und dann reden wir davon, wie gefährlich die kommende Offseason für die Titans in puncto Verträge für Henry und Tannehill werden könnte. Doch rein mit Blick auf diese Saison ist Tannehill der Katalysator für nahezu alles. Ja, die Line stabilisierte sich im Laufe der Saison, das ist ebenfalls ein Faktor - genau wie Henrys Physis und Explosivität als Runner sowie ein Woche für Woche gut gecoachtes Team. Aber der Turnaround der Titans innerhalb dieser Saison ist zu sehr großen Teilen mit dem Quarterback-Tausch zu erklären.

Josef: Was wäre eine gute Idee (beziehungsweise war es im Laufe der Regular Season) gegen diese Chiefs-Offense?

Man Coverage vs. Zone Coverage war ja ein Thema während der Partie gegen die Texans - in dem Fall die Tatsache, dass Houston offensichtlich auf Man Coverage setzen wollte, dabei aber keinen (funktionierenden?) Plan B in der Tasche hatte. Die Texans gingen auch deshalb defensiv so unter, weil sie Travis Kelce nicht einmal mit Double Coverage ausschalten konnten und gleichzeitig keine Idee hatten, wie man Mahomes' Scrambles gegen die Man Coverage unterbindet.

Es ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ist es absolut richtig, dass Mahomes und Reid bislang Zone Coverages in aller Regel deutlich eher pulverisiert haben als Man Coverage - andererseits ist auch unbestreitbar, dass man eine sehr hohe individuelle Qualität in der eigenen Secondary benötigt, um dieses Chiefs-Waffenarsenal in Man Coverage in den Griff zu bekommen. Das haben nicht viele Teams - für mich haben es die Patriots in Woche 14 dieses Jahr in der Hinsicht mit am besten gemacht.

Der zentrale Unterschied für mich dieses Jahr bei Mahomes' Spiel, verglichen mit seiner MVP-Saison, war die Tatsache, dass man ihm mit Pressure mehr Probleme bereiten konnte. Das lag sicher auch an seinen eigenen Verletzungen, mit denen er sich phasenweise durch die Regular Season geschleppt hat, und auch daran, dass die Offensive Line ebenfalls zwischenzeitlich dezimiert war.

Doch wo Mahomes letztes Jahr selbst gegen Pressure kaum aus der Ruhe zu bringen war, war das dieses Jahr eben wenigstens teilweise anders. Die Texans setzten Mahomes bei ihrem Regular-Season-Duell bei rund einem Drittel seiner Dropbacks unter Druck und Mahomes' Yards pro Pass fielen um zwei Yards. Auch New England konnte ihn bei rund einem Drittel seiner Dropbacks unter Druck setzen.

Eine Mischung aus Man Coverage und einem gefährlichen, via Play-Designs (und ohne Blitzing) kreierten Pass-Rush - das wären meine generellen Antworten auf diese Fragen. Aber natürlich ist das sehr viel leichter gesagt als getan.

Philipp: Braucht es einen "herausragenden" Tight End, um in den Playoffs erfolgreich zu sein? Auffällig häufig gingen die Catches in entscheidenden Situationen auf den Tight End (Kelce, Kittle, Graham, letztes Jahr Gronk)?

Interessante Frage, über die ich so noch nicht im Detail nachgedacht hatte. Die individuellen Argumente sind natürlich nicht schlecht, Zach Ertz für die Eagles wäre auch ein Kandidat.

Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass man einen solchen Elite Tight End zwangsläufig braucht, um in den Playoffs erfolgreich zu sein. Gleichzeitig würde ich sehr wohl sagen, dass wenige Spielertypen (Quarterbacks mal außen vor) eine Offense variabler machen können wie ein kompletter Tight End.

Jimmy Graham etwa würde ich da raus nehmen, aber gerade Gronk, Kelce und Kittle - das sind nicht einfach groß gewachsene Receiver, die im Passspiel Mismatches kreieren, weil sie zu groß und physisch für Safeties und zu athletisch für Linebacker sind. Das sind alles vor allem auch Spieler, die man als Blocker ernstnehmen muss, ob im Run-Blocking oder in Pass-Protection.

Und was macht das mit einer Defense? Es öffnet bestimmte Dinge für die Offense. Play Action vorneweg - diese Teams laufen zahlreiche Plays, in denen Kittle (66 Pass-Blocking-Snaps/368 Run-Blocking-Snaps) oder Kelce (54/301) als Blocker fungieren. Und das nicht nur als Alibi, sondern sie sind gut darin. Das hilft enorm dabei, Formationen zu kreieren, um ein effizientes Play Action Passspiel aufzuziehen.

So ist es natürlich auch kein Zufall, dass Mahomes und Garoppolo (Play Action bei jeweils 31,9 Prozent ihrer Pässe) auf dem geteilten dritten Platz was Play-Action-Rate angeht stehen. Komplette Tight Ends kreieren Mismatches und machen die Offense gefährlicher, auch wenn sie selbst den Ball nicht berühren - wie gesagt, ich denke nicht, dass man das in den Playoffs zwangsläufig haben muss, aber es ist definitiv ein Markenzeichen vieler guter NFL-Offenses.

Peter Schindler, Kevin Penning und Michael Böhm: Wie beurteilst du die aktuelle Lage (Kader, Free Agents, Staff) der Vikings für die kommende Saison? Haben sie das Zeug im letzten Cousins Jahr noch um die Playoffs mitzuspielen oder siehst du zu viele Fragezeichen? Sollten sich die Vikings vielleicht von Zimmer trennen?

Ich mag dieses Vikings-Team nach wie vor, aber die Free Agency wird kritisch - und mit dem Verlust von Offensive Coordinator Kevin Stefanski wird es auch interessant sein zu sehen, in wie weit ein Umbruch stattfindet. Das hier wäre meine Vikings-Prioritätenliste was eigene Free Agents angeht:

Spieler Position
1. Anthony Harris Safety
2. Everson Griffen Defensive End
3. Trae Waynes Cornerback
4. Mackensie Alexander Slot-Cornerback
5. Andrew Sendejo Safety/Slot-Cornerback

Wie man schnell erkennt also eine sehr defensiv geprägte Liste. Harris war einer der besten Safeties in der NFL dieses Jahr, und die Vikings haben ohnehin dringenden Nachholbedarf was Coverage angeht - Harris darf man nicht verlieren. Griffen hat eine extrem gute Saison als Nummer-2-Edge-Rusher gespielt, auch in dieser Kategorie gab es für mich wenige Spieler, die besser waren als Griffen. Outside Cornerback und Interior Offensive Line sehe ich ansonsten als Kader-Prioritäten 1 und 2 für Minnesotas Offseason, der Cap Space wird aber problematisch sein.

Stefanski war sicher nicht frei von Fehlern, wobei da auch immer die Frage gestellt werden muss, wie viele seiner Gameplan- und In-Game-Entscheidungen auf Zimmer zurückgingen. Stefanski und Gary Kubiak gemeinsam bastelten eine Offense, die mehr Punkte insgesamt und mehr Punkte pro Drive kreierte als jede andere Vikings-Offense seit Brett Favres Märchensaison.

Wie die Vikings auf Stefanskis Abgang reagieren, wird uns zeigen, ob wirklich ein Umbruch angeht. Mich würde es nicht wundern, wenn Kubiaks Sohn Klint gemeinsam mit Gary Kubiak im Tandem übernimmt, und die offensive Philosophie im Kern unverändert bleibt. Für mich ist das auch die Offense, die am besten zu Minnesotas Spielerpersonal (insbesondere Cousins, aber auch Dalvin Cook, die beiden Tight Ends oder Thielen und Diggs) passt.

Und dann ist da natürlich die Frage zu Zimmer. Ehrlich, hier bin ich hin- und hergerissen. Zimmer hat gegen die Saints eindrucksvoll gezeigt, zu was er defensiv nach wie vor in der Lage ist, und ich habe auch nicht den Eindruck, dass er ein schlechter Head Coach ist. Sind einige seiner generellen offensiven Philosophien vielleicht veraltet? Möglich, wahrscheinlich sogar.

Aber wenn er sich - und zumindest teilweise hatte man gerade nach dem schlechten Saisonstart den Eindruck ja auch - durch die Kubiak-Verpflichtung wirklich auf der Seite des Balls etwas zurückgezogen hat, dann sehe ich nicht, warum man Zimmer entlassen sollte. Mit dem Fragezeichen der offensiven Entwicklung im Hintergrund.

Tom: Wen würdest du für dein Team aussuchen? Mahomes oder Lamar?

Ganz klar Mahomes. Ich bin riesiger Fan dieser Ravens-Offense und von dem, was Baltimore dieses Jahr um ihn herum aufgebaut hat. Ich bin auch wahnsinnig gespannt, zu sehen, wie die Ravens darauf aufbauen und wie weit dieser Stil gehen kann, denn das war extrem spannend dieses Jahr.

Aber wie ich über die letzten Wochen schon gesagt hatte: Vom Potenzial her war Kansas City für mich die gefährlichste Offense und Mahomes der gefährlichste Quarterback. Ich bin davon überzeugt, dass du den Ball ultimativ - über längere Zeit gesehen - werfen können musst, um erfolgreich zu sein. Und Mahomes wäre dafür meine klare Wahl.

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