NFL: Hymnen-Protest: Liga beugt sich Trump nicht

Das Liga-Meeting zwischen einigen Spielern, Team-Besitzern und Commissioner Roger Goodell am Dienstag brachte wenige klare Erkenntnisse und eher generelle Tendenzen hervor - zumindest ein deutlicher Punkt aber bleibt: Die NFL wird ihre Spieler nicht wie von US-Präsident Donald Trump gefordert dazu zwingen, während der Hymne vor dem Spiel zu stehen.

Das Liga-Meeting zwischen einigen Spielern, Team-Besitzern und Commissioner Roger Goodell am Dienstag brachte wenige klare Erkenntnisse und eher generelle Tendenzen hervor - zumindest ein deutlicher Punkt aber bleibt: Die NFL wird ihre Spieler nicht wie von US-Präsident Donald Trump gefordert dazu zwingen, während der Hymne vor dem Spiel zu stehen.

Nicht wenige hatten befürchtet, dass die Liga und die Team-Besitzer beim Meeting in New York genau diese Entscheidung treffen würden - stattdessen wurde die Forderung von Donald Trump nicht einmal in die Tagesordnung aufgenommen.

Auf Twitter reagierte der 71-jährige wütend über den fehlenden Beschluss: "Das ist eine totale Missachtung unserer großartigen Nation."

Stattdessen sprachen die Spieler - Darius Butler (Colts), Russell Okung (Chargers), Kenny Stills, Julius Thomas, Michael Thomas (alle Dolphins), Mark Herzlich (Giants), Kelvin Beachum, Demario Davis (Jets), Malcolm Jenkins, Chris Long (beide Eagles), Eric Reid (49ers) und Josh Norman (Redskins) waren vor Ort, Seattles Michael Bennett wurde telefonisch zugeschaltet - mit den Liga-Bossen vor allem über die sozialen Ungerechtigkeiten, die sie in Amerika sehen.

Dabei ging es auch darum, wie die Teams und die Liga die Arbeit in diesen Bereichen besser unterstützen könne. Somit stand die Sache selbst im Fokus, nicht die von Trump zuletzt immer wieder scharf kritisierten Proteste während der Hymne. Niners-Co-Besitzer Jed York brachte es auf den Punkt: "Wir müssen über den Angriffen von außerhalb stehen, denn rassistische und sozioökonomische Ungerechtigkeiten haben in diesem Land zu lange existiert. Wir müssen uns darauf fokussieren und da Fortschritte erreichen."

So müsse man weiterhin zusammenarbeiten, "dann können wir uns wieder auf Football konzentrieren und gleichzeitig unser Land zu einem besseren Ort machen. Und ich hoffe, jeder ist für beide diese Dinge."

Die Team-Besitzer - am Dienstag waren Michael Bidwill (Cardinals), Arthur Blank (Falcons), Terry Pegula (Bills), Robert McNair (Texans), Shad Khan (Jaguars), Stephen Ross (Dolphins), Robert Kraft (Patriots), John Mara (Giants) und Art Rooney (Steelers) vor Ort - werden sich am Mittwoch erneut beraten.

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