NFL-Eklat sorgt für Spielerstreik

Eric Böhm
Die Spieler der Texans hatten sich ebenfalls an den Protesten beteiligt

Die NFL kommt einfach nicht aus den Negativschlagzeilen heraus.

Im Zuge der Hymnenproteste und der Fehde mit US-Präsident Donald Trump hat der Eigentümer der Houston Texans für einen neuen Tiefpunkt gesorgt.

Wie ESPN aufdeckte, hatte Bob McNair bei einem Treffen der Eigentümer zu dem Protestthema gesagt: "Die Insassen dürfen nicht das Gefängnis führen."


Eklat: Texans-Spieler boykottieren Training

Speziell vor dem Hintergrund der Proteste - nicht zuletzt gegen Polizeibrutalität und Rassismus - eine völlig überflüssige und mindestens unangebrachte Wortwahl.

Als dies bekannt wurde, verließen etwa zehn Spieler der Texans am Freitag das Trainingsgelände und boykottierten das Training - darunter Star-Receiver DeAndre Hopkins.

Coach Bill O'Brien konnte jedoch einen Streik gerade noch verhindern und die Spieler zur Rückkehr bewegen. "Ich stehe hundertprozentig zu meinen Spielern. Ich liebe die Spieler und unseren Trainerstab. Wir werden in Seattle da sein", sagte O'Brien.

"Es war ignorant und peinlich"

Inzwischen hat sich McNair öffentlich für seine Entgleisung entschuldigt. Daraufhin sprach das Team über 90 Minuten über die Situation.

"Es war ignorant und peinlich. Das hat viele von uns verärgert. Dein erster Impuls ist, 'ich muss hier raus', aber wir haben gesprochen und dann unseren Job gemacht. Das ist aber noch nicht erledigt", erklärte Offensive Tackle Duane Brown.

Die Texans wollen in Seattle (So., ab 21 Uhr LIVESCORES) spielen, was die Mannschaft während der Hymne machen wird, ist aber noch unklar, aber Brown stellte klar: "wir können nicht ruhig und tatenlos bleiben."