NFL: Cowboys vs. Redskins: Der allerletzte Strohhalm

Week 13 startet mit echtem Playoff-Feeling in der NFC East! Die Washington Redskins (5-6) reisen zu den Dallas Cowboys (5-6) , für beide Teams ist mit Blick auf die letzten Postseason-Hoffnungen jeglicher weitere Ausrutscher verboten. Die Cowboys müssen dabei weiter ohne den gesperrten Ezekiel Elliott ran - doch auch Washington plagen zahlreiche Ausfälle. Wer gewinnt das kritische Duell? DAZN überträgt den Kracher in der Nacht zum Freitag ab 2.25 Uhr live !

Week 13 startet mit echtem Playoff-Feeling in der NFC East! Die Washington Redskins (5-6) reisen zu den Dallas Cowboys (5-6), für beide Teams ist mit Blick auf die letzten Postseason-Hoffnungen jeglicher weitere Ausrutscher verboten. Die Cowboys müssen dabei weiter ohne den gesperrten Ezekiel Elliott ran - doch auch Washington plagen zahlreiche Ausfälle. Wer gewinnt das kritische Duell? DAZN überträgt den Kracher !

Man kann sich der generellen Stimmung rund um die Cowboys nicht mehr entziehen: Mit nunmehr drei Spielen in Folge, in denen sich die Offense - wie auch die Defense - extrem schwach und zahnlos präsentierte, wächst die Kritik an Dak Presott. Ohne Left Tackle Tyron Smith und ohne Ezekiel Elliott schwächelt Dallas' Vorjahres-Rookie-Sensation. Vor allem Pressure bereitet ihm plötzlich mehr Probleme, selbst als Smith wieder auf dem Platz stand.

Die Probleme reichen, wie so oft, tiefer, als der erste Blick verrät. Die Pass-Protection ist insgesamt anfälliger geworden, die Receiver - Dez Bryant wird gegen Josh Norman ebenfalls unter besonderer Beobachtung stehen - und das Play-Design helfen Prescott in den allermeisten Fällen wenig. Dallas geht jegliches Downfield-Element innerhalb des eigenen Passspiels komplett ab, was fraglos auch, aber nicht nur an Prescott liegt.

Und trotzdem weiß er, dass er trotz seiner herausragenden Vorsaison plötzlich im Fokus einer wachsender Kritiker-Schar steht. "Man muss einfach an sich selbst glauben und wissen, dass das die gleichen Leute sind, die von Anfang an an mir gezweifelt haben", erklärte Dallas' Quarterback unter der Woche. "Nur weil sie jetzt Recht haben, weil ich ein schlechtes Spiel hatte, haben sie nicht die ganze Zeit Recht."

Aber selbst Prescott gibt zu, dass die Offense aktuell Probleme damit hat, "Intensität und Energie" zurück zu gewinnen. Infolge der deutlichen Pleite gegen die Chargers an Thanksgiving verriet er gar, dass die Situation "frustrierend" sei: "Man schaut sich um und sieht all die Pro-Bowler und das Talent im Team. Ich weiß nicht, warum das passiert."

"Schneeballeffekt" und Prescott unter Druck

Von einem "Schneeballeffekt" spricht Running Back und Elliott-Ersatz Alfred Morris: "Es passieren so viele Dinge gleichzeitig, was in einem Schneeballeffekt resultiert, der alles aus der Bahn geworfen hat. Deshalb versuchen wir jetzt, wieder unsere Balance zu finden."

An Morris, vor einer gefühlten Ewigkeit ein wichtiger Faktor in der spektakulären Rookie-Saison von Robert Griffin III in Washington, liegt das nicht: 4,8 Yards pro Run gegen Atlanta, 5,4 Yards pro Run gegen die Eagles und immerhin noch 4 Yards pro Run gegen die Chargers in der Vorwoche. Auch das Run-Blocking ist nach wie vor auf sehr hohem Level, so dass man sich die Fehleranalyse also auch statistisch zu einfach machen würde, wenn man nur den Elliott-Ausfall betrachtet.

Prescott wird, da gibt es keine zwei Meinungen, gegen Washington ganz besonders im Fokus stehen. Verliert Dallas, sind die Playoff-Träume abgehakt - und nach drei schlechten Spielen in Folge muss Prescott jetzt eine überzeugende Partie abliefern. Er muss mit Pressure, den ein sich steigernder Redskins-Pass-Rush liefern wird, besser klar kommen, er muss im Passspiel mutiger sein, er muss die Offense mehr tragen können.

Thompson, Williams, Pryor - Washingtons Lazarett

Andernfalls läuft er Gefahr, von seinem Gegenüber am Donnerstagabend schnell in den Schatten gestellt zu werden. Kirk Cousins, wieder einmal mit einem Einjahresvertrag unterwegs, spielt nämlich eine sehr gute Saison und zeigt gerade gegen Blitz und Pressure große Qualitäten. Die Cowboys können Druck auf den Quarterback ausüben, müssen das aber auch tun, um ihre Probleme in der Secondary zu verdecken. Cousins Verhalten gegen den Pass-Rush wird also ein mitentscheidendes Duell in dieser Partie.

Washington hat noch immer mit die meisten Big Plays im Passspiel, und das obwohl Terrelle Pryor, der verletzt den Rest der Spielzeit verpassen wird, ein Reinfall war und Jordan Reed einfach nicht fit wird. Und schlimmer noch: Für Running Back Chris Thompson, der eine zentrale Rolle in den Game Plans hatte, ist die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beendet. Mit Trent Williams könnte Washingtons dominanter Left Tackle gegen Dallas zudem abermals ausfallen.

Was die Lazarett-Umstände um sich herum angeht wird sich Cousins Mitleid für Prescott also in Grenzen halten. Dennoch haben sich auch in diesem Jahr in Washingtons Offense zwei Receiver hervorgetan: Josh Doctson (13 Catches, 198 Yards in den letzten vier Spielen) und Slot-Receiver Jamison Crowder (27 Catches, 412 Yards in den letzten vier Spielen) prägen das Passspiel der Redskins, insbesondere Crowder sollte Dallas gemeinsam mit Tight End Vernon Davis Probleme bereiten können.

Sean Lee - der unersetzliche Cowboy

Denn ohne den verletzten Sean Lee, der auch am Donnerstag ausfällt, leidet die Cowboys-Defense enorm und ist gegen den Run genau wie in der Underneath-Coverage deutlich anfälliger. Da hilft es wenig, dass Linebacker-Kollege Justin Durant ebenfalls passen muss und mit Anthony Hitchens ein weiterer Linebacker angeschlagen ist. Cowboys-Fans müssen im richtungsweisenden Spiel gegen Washington möglicherweise mit Justin March-Lillard und Kyle Wilber Vorlieb nehmen.

Das wäre nicht nur für Crowder ein riesiger Boost, auch Samaje Perine dürfte schon mit den Hufen scharren. Washingtons Rookie-Running-Back findet sich nach der Verletzung von Rob Kelley immer besser zurecht und knackte zuletzt gegen die Saints und die Giants zwei Mal in Folge die 100-Rushing-Yard-Marke.

Aus Sicht der Gäste aber geht es am Donnerstagabend zunächst darum, den Fokus weiter auf Dallas' Offensiv-Probleme zu richten. "Wir wollen nicht das eine Team sein, gegen das dann bei ihnen alles klappt", mahnte Defensive Lineman Ziggy Hood. "Wir wollen nicht, dass das passiert. Wir werden alles dafür tun, dass die Situation in Dallas frustrierend bleibt."

Cowboys vs. Redskins - Preview im Kurzformat

Dallas Cowboys (5-6) - Washington Redskins (5-6) (Fr., 2.25 Uhr )

  • In drei aufeinanderfolgenden Spielen haben die Cowboys jetzt jeweils weniger als zehn Punkte zustande gebracht. Das gab es in der Franchise-Geschichte noch nie. Das letzte Team, das dieses "Kunststück" in vier aufeinanderfolgenden Partien vollbrachte waren die New York Giants 2003.
  • Die "Bend-but-don't-Break"-Defense der Cowboys funktioniert in diesem Jahr nicht so wie in der vergangenen Saison. Nur fünf Teams haben bisher mehr Touchdown-Pässe zugelassen als Dallas (21), das gleichzeitig in puncto Interceptions mit nur fünf eigenen Picks auf Rang 26 liegt.
  • Und auch in der Run-Defense ist Dallas zu konstant anfällig. 4,4 Yards pro Lauf lassen die Cowboys im Run Game zu, und das obwohl sie in puncto zugelassener Big-Play-Runs in der Top-10 sind. Washington (4,3 Yards pro Run/Platz 13 in gegnerischen Big-Play-Runs) rangiert statistisch allerdings nahezu auf dem gleichen Level.
  • Im eigenen Passspiel aber werden die Unterschiede dann schnell deutlich. Washington steht mit 8,1 Yards pro Pass ligaweit in der Top-3 und hat bereits 53 Passing Plays von mindestens 20 Yards auf dem Konto (Rang 4). Dallas dagegen kommt auf nur 6,6 Yards pro Pass und hat lediglich 27 Big Plays im Passspiel bisher. Hier werden die Downfield-Probleme ebenfalls deutlich.
  • Was das Run-Blocking angeht hat Dallas allerdings immer noch Qualität: 4,58 Adjusted Line Yards bedeuten im Ranking von Football Outsiders Rang 3.

Das SPOX-NFL-Tippspiel, Week 13:

Florian Regelmann Adrian Franke Marcus Blumberg

Pascal

De Marco

Redskins @Cowboys Cowboys Redskins Redskins Redskins
Vikings @Falcons Falcons Vikings Falcons Vikings
Texans @Titans Titans Titans Titans Titans
Chiefs @Jets Chiefs Jets Jets Jets
Broncos @Dolphins Broncos Broncos Dolphins Broncos
Colts @Jaguars Jaguars Jaguars Jaguars Jaguars
Buccaneers @Packers Packers Packers Packers Packers
Lions @Ravens Ravens Lions Ravens Lions
Patriots @Bills Patriots Patriots Patriots Patriots
49ers @Bears Bears 49ers 49ers Bears
Browns @Chargers Chargers Chargers Chargers Chargers
Giants @Raiders Raiders Raiders Raiders Raiders
Panthers @Saints Saints Saints Saints Saints
Rams @Cardinals Rams Cardinals Rams Rams
Eagles @Seahawks Eagles Eagles Eagles Eagles
Steelers @Bengals Steelers Steelers Steelers Steelers
Week 12 11-5 13-3 14-2 13-3
Insgesamt
116-60

114-62

116-60 112-64

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