Mega-Transfer naht: Neymar teilt Barcelona Wechselwunsch mit

SID
Mega-Transfer naht: Neymar teilt Barcelona Wechselwunsch mit

Der Mega-Transfer von Fußball-Superstar Neymar zu Paris St. Germain steht unmittelbar bevor. Der Brasilianer teilte seinem Klub FC Barcelona am Mittwoch offiziell seinen Wechselwunsch mit. "Neymar hat vor dem heutigen Training den Verein darüber informiert, den FC Barcelona zu verlassen", teilten die Katalanen auf ihrer Homepage mit.
Neymar wurde daraufhin mit Erlaubnis von Coach Ernesto Valverde vom Training freigestellt, um "seine Zukunft zu klären." Barça ließ gleichzeitig keinen Zweifel daran, auf die festgeschriebene Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro zu bestehen. Der Klub habe Neymar und seinen Vater, gleichzeitig dessen Berater, "auf die Ausstiegsklausel hingewiesen, die eine Ablöse in Höhe von 222 Millionen Euro beinhaltet und die in voller Höhe gezahlt werden muss", teilte der Klub mit.
Wagner Ribeiro, wichtigster Berater von Neymar, bestätigte am Mittwoch spanischen Medien, dass Paris diese Summe zahlen werde. Spanischen Medienberichten zufolge hatte Neymar seinen Mitspielern schon am Morgen in der Kabine den Wechsel nach Paris verkündet. Bisher teuerster Spieler der Welt ist der Franzose Paul Pogba, der für 105 Millionen Euro im vergangenen Jahr von Juventus Turin zu Manchester United gewechselt war.
Eine weitere Millionen-Zahlung bleibt Neymar dagegen vorläufig verwehrt. Das vor Jahresfrist vereinbarte Handgeld für die Vertragsverlängerung bis 2021 bleibe "bei einem Notar hinterlegt, bis der Fall geklärt ist", teilte Barcelona mit. Angeblich geht es um eine Bonuszahlung in Höhe von 26 Millionen Euro.
Neymar war am späten Dienstagabend mit dem Flugzeug aus Dubai in Katalonien angekommen und hatte den Flughafen wortlos durch einen Hinterausgang verlassen. Der Superstar steht noch bis 2021 bei Barça unter Vertrag. Der Torjäger war 2013 für 86,2 Millionen Euro Ablöse vom FC Santos nach Barcelona gewechselt.
Die spanische Liga hatte zuletzt angekündigt, bei einem Neymar-Transfer eine offizielle Beschwerde über PSG bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) einzureichen. Liga-Boss Javier Tebas sprach von einem entsprechenden Schritt mit dem Hinweis auf das sogenannte "Financial Fairplay" (FFP).
"Die Liga wird sich beschweren, weil es um unsere Wettbewerbsfähigkeit geht. Diesmal geht es um Barca. Ein andermal ist vielleicht Real Madrid oder Atletico Madrid betroffen", sagte Tebas der Zeitung El Mundo Deportivo. Der Ligachef wirft PSG vor, dass der Klub die FFP-Regeln im Fall einer Ablösezahlung in Höhe von 222 Millionen Euro für den 25 Jahre alten Neymar nicht einhalten kann. Die Regeln sehen vor, dass ein Verein einen maximalen Verlust von 30 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren verzeichnen darf.