Neymar meckert über Coach Emerys Videoanalyse

Neymar (r.) kritisiert die ausgiebigen Videoanalysen von Coach Unai Emery (l.)

Der Trainer von Paris Saint-Germain, Unai Emery, stößt mit seiner intensiven Videoanalyse bei seinen Spielern nicht nur auf Gegenliebe. Besonders Superstar Neymar soll laut einem Bericht des brasilianischen Portals UOL Esporte keine große Lust auf das gezeigte Bildmaterial verspüren.

Der Brasilianer sei demnach nicht davon überzeugt, von dem dreißigminütigen Filmmaterial zu profitieren. Der 222-Millionen-Mann habe sich bei den PSG-Bossen über Emerys Methoden beklagt. Zwar kenne Neymar Videoanalysen auch aus der Nationalmannschaft von Brasilien-Coach Tite, jedoch seien dessen Videosessions deutlich kürzer gehalten.

Neymar will festen Elferschützen

Außerdem ist der Offensiv-Zauberer nicht mit damit einverstanden, dass bei Paris der Elfmeterschütze im Spiel auf dem Platz bestimmt wird. Neymar wünscht eine klar festgelegte Rangordnung des Trainers, um Diskussionen auf dem Platz und damit verbundene Streitigkeiten zu verhindern.


Im Spiel gegen Lyon am sechsten Spieltag der Ligue 1 hatte es einen Disput zwischen dem Brasilianer und Stürmer Edinson Cavani gegeben, weil beide Stars einen Elfmeter schießen wollten. Cavani setzte sich damals durch und verschoss, in der Folge kamen aber Wechselgerüchte um den Uruguayer auf, da er sich mit Neymar überworfen habe. Inzwischen legten die beiden Streithähne ihre Unstimmigkeiten bei.

Coach Emery lobt den Brasilianer

Unterdessen soll Neymar unabhängig von seiner Kritik an dessen Methoden ein gutes Verhältnis zu seinem Trainer haben. Der ist von seinem Stürmer auch überzeugt: "Er ist ein Spieler, der viel Druck und Aggressivität erzeugt, wenn er den Ball hat und bereits großartige Leistungen bei uns gezeigt hat", sagte Emery zuletzt.

Doch spanische Coach sieht noch Verbesserungsbedarf, auch mit Hilfe der Videoanalyse: "Neymar braucht etwas Zeit, um sich anzupassen und seine Teamkollegen müssen sich an ihn gewöhnen. Wir analysieren mit ihm einige Videos, um zu sehen, wie er wachsen kann, besonders bei der Positionierung und dem Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen."

Neymar hat sich bislang schon sehr gut in die Mannschaft integriert. Paris ist Spitzenreiter der Ligue 1, dem Brasilianer gelangen in acht Spielen bereits sieben Tore.