Neymar als Wirtschaftsfaktor

Der anstehende Rekordtransfer des Fußball-Superstars Neymar vom FC Barcelona zu Paris St. Germain sorgt für Kritik beim europäischen Fußballverband. Die UEFA ist an der finanziellen Stabilität der Klubs interessiert. Vereine in Europa müssen eine ausreichend hohe Bonität vorweisen. Maximal 30 Millionen Euro pro Saison dürfen die Klubs mehr ausgeben, als sie einnehmen. Die Einkünfte der Pariser beliefen sich 2016 auf 521 Millionen Euro. Der operative Gewinn betrug 83 Millionen. Der Neymar-Transfer wird nun 222 Millionen Euro kosten. Hinzu kommt ein Brutto-Jahresgehalt von angeblich 60 Millionen Euro.

BREAKING: UEFA release official statement on Neymar’s €222m transfer to PSG...! https://t.co/Cq3vTrcGG6 pic.twitter.com/Zi7cfRTDVY— Premier League (@EPLArena) August 3, 2017

Die Tatsache, dass das enorme Gehalt des Spielers in Zukunft in Frankreich versteuert werden muss, sorgt bei den Steuerbehörden für Freude, wie der französische Haushaltsminister in einem Radiointerview verdeutlichte:“Sollte Neymar nach Frankreich wechseln, würde ich mich besonders über die hohen Steuereinnahmen freuen. Für mich macht es mehr Sinn, dass er seine Steuern in Frankreich zahlt und nicht irgendwo anders”.

Der Klub hofft darauf, dass sich die Investition durch Marketingerlöse rentabel gestaltet, schließlich ist Neymar eine internationale Werbe-Ikone, der vor allem durch hoch dotierte Sponsorenverträge zu den bestbezahlten Sportlern weltweit gehört.

| #Neymar Jr number [10] shirts are already on sale in Paris. The club will make tons of money just through this. pic.twitter.com/38C2V4WTaS— footballnews (@footynews44) August 3, 2017

Um sich die Dimension des Rekordtransfers zu verdeutlichen, hilft folgender Vergleich: Wenn man pro Tag 1000 Euro sparen würde, so bräuchte man, sage und schreibe 718 Jahre um die Transfersumme des Brasilianers zu erreichen.