Junges Mädchen "sexualisiert"? New Yorkerin startet Petition gegen Gemälde

Ein Bild im Metropolitan Museum of Art in New York sorgt derzeit für Diskussionen. (Bild: AP Photo)

Beim Besuch des Metropolitan Museums in New York (MET) sah eine Frau ein Gemälde, das ein Mädchen in lasziver Pose zeigt. Mit einer Petition will sie nun das Museum dazu bringen, dieses und andere ausgestellte Kunstwerke zu prüfen.

Als die Unternehmerin Mia Merill vor einiger Zeit durch die Hallen des Metropolitan Museum of Art in Manhattan ging, sei sie “schockiert” gewesen: Ein Gemälde dort zeigt eine Szene, in der sich ein Mädchen im Teenageralter auf laszive Weise auf einem Sitzmöbel rekelt. Sein roter Rock rutscht dabei weit nach oben und gibt den Blick auf die Unterwäsche frei.

Die 30-jährige Kunstliebhaberin will nun mithilfe einer Online-Petition das Museum dazu bringen, jenes Gemälde auf eine andere Art und Weise auszustellen. Das Bild, um das es geht, trägt den Namen “Thérèse Dreaming” und stammt von dem französischen Maler Balthus, der von 1908 bis 2001 lebte. Auf der Petitions-Plattform “Care 2 Petitions” will Merrill 8.000 Unterschriften für ihr Ansinnen sammeln. Am Montag hatte sie bereits mehr als 7.200 Unterstützer überzeugt.

An diesem Gemälde stört sich Mia Merrill. (Bild: Getty Images)

In ihrer Begründung schreibt die New Yorkerin, dass es vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über sexuellen Missbrauch “verstörend” sei, dass das Museum ein solches Bild ausstelle. Das Gemälde würde die “sexuelle Darstellung eines Kindes romantisieren”. Das MET würde damit außerdem Voyeurismus verharmlosen und zur Objektivierung von Kindern beitragen.

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In ihrem Petitionsschreiben widerspricht sich Merrill allerdings: Einerseits wolle sie ausdrücklich nicht, dass das Gemälde abgehängt werde. Es gehe ihr lediglich darum, dieses und andere ausgestellte Kunstwerke mit Nacktszenen sorgfältiger prüfen zu lassen. Einen Halbsatz später fordert sie jedoch dazu auf, die Petition dann zu unterzeichnen, wenn man der Meinung sei, dass das Balthus Gemälde nicht mehr im MET gezeigt werden solle.

Sobald sie die 8.000er-Marke geknackt habe, will die New Yorkerin die Petition an die Museumsdirektion weiterleiten.

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