New Yorker Krankenhaus schließt Entbindungsstation — mehrere Mitarbeiter haben wegen Impfpflicht gekündigt

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Das Lewis County General Hospital in Lowville im US-Bundestaat New York wird vorübergehend keine Entbindungen mehr durchführen. Nachdem mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Entbindungsstation wegen einer eingeführten Impfpflicht für das Personal gekündigt haben, muss die Station vorübergehend geschlossen werden. Das berichtete "7 News".

Mindestens sechs Angestellte der Entbindungsstation hätten demnach gekündigt, weil sie sich nicht impfen lassen wollten. Weitere sieben seien noch unschlüssig, ob sie sich impfen lassen wollten, erklärte der Leiter des Lewis County Health System, Gerald Cayer. Das Krankenhaus werde daher nicht in der Lage sein, die Station ausreichend zu besetzen, so Cayer gegenüber "7 News". Ab dem 24. September wird der Entbindungsdienst deshalb vorerst eingestellt.

„Wir werden den Dienst pausieren und uns darauf konzentrieren, geimpftes Personal zu suchen und einzustellen. Erst dann werden wir wieder in der Lage sein, werdende Mütter bei ihrer Entbindung zuverlässig zu begleiten“, so Cayer. Gegenüber "7 News" sagte er, er hoffe, dass die Situation nur eine vorübergehende sei und die Station bald wieder öffnen könne. Er wolle mit dem Gesundheitsministerium New Yorks zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Entbindungsstation nicht dauerhaft geschlossen werde.

Nach Angaben Cayers müssen noch insgesamt 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus gegen das Coronavirus geimpft werden. Die übrigen 464 Angestellten des Krankenhauses hätten ihre Impfungen bereits erhalten, wird der Klinikleiter von "7 News" zitiert. Der ehemalige Gouverneur New Yorks, Andrew Cuomo, hatte vor kurzem eine neue Richtlinie zur Eindämmung der Corona-Infektionen im Bundesstaat durchgesetzt. Demnach müssen sich alle Beschäftigten in Krankenhäusern bis zum 27. September impfen lassen.

Die Ankündigung des Gouverneurs hätte laut Cayer insgesamt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Klinik dazu veranlasst, sich impfen zu lassen – 30 weitere kündigten. „Wir hoffen, dass mit dem Näherrücken des Termins die Zahl der Impfungen noch zunehmen wird. Wir sehen nur ungern, dass unsere Angestellten kündigen. Mit etwas Glück werden sich einige derjenigen, die bereits gekündigt haben, es sich noch einmal überlegen“, so Cayer zu "7 News".

Dieser Artikel wurde von Julia Knopf aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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