New Yorker Attentäter gesteht Tat und zeigt keine Reue

Der New Yorker Fahrzeugattentäter hat seine Tat gestanden und sich als überzeugter Gefolgsmann der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu erkennen gegeben. In seinen ersten Vernehmungen im Krankenhaus habe der verletzte Sayfullo Saipov keine Reue gezeigt, teilten Ermittler am Mittwoch in New York mit. Vielmehr habe er gefordert, die Flagge der IS-Miliz in seinem Krankenhauszimmer aufhängen zu dürfen. "Er hat gesagt, dass er sich gut fühlt angesichts seiner Tat", hieß es in der Erklärung.

Ein Bundesanwalt in New York beschuldigte den 29-jährigen Sayfullo Saipov am Mittwoch formell der Unterstützung einer ausländischen Terrororganisation. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft ihm den gefährlichen Missbrauch von Fahrzeugen vor. Die formelle Beschuldigung eines Verdächtigen ist in den USA die Vorstufe einer Anklage.

In den Vernehmungen äußerte sich Saipov den Ermittlern zufolge freimütig über seine Tat. Er habe sich dabei von der IS-Miliz inspirieren lassen und vor etwa einem Jahr mit der Anschlagsplanung begonnen. Auf Saipovs Mobiltelefon seien dutzende IS-Propaganda-Videos gefunden worden, erklärten die Ermittler.

Saipov habe für den Anschlag gezielt den Halloween-Tag ausgewählt, "weil er davon ausging, dass dann mehr Zivilisten auf der Straße sind", hieß es in der Erklärung weiter.

Anfangs habe er sich auch überlegt, die Flagge des IS außen an den Kleintransporter anzubringen, mit dem er dann acht Menschen tötete. "Er hat sich dann aber dagegen entschieden, weil er keine Aufmerksamkeit erregen wollte", erklärten die Ermittler.

Der aus Usbekistan zugewanderte Saipov war am Dienstag mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge in New York gefahren und hatte dabei acht Menschen getötet. Saipov wurde nach der Tat von der Polizei angeschossen, er befindet sich in Gewahrsam.