New York Times: Cheerleader der Redskins mussten oben ohne posieren

New York Times: Cheerleader der Redskins mussten oben ohne posieren

Die Cheerleader der Washington Redskins aus der US-Football-Profiliga NFL mussten sich 2013 für ein Fotoshooting oben ohne ablichten lassen. Das berichtet die New York Times. Das Team soll damals Besucher eingeladen haben, die bei den Aufnahmen dabei waren.
Nach dem Shooting soll zudem von den Tänzerinnen verlangt worden sein, männliche Sponsoren in einen Nachtklub zu begleiten. All das ereignete sich demnach bei einer einwöchigen Reise nach Costa Rica, die Cheerleader wurden dafür angeblich nicht einmal bezahlt.
"Es ist einfach nicht richtig, Cheerleader mit fremden Männern ausgehen zu lassen, gerade, wenn einige von ihnen das nicht wollen", wurde eine Betroffene in der Times zitiert: "Es wird sich aber leider nichts ändern, bis etwas Schreckliches passiert, bis ein Mädchen angegriffen oder vergewaltigt wird."
Es hat bei den Redskins früher wohl auch einen alljährlichen Bootsausflug gegeben, der für die Cheerleader offenbar eine Pflichtveranstaltung war. Sponsoren sollen die Mädchen bei Tanzwettbewerben bar bezahlt haben. Der Klub wies die Vorwürfe zurück. Das Programm der Redskins sei eines der besten in der NFL, teilten die Redskins mit. Die Fans könnten auf die Arbeit der Mädchen stolz sein.
Später wurde eine weitere Reaktion veröffentlicht. "Die Redskins sind wegen der Vorwürfe sehr besorgt. Wir beschäftigen uns damit und nehmen sie ernst. Wir haben in den letzten 48 Stunden sehr unterschiedliche Berichte aus erster Hand gehört, die mit vielen Details aus dem Artikel im Widerspruch stehen", hieß es im Statement.
Im Vormonat hatten zwei ehemalige NFL-Cheerleader unter anderem wegen Diskriminierung, sexueller Belästigung, Unterbezahlung und unbezahlter Überstunden Klage gegen die Liga eingereicht. Die Frauen wollen diese gegen Zahlung von einem Dollar an jede zurückziehen, sollten NFL-Boss Roger Goodell und die Anwälte der Liga einem Treffen zustimmen.