New York City könnte schneller als gedacht im Ozean versinken

New York City wird Hochrechnungen zufolge im Laufe der nächsten Jahrhunderte teilweise im Ozean versinken. (Bild: AP Images)

Was Hurrikan „Sandy“ im Jahr 2012 in der Stadt anrichtete, könnte nur ein böser Vorgeschmack gewesen sein – Forscher haben jetzt errechnet, wie groß die Hochwassergefahr wirklich ist.

Für die Einwohner New York Citys sind die Erinnerungen an die verheerenden Auswirkungen des Wirbelsturms „Sandy“ noch immer präsent: Durch eine Explosion in einem Umspannwerk mussten 250.000 Menschen ohne Strom auskommen, Krankenhäuser wurden evakuiert, U-Bahnen waren überflutet. Die sieben Meter hohe Sturmflut richtete massiven Schaden an, der das Leben vieler Menschen veränderte.

Viele Menschen verloren durch den Wirbelsturm „Sandy“ im Jahr 2012 ihr Zuhause. (Bild: AP Images)

Wissenschaftler haben nun im US-amerikanischen Fachjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ neue besorgniserregende Forschungsergebnisse veröffentlicht: In Zukunft soll es aufgrund des Klimawandels noch häufiger zu Stürmen und Hochwasser kommen und der Meeresspiegel wird Hochrechnungen zufolge dramatisch steigen.

Die Hauptursache habe die Menschheit selbst zu verantworten: Der weltweit noch immer hohe CO2-Ausstoß sorgt dafür, dass die Polkappen weiter schmelzen und große Eisstücke ins Polarmeer stürzen. Der Meeresspiegel erhöht sich dadurch und bedroht damit unter anderem die Ufer von New York City. Schon jetzt ist die Hochwasserwahrscheinlichkeit größer denn je: Anfang des 19. Jahrhunderts lag sie bei 0,02 Prozent – inzwischen wurde die Zahl auf vier Prozent nach oben korrigiert. Machen wir weiter wie bisher, wird die Wahrscheinlichkeit einer schweren Überflutung New Yorks auf 20 Prozent steigen. Bis zum Jahr 2200 könnte Lower Manhattan dann komplett im Meer verschwunden sein.

Auch die Schwere, in der Hochwasser auftritt, werde sich in den nächsten Jahren ändern: Während Fluten aktuell Pegelstände von durchschnittlich 3,3 Metern erreichen, werden sie bis zum Jahr 2100 vier bis fünf Meter hoch sein und somit noch immenseren Schaden als bisher anrichten.

Diese Ergebnisse sind ein weiterer Appell, endlich umzudenken und Konsequenzen zu ziehen, um den Klimawandel einzudämmen.