Neuwagenabsatz in Großbritannien bricht weiter ein

In Großbritannien sind die Neuwagenverkäufe den siebten Monat in Folge gesunken. Grund dafür ist vor allem ein deutlicher Rückgang bei der Neuzulassung von Dieselfahrzeugen und wachsende Unsicherheit der Verbraucher mit Blick auf den Brexit

In Großbritannien sind die Neuwagenverkäufe den siebten Monat in Folge gesunken. Der Absatz brach im Oktober im Vorjahresvergleich um 12,2 Prozent ein, wie der Herstellerverband SMMT am Montag mitteilte. Grund dafür sei vor allem ein deutlicher Rückgang bei der Neuzulassung von Dieselfahrzeugen und wachsende Unsicherheit der Verbraucher mit Blick auf den Brexit.

Insgesamt wurden im Oktober in Großbritannien rund 158.000 Neuwagen abgesetzt. Die Dieselverkäufe brachen um fast 30 Prozent ein.

Sinkendes Vertrauen der Unternehmen und der Verbraucher habe "unzweifelhaft" die Nachfrage beeinflusst, erklärte der Herstellerverband. Zudem gebe es "Verwirrung über die Regierungspolitik" zu Dieselfahrzeugen, sagte SMMT-Chef Mike Hawes. "Die Verbraucher brauchen dringend eine Bestätigung, dass den jüngsten Dieselautos mit niedrigen Emissionswerten, die zum Verkauf angeboten werden, in Großbritannien keine Fahrverboten, Gebühren oder andere Einschränkungen drohen", forderte Hawes.

Im April war in Großbritannien eine neue Steuer in Kraft getreten, die alle Autobesitzer zahlen müssen, deren Fahrzeug Kohlendioxid (CO2) ausstößt. Ende Juli hatte die britische Regierung zudem angekündigt, dass der Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor ab dem Jahr 2040 verboten werden soll, um die Luftverschmutzung zu verringern. In den Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union im März 2019 hatte es zuletzt kaum Fortschritte gegeben.