Neuseelands Notenbank beendet Anleihekäufen - Experten rechnen mit Zinserhöhung

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WELLINGTON (dpa-AFX) - Die Notenbank von Neuseeland hat ein Ende der Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft des Landes noch in diesem Monat angekündigt. Das Kaufprogramm für Wertpapiere werde zum 23. Juli eingestellt, teilte die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am Mittwoch in Wellington mit. Analysten wurden von der Ankündigung überrascht. Nach dem Aus für die Anleihekäufe wird an den Finanzmärkten noch in diesem Jahr mit einer Zinserhöhung in Neuseeland gerechnet.

Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses seien sich einig gewesen, dass die großen Abwärtsrisiken für die Wirtschaft zurückgegangen seien, hieß es in der Mitteilung der Notenbank. Es wurde auch darauf verwiesen, dass die hohe Arbeitslosigkeit gesunken sei. Die starke geldpolitische Unterstützung, die seit Mitte 2020 die Wirtschaft des Landes stütze, habe daher reduziert werden können.

Am Devisenmarkt reagierte der Neuseeland-Dollar mit Kursgewinnen. Der Kurs konnte im Handel mit allen anderen wichtigen Währungen zulegen. Neuseelands Notenbank ist eine der ersten, die den Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik in Angriff nimmt. Den Leitzins hat die Notenbank bei der Zinssitzung am Mittwoch unverändert auf 0,25 Prozent belassen.

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