Neuseeländische Partei verliert Urheberrechtsstreit mit US-Rapper Eminem

Rapper Eminem

Die neuseeländische National-Partei hat in einem Urheberrechtsstreit mit Rapper Eminem den Kürzeren gezogen. Wie des oberste Gericht in Wellington am Mittwoch entschied, muss die Partei dem US-Musiker Schadenersatz in Höhe von 600.000 neuseeländischen Dollar (353.000 Euro) leisten. Sie hatte 2014 den Eminem-Hit "Lose Yourself" für einen Wahlwerbespot verwendet.

Eminems Musikverlag Eight Mile Style hatte das Urheberrechtsverfahren bereits im September 2014 ins Rollen gebracht. Die National-Partei habe "Lose Yourself" unter dem Titel "Eminem Esque" für Wahlwerbezwecke eingesetzt. "Eminem Esque" sei jedoch nichts anderes als "Lose Yourself" unter anderem Namen. Nun hatten die Beklagten das Nachsehen: Fünf Monate nach einer zweiwöchigen Anhörung im Mai befand das Gericht die National-Partei für schuldig.

Eminems Anwalt bezeichnete den preisgekrönten Song "Lose Yourself" als "das Juwel in der Krone von Eminems musikalischem Werk". Auch ohne Urheberrechtsstreit hat die Nutzung des Songs für Werbezwecke seinen Preis: Wie der Anwalt von Eight Mile Style mitteilte, lägen die Gebühren normalerweise im Millionenbereich.

Die konservative National-Partei hatte die Wahl 2014 gewonnen. Auch beim jüngsten Urnengang am 23. September errangen die Konservativen unter Regierungschef Bill English zwar klar die meisten Stimmen. Da English aber Koalitionspartner fehlten, stehen sie vor dem Gang in die Opposition.