Neukölln: Polizei räumt Kiezladen "Friedel 54" unter heftigem Protest

Zwangsraeumung vom Kiezladen Friedel54 in der Friedelstrasse 54 in Berlin Neukoelln mit Gewalt durch die Polizei Berlin durchgezogen. Auch die Presse wuerde erstmal Brutal geraeumt dann wieder zugelassen. Mit Kettensaege, Flex, Hammer, Bohrmaschine und endoscope versucht die Polizei ein Zugang zum Kiezladen zu bekommen. Copyright: DAVIDS/ Florian Boillot, 29.06.2017

Nach stundenlangen Blockaden war alles vorbei: Die Polizei hat am Donnerstagmittag den Neuköllner Kiezladen "Friedel 54" in der Friedelstraße 54 geräumt und einem Gerichtsvollzieher Zutritt verschafft. Die letzten fünf Besetzer wurden gegen 13 Uhr unter dem Beifall von Demonstranten aus dem Haus gebracht. Die fünf Besetzer hatten sich bereits am Abend zuvor in dem Laden verbarrikadiert.

Die fünf waren aber weder einbetoniert noch angekettet. Zuvor hatten Unterstützer der Gruppe Fotos von angeketteten und einbetonierten Armen im Internet veröffentlicht. Die Anwälte des Ladens und Politiker der Linken hatten die Polizei daraufhin aufgefordert, den Einsatz zu beenden, um die Gesundheit der vermeintlich einbetonierten Menschen nicht zu gefährden. "Ich bin seit 30 Jahren im Geschäft. Aber so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagte der Gerichtsvollzieher der Berliner Morgenpost.

Ein Türknauf soll unter Strom gesetzt worden sein

Die etwa 150 bis 200 Demonstranten, die die Straße vor dem Haus blockierten, waren am Morgen von etwa 500 Polizisten weggedrängt und weggetragen worden. Dabei kam es auch zu Rangeleien und Handgreiflichkeiten zwischen Blockierern und Polizisten. Die Auseinandersetzungen waren stellenweise heftiger als beim vergangenen 1. Mai. Es kam zu mehreren Identitätsfeststellungen und einer Festnahme. Drei Demonstranten und ein Polizist seien leicht verletzt worden, hieß es vor Ort.

Die Stimmung war von Beginn angespannt. Gegen 10 Uhr traf der Gerichtsvollzieher dann am Ha...

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