Neukölln: Der Anita-Berber-Park und seine schillernde Namensgeberin

Sie war Schauspielerin und Nackttänzerin: Auf einem ehemaligem Friedhof in Neukölln wurde der Anita-Berber-Park eröffnet.

Der ehemalige Neue St. Thomas Friedhof zwischen dem Tempelhofer Feld und der Neuköllner Hermannstraße ist kaum wiederzuerkennen. Neu angelegte Wege durchziehen das Areal, das zuvor lange der Natur überlassen war. Die verwilderten Bereiche der 60.000 Hektar großen Fläche wurden größtenteils gelichtet, Sitzbänke, Mülleimer und Spielgeräte aufgestellt.

Einzig die prächtige Platanenallee in der Mitte und die denkmalgeschützte Mauer zur Hermannstraße erinnern daran, dass hier mal ein Friedhof war. Am Montag wurde dort der Anita-Berber-Park eröffnet – finanziert vom Bund als Ausgleich für die Grünflächen, die beim Weiterbau der Autobahn 100 verloren gehen. Zwei Millionen Euro wurden dafür bereitgestellt. Weitere 66.000 Euro für das Parkmobiliar stammen aus Mitteln der Städtebauförderung "Soziale Stadt".

"Wir haben einen Park geschenkt bekommen", sagte Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) bei der Eröffnung. Nord-Neukölln sei mit seinen 150.000 Einwohnern stark verdichtet. "Wir freuen uns deshalb über jeden Ort, an dem es Aufenthaltsqualität und Ruhe gibt."

Dem pflichtete Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) bei. "Die Freiluftschneise von der Thomashöhe und den Friedhöfen auf der anderen Seite der Hermannstraße über den Anita-Berber-Park hin zum Tempelhofer Feld ist aus klimatischer Sicht extrem wichtig."

Der Park ist nach Anita Berber (1899–1928) benannt – sie war Schauspielerin, Nackttänzerin, Model und Stilikone. "Wer einmal etwas mit ihr zu tun hatte, hat imme...

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