Neues It-Getränk: Kwas

(Foto: Instagram/gaps_melisgurakin)

Und mal wieder haben hippe Fitness-Blogger oder selbsternannte Ernährungsexperten einen neuen Trend hervorgerufen: Kwas! Doch so neu ist das Getränk eigentlich gar nicht. Tatsächlich trinkt man Kwas schon seit vielen hundert Jahren vor allem in ostslawischen Gebieten, wie in der Ukraine, Russland oder Weißrussland.

Was ist Kwas eigentlich?

Ursprünglich wurde das Getränk aus Brot hergestellt, das in Wasser aufgelöst wird. Zusammen mit Malz oder Roggenmehl und Zucker wurde das Wasser-Brot-Gemisch dann an einen dunklen Ort gestellt, an dem das Gebräu gären konnte. Wenn die Mischung dann nach ein paar Tagen einen säuerlichen Geschmack annahm, war der Drink fertig. Im Volksmund wurde die Mischung aufgrund der Zutaten auch Brotbier genannt. In der DDR konnte man diese etwas seltsam klingende Rezeptur auch im Handel erwerben.

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Was soll man heute mit Kwas?

Wie das so bei einer klassischen Rezeptur ist, kann man heute natürlich nicht einfach Brotbier brauen. Nein, stattdessen wurde das Rezept in den letzten Jahren immer weiter aufgetunt. Heutzutage trinkt man seinen Kwas in den Geschmacksrichtungen Rote Bete oder Apfel. Aber auch Traube, Birne und Erdbeere sind sehr gefragt. Tatsächlich kann man jedes Obst oder jede Frucht für Kwas verwenden und auch die Herstellung ändert sich bei wechselnden Ingredienzien nicht: Die Früchte zerschneiden, mit Salz ins Wasser legen und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Nach ein paar Tagen setzt die Gärung ein und sobald die Mische säuerlich schmeckt, ist das Getränk fertig.

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Warum sollte man Kwas trinken?

Auch wenn die Zusammensetzung von Kwas nicht wirklich appetitlich klingen mag, kann das Getränk doch einige gute Aspekte in sich vereinen. Stellt man das Brotbier mit Früchten her, liefert der Drink extrem viele Vitamine, Antioxidantien und Mineralien. Durch die Fermentierung der Zutaten hält sich Kwas zudem sehr lange. Wird es kalt gelagert, kann man auch Monate nach der Herstellung noch davon zehren.

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